E-Mail vom 09.10.2005, 01:44 Uhr, an info@figu.org            Veröffentlichung am 09.09.2006

 

Von Werner Grundmann

 

an Eduard Meier

 

                                               Verantwortung

 

Sehr geehrter Herr Meier,

in meiner E-Mail vom 07.10.05, 01:41 Uhr, über die „Berliner Thesen“ hatte ich versucht, Ihnen nahe zu legen, dass Sie sich selbst stärker als Erdenmensch sehen sollten, um sowohl über die Verbreitung der Geisteslehre die Erdenmenschheit auf ihrem schwierigen Weg zu einer schöpfungskonformen Entwicklung zu unterstützen als auch indem Sie selbst Verantwortung zur Gestaltung der irdischen Zukunft übernehmen. Diese zweite Seite vermisse ich insofern bei Ihnen, weil Sie sich prinzipiell als Aussenstehender, als Lehrender und Beurteilender verhalten. Es könnte aber sein, dass die Schöpfung nach einem für alle Beteiligten gemeinsamen Lernprozess die entscheidenden Einsichten und den wesentlichsten Beitrag zur Überwindung der existenziellen Krise von Ihnen erwartet. Sie wissen, welchen Beitrag ich meine. Das überaus Schwierige dürfte jedoch für Sie in der Akzeptanz dieser Erwartung bestehen, weil sich hinter ihr eine Problematik verbirgt, die als a l l z e i t l i c h e  I d e n t i f i z i e r u n g bezeichnet werden könnte. Sie ist vergleichbar mit der Problematik der historischen Identifizierung von FIGU-Mitgliedern. Die Möglichkeit und Bereitschaft zu einer solchen Identifizierung setzt selbstverständlich das entsprechende Wissen voraus.

 

Aus den Semjase-Kontakt-Berichten ist mir bekannt, dass die Geistformen zumindest eines Teiles der FIGU-Mitglieder zu Zeiten des JHWH Arus in Persönlichkeiten inkarniert waren, deren Namen in OM erwähnt sind. Der Sinn der gezielten Inkarnation besteht sicherlich in der Bewährung, also in der Erwartung um Wiedergutmachung im neuen materiellen Leben. Nicht alle FIGU-Mitglieder erfüllten diese Erwartungen. Es gab „Verräter“ und „organisierte Feindschaften“ (vgl. z. B. SKB, S. 1116, S. 1341 und S. 1999-2001)  Einzelheiten zu den Vorgängerpersönlichkeiten wurden meines Wissens bisher nicht bekannt gegeben. JHWH Ptaah hatte zudem Nachforschungen zum „früheren Leben … von Gruppenmitgliedern“ nach Rücksprache mit dem Hohen Rat abgelehnt. Er verwies allerdings auf die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der betreffenden Personen und sprach davon, dass er „alle diesbezüglichen Angaben und Informationen“ Ihnen nur „im Vertrauen unterbreiten [kann]“ (vgl. SKB, S. 2605).

 

Während bei den FIGU-Mitgliedern das Wissen über ihre Vorgängerpersönlichkeiten von aussen kommt, hat es Ihnen die Schöpfung über Ihren Gesamtbewusstseinsblock ermöglicht, auf das Wissen Ihrer Vorgängerpersönlichkeiten zurückzugreifen, die vor Milliarden Erdenjahren irgendwo in unserem Universum lebten. Damit ist für Sie jene „allzeitliche Identifizierung“ mit Nokodemion und Henok möglich, deren Entscheidungen zu universellen Fehlentwicklungen beitrugen, die sich über sehr lange Zeiträume letztlich auch auf die irdische Negativentwicklung ausgewirkt haben dürften.

 

Es stellt sich deshalb die Frage, ob für einen Wissenden „allzeitliche Identifizierung“ sogar zwingend notwendig werden kann. Wenn sich etwa herausstellt, dass einer der Vorgänger bewusst oder unbewusst eine Fehlentwicklung initiiert oder auf eine zufällig entstandene Fehlentwicklung falsch reagiert hat, so dass die Fehlentwicklung langfristig in eine unabsehbare Katastrophe führt, dann kann es sein, dass die Katastrophe nur dadurch verhindert werden kann, dass sich der Nachfolger zum fundamentalen Fehler des Vorgängers mit derselben Geistform offen bekennt und die entstandene Situation allseitig akzeptiert. Erst danach könnte gemeinsam nach Wegen gesucht werden, die Fehlentwicklung zu beenden und eine schöpfungskonforme Entwicklung einzuleiten. Es könnte also für Sie eine moralische Pflicht bestehen, einiges von dem gut zu machen, was ihre alten Vorgänger an Folgewirkungen hinterlassen haben.

 

Aus Darlegungen von H. G. Lanzendorfer ist mir bekannt, dass diese meine Denkweise nicht der „Lehre der FIGU“ entspricht. Doch ich verweise auf die sehr klaren Darlegungen von Semjase,  die sie zu Semjasa und Asasel ausführte. Weil diese „die ersten beiden Atomkriege auf der Erde ausgelöst“ hatten, sollten sie „nach ihrer Wiedergeburt … künftighin so lange auf der Erde in strengster Pflichterfüllung [wirken], bis aller Schaden und alle Fehler wieder behoben wären, die sie in ihrem Unverstande angerichtet hatten zum Beginn ihrer Zeit auf der Erde“ (vgl. SKB, S. 2378).

 

Bitte denken Sie über all dies nach und ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen!

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Werner Grundmann                                         Berlin, den 09.10.2005, 01:38 Uhr