E-Mail am 01.11.2006, 22:27 Uhr, an info@figu.org             Veröffentlichung am 02.11.2006

           

Von Werner Grundmann                  

           

an alle Mitglieder der FIGU

 

Zuspitzung14: atomare Gefährdung der USA

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

                                     am 27. Oktober 2006 erhielt ich das Heft 232 (2006/12) des „Magazin 2000plus“. Es enthält zwei wichtige Beiträge, die auf die atomare Gefährdung der USA und die mögliche Entstehung eines Atomkrieges verweisen, wenn die Vereinigten Staaten von Amerika ihren aggressiven Kurs gegen ihre „größten Feinde“ fortsetzen:

 

Der zweiseitige Artikel von John Stanton trägt die Überschrift:

Osama bin Laden mit Atomwaffen ausgerüstet

 

Der elfseitige ausführliche Beitrag von Han Ho Suk heißt:

Militärische Taktiken Nordkoreas in einem Krieg mit den USA.

Strategie der massiven Vergeltung im Falle eines US-Angriffs oder einer Seeblockade

 

 

Stanton informiert über ein Exklusivinterview des angesehenen pakistanischen Journalisten Hamid Mir mit Osama bin Laden. Danach bereitet Osama bin Laden „demnächst über das arabische Nachrichtennetzwerk Al Jazeera ‚eine äußerst wichtige Nachricht für das amerikanische Volk’ vor“. „Im Verlaufe eines der Interviews verkündete bin Laden, es sei ihm gelungen, Atomwaffen im ‚Großen Jihad’ gegen die Vereinigten Staaten von Amerika einsetzen zu können. Es sei nicht schwer, sich taktische Atomwaffen zu verschaffen, … wenn man Beziehungen zu Rußland und militanten Gruppen unterhielte. Sie stünden zum Preis von 10 und 20 Millionen Dollar zur Verfügung.“ Weiter wird berichtet, dass Osama bin Laden mehrfach von Afghanistan in den Iran gereist sei. „US-General Richard Myers bestätigte die Aussagen des pakistanischen Journalisten Hamid Mir.“

 

 

Im Beitrag von Han Ho Suk wird vom Gerücht ausgegangen, dass die Amerikaner eine Seeblockade gegenüber Nordkorea planen. Ausgehend davon wird – unter Beachtung der militärischen Schlagkraft Nordkoreas – umfangreich dargelegt, „welche Folgen sich daraus für die Vereinigten Staaten von Amerika und letztendlich für den Rest der Welt ergeben können“ (vgl. S. 38). Nachfolgend zitiere ich Aussagen aus dem Artikel von Han Ho Suk:

 

- „Nordkorea hat nicht nur die militärische Schlagkraft, sondern auch den politischen Willen zur Führung eines uneingeschränkten Krieges gegen die Vereinigten Staaten von Amerika. Nordkorea ist eine der wenigen Nationen, die es sich leisten könnten, gegen die Vereinigten Staaten von Amerika einen totalen Krieg zu führen. Von den Kriegsplanern in den USA gilt dies als eine anerkannte Tatsache. So hat beispielsweise am 7. März 2000 General Thomas Schwartz, der ehemalige US-Oberkommandierende in Korea, bei einer Anhörung des Kongresses ausgesagt, ‚Nordkorea ist mit höchster Wahrscheinlichkeit das Land, das die Vereinigten Staaten von Amerika in einen großangelegten Krieg verwickeln könnte.’“ (S. 39)

 

- „Nordkorea wird im Falle eines Angriffs der USA einen totalen, uneingeschränkten Krieg führen.“ (S. 39)

 

- „Der US-Kriegsplan 5027 fordert die militärische Besetzung Nordkoreas und nicht nur die Eliminierung der Massenvernichtungswaffen im Besitz Nordkoreas. Das US-Militär betrachtet Nordkorea als seinen Hauptgegner, und ebenso hält Nordkorea die USA für seinen größten Feind. … Der nordkoreanische Kriegsplan sieht nicht die Invasion Südkoreas, sondern die Zerstörung der USA vor.“ (S. 40)

 

- „Nordkoreas Volksmiliz besteht aus 1,6 Millionen Selbstverteidigungseinheiten, 100.000 Mann Garde-Miliz, 3,9 Millionen Mann Arbeitermiliz, 900.000 Mann Jugend-Garde-Miliz. Diesen Milizen obliegt die Aufgabe der Heimatverteidigung. Die Milizen sind voll bewaffnet und nehmen regelmäßig an militärischen Übungen teil.“ (S. 40)

 

- Zu „Nordkoreas massiver Vergeltungsstrategie“ werden „drei Aspekte“ ausgeführt: „Erstens, die totale Kriegsführung im Falle eines Präventiv-Angriffs der USA … Zweitens, Nordkorea erwartet im Falle eines Krieges mit den USA weder Hilfe von China, Rußland oder irgendeiner anderen Nation. … Drittens, Nordkoreas Plan für eine totale Kriegsführung beinhaltet … massive konventionelle Kriegsführung und Massenvernichtungswaffen. Sollten die USA einen vorbeugenden Schlag gegen Nordkoreas Yongbyon Nuklearanlage führen, wird Nordkorea mit Massenvernichtungswaffen zurückschlagen: Nordkorea wird strategische Nuklearschläge gegen Ziele der USA führen. Den amerikanischen Kriegsplanern ist dieser Umstand bekannt, und sie haben ihren eigenen Plan zur nuklearen Kriegsführung entwickelt.   … Nordkoreas Kriegsplan [ist] offensiver Natur. Er geht über die bloße Zurückschlagung amerikanischer Angreifer hinaus und sieht statt dessen die Zerstörung der Vereinigten Staaten von Amerika vor.“ (Vgl. S. 40/41)

