E-Mail vom 02.10.2005, 22:14 Uhr, an info@figu.org            Veröffentlichung am 09.09.2006

 

Von Werner Grundmann

                                              

an Eduard Meier

 

                                               Gilgamesch

 

Sehr geehrter Herr Meier,

in ihrer Erklärung vom 3.2.1956 sprach Asket von der „schwersten [Mission], die jemals in der Geschichte dieses Universums zu verzeichnen war.“ Es galt „eine atomare Zerstörung dieser Erde“ zu verhindern, weil „das gesamte Sonnensystem“ zerstört und „eine kosmische Katastrophe“ ausgelöst werden könnte (vgl. Semjase-Kontakt-Berichte, S. 340). Durch die Unterstützung unserer ausserirdischen Freunde konnte tatsächlich ein atomarer Krieg verhindert werden. In den Jahren danach trugen Sie dann mit der Verbreitung der Geisteslehre, von historischen und anderen Informationen entscheidend dazu bei, um die Erdenmenschen auf einen schöpfungskonformen Weg zu führen.

 

In den vergangenen Jahren habe ich mich bemüht, einen theoretischen Beitrag zum Erkennen der grundlegenden Ursachen der irdischen Fehlentwicklung zu leisten und Vorschläge zu unterbreiten, um sie beenden zu helfen. Bei meinen Arbeiten ging ich vor allem von Ihren Veröffentlichungen aus, berücksichtigte aber auch Beiträge, die nicht mit den von der FIGU verbreiteten Informationen konform gehen. Im Verlaufe der Jahre gewann ich die Überzeugung, dass ich ohne äussere Unterstützung, insbesondere ohne geistige Führung und  Inspiration, auf keinen Fall zu jenen Ergebnissen gekommen wäre, die ich Ihnen brieflich und per E-Mail übermittelte. Zudem kam ich zur Auffassung, dass ein universelles Gemeinschaftswerk erforderlich ist, um dem an die Erde gebundenen Leben dauerhaft eine schöpfungskonforme Entwicklung zu ermöglichen und damit eine von der Erde ausgehende universelle Katastrophe zu verhindern. Die Gefahr für eine solche Katastrophe ist noch nicht gebannt, und die Aufgabe, vor der wir heute stehen, dürfte noch schwieriger sein, als sie seinerzeit von Asket erkannt wurde.

 

Mir ist bewusst, dass ich für Sie und die Mitglieder der FIGU nach wie vor nicht glaubwürdig bin. Wie könnte es auch sein, dass ein Erdenmensch üblicher Entwicklungsstufe in bestimmter Hinsicht zu weiter reichenden Erkenntnissen kommt als der Prophet der Schöpfung? Dafür habe ich volles Verständnis. Doch es stellt sich nach Milliarden von Jahren immer noch die Frage, wie jene von Ihnen beschriebene universelle Fehlentwicklung zustande kam und wie sie beendet werden kann. Wenn Nokodemion und die vielen anderen Inkarnationen Ihrer Geistform nach so langer Zeit keine schlüssige Antwort auf diese Fragen finden und der Fehlentwicklung nicht ausreichend begegnen konnten, muss die Schöpfung spätestens dann einen Weg aus der Sackgasse anstreben, wenn die Zuspitzung der Widersprüche in einer universellen Katastrophe enden könnte. Neben sicherlich vielen anderen Menschen sehe ich mich deshalb im Auftrage der Schöpfung, um Sie bei der Erfüllung Ihrer wahren Mission zu unterstützen.

 

