E-Mail vom 13.09.2005, 22:31 Uhr, an info@figu.org            Veröffentlichung am 09.09.2006

 

Von Werner Grundmann

an Eduard Meier

 

                                               Bibel-Code und Dritter Weltkrieg 2006

 

Sehr geehrter Herr Meier,

in meiner E-Mail, die ich Ihnen am 12. September 2005 um 15 Uhr 38 übersandte, hatte ich Sie über den Anlass meines Schreibens informiert: über das Vorstellen meiner Temperaturstation um genau 15 Tage und 16 Stunden. Die Manipulation der Zeitanzeige seit dem 11. September 2005, dem vierten Jahrestag der Terroranschläge in den USA, ist bis heute geblieben. Ich kam deshalb zur Überzeugung, dass meine bisherige Deutung zum Grund der veränderten Anzeige keinesfalls ausreichte und dass die Dauer der Anzeige auf eine sehr weitreichende Problematik verweist, die nicht nur meinen persönlichen Anteil an der Gesamtarbeit betreffen dürfte. Nach einer Durchsicht Ihrer letzten Veröffentlichungen, insbesondere im FIGU-Bulletin Nr. 53, und meiner eigenen Arbeiten der vergangenen drei Jahre kam ich zum Ergebnis, dass es um Aussagen zum Bibel-Code und der in ihm enthaltenen Prophezeiung des Dritten Weltkriegs für das Jahr 2006 geht. Die Möglichkeit, dass dieser Krieg provoziert werden könnte, fand ich heute, am 13.09.05, in einem Beitrag von Holger Schmale auf der Seite 4 in der „Berliner Zeitung“ bestätigt. Er trägt die Überschrift: „Der kalkulierte Erstschlag. Die US-Regierung arbeitet daran, die Schwelle für einen Atomkrieg zu senken“! Dabei geht es um den Ersteinsatz von Atomwaffen „mit begrenzter Schlagkraft“, die als „Minukes“ bezeichnet werden und „etwa zur Sprengung tief unter der Erde liegender Bunker“ dienen sollen, u. a. des „Hauptquartiers von Osama Bin Laden oder der El Kaida“. Der Autor schreibt abschliessend: „Stellt man die Urteilsschwäche und das Sendungsbewusstsein des amtierenden [US-Präsidenten] in Rechnung, kann einem angst und bange werden.“

 

In Ihrer Antwort auf die Frage von Barbara Lotz zum Bibel-Code (vgl. FIGU-Bulletin Nr. 53, S. 17/18) betrachten Sie es „zur Vermeidung der Katastrophe“ als ausreichend, dass die FIGU die Geisteslehre als „Information … in die Welt hinausträgt“ und dass „sich der Mensch in seiner Bewusstseinsform zu evolutionieren hat“. Sie unterstellen damit, dass die Verbreitung der „reinen Lehre“, worauf ich in meiner E-Mail  vom 5. September 2005, 11:27 Uhr, einging, das entscheidende oder gar einzige Mittel sei, um die irdische Menschheit auf den richtigen Weg zu führen. Andererseits verwiesen Sie in anderen Ihrer Veröffentlichungen mehrfach auf den Trend der Abwärtsentwicklung der irdischen Menschheit, der zurzeit sicherlich nicht durch die stärkere Verbreitung der Geisteslehre aufgehalten werden kann. Meines Erachtens dürften es nur relativ wenige Intelligenzen sein, die ausgehend von eigenen Erkenntnisfortschritten und dem eigenen Verhalten letztlich über die Zukunft unserer Menschheit entscheiden. Keiner, der sich mit der Erforschung der wahren Zusammenhänge befasst, sollte sich in Anbetracht der existenziellen Gefahren für die Menschheit aus dem Erkenntnisprozess und aus dem notwendigen gemeinschaftlichen Handeln heraushalten; denn könnte es nicht sein, dass jener (durch das Vorstellen einer Zeitanzeige) mir für Ende September 2005 vorgegebene Termin sich auch auf das Verhalten anderer Wissender bezieht – Sie eingeschlossen?