 

- Es folgt eine Darstellung von „Nordkoreas militärischer Kapazität“, u. a. auch die Produktionskapazitäten von Kampfpanzern, Kampfflugzeugen, Feldhaubitzen, gepanzerten Fahrzeugen und Amphibienbooten (vgl. S. 42). Der Autor gibt ferner eine Übersicht über die Zusammensetzung der regulären Armee Nordkoreas (vgl. S. 43). General Thomas Schwartz erklärte, dass „im Falle eines Krieges die US-Streitkräfte in Südkorea innerhalb von drei Stunden vernichtet werden [würden]“ (vgl. S. 41). „Die Panzerabwehrraketen Nordkoreas gelten als die besten der Welt und werden von vielen Staaten gekauft. … Nordkorea verfügt über ungefähr 15.000 von der Schulter aus abzufeuernde Fliegerabwehr-Raketen …“ „Angriffsheliocopter … werden ein leichtes Ziel“ (vgl. S. 43).

 

- „Gegenwärtig sind mehr als 50 Raketenboote, jedes mit 4 Raketen, … einsatzbereit. Hinzu kommen rund 300 Angriffsboote, 200 Torpedoboote und 170 weitere Kanonenboote. Im Kriegsfalle  würden Nordkoreas kleine Schiffe und Unterseeboote die US-Flugzeugträgertruppen umschwärmen und versenken.“ (Vg. S. 45)

 

- „Tunnelkriegsführung“: „Kein Land ist so untertunnelt wie Nordkorea. … Es wird angenommen, daß Nordkorea ungefähr 20 Tunnel in der Nähe der DMZ angelegt hat. Durch einen großen Tunnel können stündlich 15.000 Truppen über die DMZ hinter die US-Truppen geschleust werden.“ (Vgl. S. 44)

 

- „Nordkorea ist ein Nuklearstaat …. Nordkorea ist es gelungen, nukleare Sprengköpfe für den Raketeneinsatz zu entwickeln. Nordkorea verfügt über einsatzbereite ICBM (Ballistische Langstreckenraketen) und Mittelstreckenraketen, die mit nuklearen Sprengköpfen bestückt sind. Im Mai 1994 wurde den amerikanischen Militärplanern bekannt, daß Nordkorea ‚die Bombe’ hatte …“ Kürzlich bestätigte Nordkorea, dass es „mehr als 100 einsatzbereite Nuklearwaffen“ hat, „einschließlich der Wasserstoffbombe“ (vgl. S. 45).    

 

- Es folgen Ausführungen zur Luftverteidigung, zur Küstenverteidigung, zu Seeschlachten und zu Luftkämpfen (vgl. S. 46/47).  

 

- Bemerkenswert sind die Kriegserfahrungen der Nordkoreaner unter Einsatz der MiG-17 und MiG-21. Allein nach Vietnam wurden 200 Piloten entsandt, die dutzende amerikanischer Flugzeuge abschossen. Weitere Piloten waren in Syrien und Ägypten eingesetzt (vgl. S. 47). 

 

- „Nordkorea bildet jährlich ungefähr 100 Hacker aus und verfügt über Computer-Virus-Bataillone. Diese Hacker sind in der Lage, die amerikanischen Kommunikationsnetzwerke zu unterbrechen. In einer 1991 von amerikanischen Kriegsplanern durchgeführten Computersimulation ging Nordkorea mit und ohne Einsatz von Nuklearwaffen als Sieger hervor. Kim Jong Il zweifelt nicht daran, daß seine Armee die US-Armee besiegen kann.“ (S. 48)

 

Zum Abschluss seines Beitrags verweist Han Ho Suk darauf, dass „die fortschrittliche Waffentechnologie für den Sieg der US-Streitkräfte im Golfkrieg, in Jugoslawien, Afghanistan und Irak entscheidend gewesen ist. Andererseits wurde die US-Armee von schlecht ausgerüsteten Streitkräften in Korea und Vietnam geschlagen.“ (Vgl. S. 48)

 

Die „Berliner Zeitung“ schreibt am 1.11.2006 auf der Seite 4: „Nordkorea, von US-Politikern in der Vergangenheit mehrfach als potenzielles Angriffsziel benannt, verlangt von den USA in erster Linie eine Selbstverständlichkeit: Sicherheitsgarantien.“ Um dies zu verdeutlichen, wurde wohl von Nordkorea im Oktober 2006 ein Atomwaffentest durchgeführt. Dass Nordkorea wieder zu den Atomgesprächen in die Sechs-Staaten-Runde zurückkehren will, ist aber nur ein Hoffungsschimmer! Der Beitrag von Han Ho Suk zeigt, dass allein aus den Diskrepanzen zwischen den USA und Nordkorea unter entsprechender inspirativer Beeinflussung ein atomarer Weltkrieg provoziert werden kann.

 

Wenn sich hinter dem US-Präsidenten G. W. Bush die Kräfte von Gott Arus verbergen, dann hinter den Nordkoreanern Aruseak alias Ashtar Sheran! Dass sich ein solch kleines Land den mächtigen USA entgegenstellt, zeigt meines Erachtens das Wirken von Hintergrundmächten um die geistige und weltliche Vorherrschaft über die Erdenmenschheit! Es bleibt deshalb die Frage offen, ob das Risiko verantwortet werden darf, diesen Kampf bis zum Sieg einer der beiden Seiten auszutragen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann               Berlin, den 1. November 2006,  22:22 Uhr