Im Mai 2005 haben vermutlich Sie entschieden, dass meiner Bitte auf Übersenden von Veröffentlichungen der FIGU nicht mehr entsprochen wird. Meine E-Mail-„Bestellung6“ vom 8. Mai 2005, 21:05 Uhr, an Achim Wolf von der Süddeutschen Studiengruppe wurde – ohne mir Gründe zu nennen – nicht bearbeitet. Auch auf meine „Bestellung7“ vom 27. September 2005, 22:15 Uhr, an Achim Wolf kam noch keine Antwort. Selbstverständlich gehe ich nicht davon aus, dass Sie nicht an Reaktionen Ihrer Leser interessiert sind, denn dies würde ja Ihrer Eigenentwicklung schaden. Den Lieferstopp der FIGU kann ich mir folglich nur damit erklären, dass meine Arbeitsergebnisse weiterhin bei Ihnen zumindest als unerwünscht gelten. Deshalb kam ich zur Frage, ob es einen für Sie glaubwürdigen Menschen geben könnte, der ausgehend von seinen Erfahrungen sowie als Betroffener, aber Unbeteiligter eine fundierte Meinung zu „meinen“ Ergebnissen, insbesondere zur These der Existenz der irdischen Dämonie und ihrer Entstehung, äussern könnte. Nachdem ich die höchst ungewöhnlichen Informationen über Gilgamesch gelesen hatte, die ich in den vergangenen Tagen im FIGU-Diskussions-Forum unter „Allgemeines: Musik / Kunst / Kultur: Fragen zum 5’ten Kontaktberichtblock“ fand, kam ich zur Überzeugung, dass er ein solcher Menschen für Sie sein könnte. Zudem unterstelle ich Ihre hohe Wertschätzung für ihn, nachdem Sie Ihre Tochter Gilgamescha nach ihm benannten. Gilgamesch ist vermutlich der einzige Unbeteiligte, der das Auf und Ab des irdischen Geschehens in den vergangenen Zehntausenden von Jahren bewusst miterlebte und sich eine fundierte Auffassung zu den Ursachen der irdischen Fehlentwicklung erarbeiten konnte – ohne an dem Geschehen etwas Entscheidendes ändern zu können. Zudem betrachtet er sich als an die Erde gebunden, was aus dem Ausschlagen des Angebots der Plejaren deutlich wird, „auf deren Heimatwelten eine neue Existenz aufzubauen“. Er muss folglich an einer schöpfungskonformen Entwicklung der Erdenmenschheit in hohem Masse interessiert sein. Bitte wenden Sie sich an ihn! Es geht vielleicht um alles! Sicherlich werden Sie von den Plejaren unterstützt, um ihn zu finden. Und bedenken Sie, dass es kein Zufall sein könnte, dass er – unter dem Schutz der Schöpfung – der Einzige der extrem Langlebigen sein dürfte, der all die irdischen Wirren, Kriege und apokalyptischen Ereignisse in den vergangenen Jahrzehntausenden überlebt hat.

 

Genauso wenig kann es ein Zufall sein, dass die Schöpfung Ihre Geistform auf jenen Planeten geführt hat, auf dem die Symptome universeller Fehlentwicklung am stärksten zu spüren sind. Vielleicht sollten Ihre Vorgänger und Sie die Geisteslehre sowie all die überaus wichtigen historischen Informationen deshalb auf der Erde verbreiten, damit betroffene Unbeteiligte zur Möglichkeit kamen, an Ort und Stelle die grundlegenden Ursachen der irdischen Fehlentwicklung zu erkennen.

 

In den Semjase-Kontakt-Berichten sind eindrucksvolle Beispiele genannt, welche kosmischen Katastrophen ihren Ursprung auf der Erde hatten, nachdem Besucher von anderen Menschheiten irdische Religionen auf ihre Heimatplaneten übernahmen. Derzeitig wird mit der beginnenden Privatisierung der Weltraumfahrt die Grundlage dafür gelegt, dass neue Gefahren für fremde Menschheiten dadurch erwachsen können, dass der gesellschaftlich erzeugte Bereicherungstrieb irdischer Menschen in den Weltraum hinausgetragen wird. Am 1. Oktober 2005 durfte der amerikanische Unternehmer Gregory Olsen für rund 17 Millionen Euro als „Weltraumtourist“ für eine Woche mit zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Doch in absehbarer Zeit werden es Multimillionäre und Milliardäre verlangen, dass sich die „investierten“ Mittel künftig auch „auszahlen“! Aggressive Handlungen von der Erde nach aussen könnten in Jahrzehnten oder Jahrhunderten ebenso „normal“ werden, wie heute zum Aneignen profitabler „Naturressourcen“ auf der Erde. Ich verstehe deshalb nicht, warum Sie sich nicht für die Abschaffung des derzeitig vorherrschenden irdischen Gesellschaftssystems einsetzen, das für künftige aggressive Handlungen der Erdenmenschheit nach aussen heute die Voraussetzungen schafft. Mein Verständnis für Ihre Haltung zur prinzipiellen Akzeptanz des Unternehmertums und damit von riesigen Privatvermögen ist auch deshalb nicht vorhanden, weil ab Vers 71 im Kanon 24 von „OM“ klare Hinweise zur Beschränkung des persönlichen Reichtums gegeben werden. Nach diesen Orientierungen dürfte es in keinem Falle einen persönlichen Reichtum geben, der das teure Einkaufen in ein gesellschaftliches Weltraumvorhaben ermöglicht. 