 

Wenn eine irdische Dämonie mit hoch entwickelten Geistformen existiert, dann waren diese – wie die von Ihnen genannten Propheten – vor Jahrtausenden gleichfalls zur Vorausschau und zu Prophezeiungen fähig. Doch sie wären darüber hinaus bis heute in der Lage, etwa den sendungsbewussten US-Präsidenten geistig in ihrem Sinne zu beeinflussen. Doch unabhängig davon ist mir auch nach Ihrer Antwort an Barbara Lotz nicht einsichtig, warum die von Ihnen genannten Propheten ihre Aussagen so extrem verschlüsselt Form haben sollten, so dass eine Entschlüsselung ohne Computer unmöglich war. Ich frage mich zudem, wie sie sich über ein geschlossenes Werk untereinander abstimmen konnten, obgleich sie zeitlich Jahrhunderte voneinander getrennt lebten? Und falls ihnen all dies dennoch möglich gewesen sein sollte – wie konnte der Bibel-Code in einen gegenüber den Zeugnissen der Propheten zumindest teilweise gefälschten Text eingeordnet werden, wenn die Propheten ihre Verschlüsselung für sich behielten?

 

Was spricht dafür, dass der Bibel-Code tatsächlich von Beauftragten hoher Geistformen der irdischen Dämonie in die Urfassung der Bibel eingearbeitet wurde? Aus dem Buch von Michael Drosnin „Bibel Code II: Der Countdown“, erschienen Ende 2002 bei Heyne in München, geht hervor, dass der Code „vor 3200 Jahren“, also etwa zu Moses Zeiten, von Beauftragten „Gottes“ gezielt in die „ursprüngliche hebräische Fassung des Alten Testaments“ hineingebracht wurde (vgl. ebd., S. 23). Es ist auch deshalb nicht verwunderlich, dass sich der Bibel-Code als „Rätsel Gottes“ besonders stark in den Büchern Moses findet (vgl. S. 296). Aus der Existenz des Bibel-Codes erklärt sich wohl auch die Überlieferung, dass kein Buchstabe am Original des „Wort Gottes“ verändert werden durfte.

 

Von den Plejaren wissen wir, dass Ashtar Sheran alias Aruseak den Moses in seinem Raumschiff belehrte. Ashtar Sheran bestätigte dies und bezeichnete sich als einen „Sohn Gottes“. Nach meinen Untersuchungen könnte er jener zweitgeborene (aussereheliche) Sohn des damaligen „Gottes der Götter“, Arus I., sein, der meines Wissens bisher nicht von den Plejaren identifiziert wurde. Ich hatte dies in den Anmerkungen zu einer Tabelle der Erzväter versucht zu begründen, die ich am 25. Januar 2003, 01:28 Uhr, als Datei Erzväter.doc einer E-Mail  beifügte. Insbesondere der wahre Name von Ashtar Sheran und das offizielle Verbergen seines Namens sowie seine ausserordentliche Langlebigkeit sprechen für die Vaterschaft von Arus I. Nach der Ermordung von JHWH Arus I. durch seinen erstgeborenen Sohn Jehavon etwa im Jahre 8423 v. Chr. ging dessen Geistform in das irdische Jenseits ein. Infolge seines hohen geistigen Entwicklungstandes könnte der Arus-Geist durch den „grossen Heiligen“ (vgl. „Das äthiopische Buch Henoch“, in: „Die Apokryphen“, Bechtermünz-Verlag, S. 305) bzw. den „Heiligen Geist“ zum „Herrn der Geister“ (vgl. ebd., S. 318) und damit zum „Gott“ der Erdenmenschheit erhoben worden sein und fortan geistigen Kontakt zu Aruseak gehalten haben.

 

Die Voraussetzungen, den Bibel-Code aufzufinden, ergaben sich erst, als alle Leerzeichen zwischen allen Worten in der Urfassung des Alten Testaments weggelassen wurden, wodurch eine „fortlaufende Buchstabenfolge von 304805 Zeichen“ entstand (vgl. Michael Drosnin: „Bibel Code II …“, S. 23/24). Der Code basiert „auf der Aneinanderreihung jedes vierten, zwölften oder 15. Buchstabens zu einem Wort“ (vgl. ebd., S. 24). Die über den Bibelcode vorgenommenen Prophezeiungen erfolgten dadurch, dass verschiedene Worte, die einen inhaltlichen Zusammenhang ergeben, kreuzworträtselartig in eine Textstelle teils codiert, teils unmittelbar eingebracht wurden, z. B. >>Zwillinge<<, >>Türme<<, >>Flugzeug<<, >>zweimal<<, >>es brachte sie zu Fall<< für das Ereignis am 11. September 2001 (vgl. ebd., S. 14/15). Dass eine solche Kombination bestimmter Begriffe in einem Text rein zufällig entsteht, ist extrem unwahrscheinlich. Die „mathematische Auftrittswahrscheinlichkeit“ dafür, dass die Anordnung „von >>atomarer Holocaust<<, >>Weltkrieg<< und >>Ende der Tage<< gemeinsam mit dem Jahr 2006“ (>>in 5766<<) „zufällig erfolgte, liegt bei eins zu 100 000“ (vgl. S. 264/265 und S. 36). Neben der „völligen Auslöschung“ gibt es jedoch auch Hoffnung in Form der Kombination: >>Ende der Tage<<, >>am Ende der Tage<<, >>Arafat<<, >>Friede<< und >>Scharon<< (vgl. ebd., S. 124). Drosnin schreibt: „Der Bibelcode prophezeit nicht, dass wir alle im Jahre 2006 sterben werden. Aber er spricht die Warnung aus, dass wir möglicherweise im Jahre 2006 sterben könnten, falls wir unsere Zukunft nicht abändern.“ (Ebd., S. 265)

 

Die Vorgehensweise, ein apokalyptisches Geschehen als Prophezeiung und Warnung in das Alte Testament hineinzucodieren, aber gleichzeitig – ohne konkreten Hinweis – die Möglichkeit offen zu lassen, der Katastrophe entgehen zu können, entspricht der üblichen Strategie der irdischen Dämonie: Sie zeigt auf indirekte Weise – gar in verschlüsselter Form – die Möglichkeiten und den Charakter ihrer geistigen Macht, realisiert in bestimmten Fällen ihre Vorhaben, um ihre Existenz nachzuweisen, gibt jedoch in anderen Fällen zugleich auch Unterstützung, so dass ihre Vorhaben nur Drohung bleiben.

 

Es stellt sich die Frage, warum der Bibel-Code im Zusammenhang mit der Schaffung der ersten erfolgreichen monotheistischen Religion kreiert wurde und warum dies in einer Weise geschah, dass ihn erst unsere heutige Menschheit unter dem Einsatz von Computern teilweise entschlüsseln konnte. Es ist auch zu fragen, wie es möglich war, den Bibel-Code überhaupt zu entdecken und ob der eigentliche Entdecker des Bibel-Codes und Entwickler des Computerprogramms, der nach Israel emigrierte russische Mathematiker Elijahu Rips (vgl. S. 22), inspirativ auf die Lösung seiner Aufgabe vorbereitet wurde. Als gläubiger Jude behauptet er, dass der Code in der Bibel „von Gott“ stamme (vgl. S. 49), während sich der in New York lebende Autor, der Journalist Michael Drosnin, als „nicht religiös“ bezeichnet. Er „glaube nicht an Gott“ (vgl. S. 9). Doch er sah am 12.9.2001 in New York den Einsturz der Zwillingstürme und fand auch Angaben zu dem Ereignis im Original der Bibel! Die Religiosität und Überzeugung von Elijahu Rips spricht wohl für seine mögliche geistige Beeinflussung!

 

Zugleich wäre zu beantworten, ob die „Prophezeiungen“, von denen der Autor spricht, i. a. einer Vorausschau entstammen und ob sie den Charakter von Prophezeiungen nur für die letzten kritischen Jahre haben. Doch wenn dies so wäre – warum wird unsere heutige Menschheit kurz vor einem möglichen Toresschluss so extrem unter Druck gesetzt? Warum wurde vor über 3000 Jahren vermutlich im Auftrage „Gottes“ oder gar des „Heiligen Geistes“ dieser enorme Aufwand getrieben, uns „am Ende der Tage“ vor der Apokalypse zu warnen, obgleich doch Kriege zur „Normalität“ unserer Menschheit gehören?

 

Wir sollten uns bei der Beantwortung dieser Fragen immer vergegenwärtigen, dass die Erde in unserem Universum ein Ausnahmeplanet ist und dass wir die Ursachen unserer Negativentwicklung erst verstehen und akzeptieren lernen müssen.

 

In Anbetracht der apokalyptischen Katastrophe, vor der unsere Menschheit in wenigen Monaten stehen könnte, darf ich Ihnen meine persönliche Auffassung zur Bewältigung der akuten Problematik nicht verbergen: Sie dürften jener Mensch sein, der – in Abhängigkeit von Ihrer Akzeptanz und Anerkennung der irdischen Dämonie – über die Verhinderung des Dritten Weltkrieges letztlich entscheidet. Vermutlich bleibt dafür nur bis Ende September 2005 Zeit. Der Bibel-Code wurde wohl geschaffen, um in der „Endzeit“ Druck zur Anerkennung der irdischen Dämonie auszuüben und damit die Möglichkeit eines Einvernehmens zur Auflösung ihrer Strukturen zu eröffnen!

 

Ich wünsche Ihnen alle Energie und die notwendige Einsicht, um den für Sie überaus schwierigen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Werner Grundmann                 Berlin, den 13.09.05, 22:24 Uhr