 

Es sei daran erinnert, dass das Streben nach unbegrenztem Reichtum bis in die Antike zurückreicht und dass bereits Aristoteles auf eine Wissenschaft verwies, die sich mit dem unbegrenzten Anhäufen von Werten befasste. Karl Marx zitierte im „Kapital“, Bd. 1, Dietz Verlag, Berlin 1971, auf Seite 166 in der Fussnote 6 die kritischen Ausführungen von Aristoteles, der zwischen der „Chrematistik“, der Lehre vom Geld, und der „Ökonomik“ unterschied, die sich als „Erwerbskunst“ zur „Verschaffung der zum Leben und für das Haus oder den Staat nützlichen Güter [beschränkt]“. Für die „Chrematistik [scheint] keine Grenze des Reichtums und des Besitzes zu existieren“. Aristoteles fügte hinzu: „Die Verwechslung beider Formen, die ineinander überspielen, veranlasst einige, die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Endziel der Ökonomik zu betrachten.“ Heute hat sich das privatökonomische Denken in diesem Sinne durchgesetzt. Was zu Zeiten von Aristoteles Chrematistik hiess, wird heute als „Wirtschaftlichkeit“ bezeichnet und mit „Ökonomie“ gleichgesetzt. Die meines Erachtens wahre Ökonomie im Sinne von rationeller Bedürfnisbefriedigung im Rahmen von Gemeinschaften ist heute wissenschaftlich nicht offiziell existent.

 

Doch nicht nur die Bereicherung durch Ausbeutung von Sklaven, Leibeigenen und Arbeitern hat lange historische Traditionen, sondern auch die kriegerische Aneignung von fremdem Besitz. Sie wurde in Zusammenhang mit der Schaffung der jüdischen Religion gefördert, als „Gott“ den aus Ägypten geführten Israeliten das bewohnte, zu erobernde „Gelobte Land“ zuwies. Es ist deshalb zu fragen, ob das heute weltweit ausgedehnte Bereicherungsdenken zum Aneignen von fremdem Eigentum und Besitz seinen Ursprung zu biblischer Zeit hatte und von den Gewaltherrschern Arus I., Jehavon, Jehav, Arussem und Jehova bewusst in die sich entwickelnde Erdenmenschheit hineingetragen wurde. Weiterhin ist zu fragen, ob es für das seit antiker Zeit vorherrschende gesellschaftliche Bereicherungssystem ausserirdische Vorbilder gab, die auf die irdische Menschheit übertragen wurden. Sollten diese Vorbilder sehr alt sein und bereits zu Nokodemions Zeiten existiert haben, dann könnte davon ausgegangen werden, dass das Wissen über diese Vorbilder über hoch entwickelte Intelligenzen zur Erde kam, die heute im irdischen Jenseits als führende geistige Kräfte fungieren. Sie, sehr geehrter Herr Meier, haben durch den Zugriff auf Ihren Gesamtbewusstseinsblock die Möglichkeit,  die zurzeit von Nokodemion vorherrschenden Gesellschaftssysteme dem heutigen irdischen System gegenüberzustellen. Ein Vergleich zu jener durch die Plejaren aus dem Radern-Universum erforschten Menschheit, die etwa den gleichen Entwicklungsstand wie Erdenmenschheit erreicht hat, gibt zumindest die Gewissheit, dass es keine Zwangsläufigkeit zur Entwicklung zu Bereicherungsgesellschaften gibt, wie sie stufenweise auf der Erde entstanden sind.

 

Ich hoffe und wünsche, dass Sie möglichst schnell in Ihren Erkenntnisschritten zur Erfüllung Ihrer irdischen Mission vorankommen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Werner Grundmann                                         Berlin, den 02.10.05, 22:07 Uhr