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WissEntwWBG.doc                                       Veröffentlichung am 01.01.2009

 

Werner Grundmann                                       Berlin, den 31. Dezember 2008

 

 

Zur Beeinflussung der irdischen Wissenschaftsentwicklung:

Die Mathematik sei keine Wissenschaft!

 

In der internationalen Wochenzeitung Neue Solidarität, die in Wiesbaden herausgegebenen wird, erschienen in den Ausgaben 50, 51 und 52 des Jahres 2008 jeweils auf den Seiten 7 und 8 unter der Rubrik Bibliothek drei Teile eines Aufsatzes von Lyndon LaRouche über

     Keplers eigentliche Entdeckung: Mathematik ist keine Wissenschaft.    

Der Aufsatz wurde im englischen Original am 5. November 2008 veröffentlicht. Im ersten Teil der Übersetzung aus dem Englischen hieß es im Titel noch „Mathematik ist nicht Wissenschaft“, ebenso im zweiten gedruckten Teil des Aufsatzes.

Die drei Teile sind nachlesbar unter

http://www.solidaritaet.com/neuesol/2008/50/lyn-kepler1.htm

http://www.solidaritaet.com/neuesol/2008/51/lyn-kepler2.htm

http://www.solidaritaet.com/neuesol/2008/52/lyn-kepler3.htm

 

Es bedarf einiger Einsicht und Nachsicht in das Denken des amerikanischen Wissenschaftlers Lyndon LaRouche, um den Titel seines Aufsatzes nachvollziehen zu können. Er spricht vom „Gebiet der Mathematik“ (vgl. Nr. 50, S. 7, Sp. 3) und überträgt seine Auffassung zur Ablehnung der Mathematik als Wissenschaft zugleich auf Johannes Kepler! Mehr noch: Er versteckt sich hinter Kepler!

 

Um es vorweg zu sagen: Ich betrachte es als eine Provokation, der im logischen Denken am höchsten entwickelten Wissenschaft ihre Eigenständigkeit abzusprechen!

 

Die Auffassung von LaRouche resultiert offenbar aus der besonderen Stellung der Mathematik. Sie beschreibt in der Tat nicht unmittelbar reale Erscheinungen und Zusammenhänge, wie dies vor allem auf die Naturwissenschaften zutrifft. LaRouche wehrt sich vehement dagegen, etwa die Physik auf bloße Formeln zu reduzieren. Es bestehe die Gefahr des Stillstandes in der Wissenschaftsentwicklung, wenn sie nur noch von (an mathematische Formeln gebundene Schlagworte) beherrscht wird. Damit hat er zweifellos Recht. LaRouche verweist zudem auf bekannte Wissenschaftler, deren Überbetonung des Mathematischen die Wissenschaftsentwicklung gebremst hat. Doch was wäre die Physik ohne ihre Formeln?

 

LaRouche übergeht mit seinen Darlegungen mehrere grundsätzliche Fragen, deren Beantwortung das Einordnen der Mathematik in die Gesamtheit der Wissenschaften ermöglicht:

-          Hat die Mathematik in Abgrenzung zu jenen wissenschaftlichen Disziplinen, die sie nutzen, einen spezifischen real existierenden Gegenstand?

-          Warum nutzen so viele Wissenschaften die Mathematik? Welche Vorteile bringt dies ihnen und welche Nachteile wären zu erwarten, wenn auf ihre Nutzung verzichtet würde?

-          Hat die Mathematik einen universellen Charakter?

-          Gab es Mathematik, noch bevor die Menschen sie entdeckten? Spielte sie im Rahmen des universellen Schöpfungsprozesses eine eigenständige Rolle oder geschah die Entstehung des Universums auf zufällige Weise?

 

Diese Fragen lassen sich nach vorliegenden Ergebnissen und zuverlässigen Aussagen wie folgt komprimiert beantworten:

  1. Ausgehend von jahrelangen eigenen Untersuchungen zur Abgrenzung der Mathematik zu den sie nutzenden Wissenschaften kam ich zum Ergebnis, dass wissenschaftliche Disziplinen zwischen der Mathematik und den sie nutzenden Einzelwissenschaften keine objektive Berechtigung besitzen, dass vielmehr strikt zwischen abstrakt-mathematischen Formen als Gegenstand der Mathematik und inhaltlich-mathematischen Formen (mathematischen Modellen) als Gegenstand von Einzelwissenschaften unterschieden werden muss. Der Übergang zwischen beiden mathematischen Formen schließt inhaltliche Despezifizierung und anschließende formale Konkretisierung ein. Nicht die Form, sondern der Inhalt einer mathematischen Formel ist entscheidend für deren Zuordnung zu einer Einzelwissenschaft oder zur Mathematik. (vgl. „Zur notwendigen Negation wissenschaftlicher Disziplinen zwischen der Mathematik und den sie nutzenden Einzelwissenschaften“, Berlin 1992, 34 S.; abrufbar seit dem 30.07.2008 unter http://www.bwgrundmann.de/ZDM1992.htm )

 

  1. Durch die Nutzung der Mathematik, vor allem ihrer Formelsprache, wird eine Einzelwissenschaft im Rahmen eigenständiger Betrachtungen immer mehr sie selbst. Sie gewinnt im Prozess der mathematische Modellierung, also durch die Erarbeitung inhaltlich-mathematischer Formen sowie und durch die Anwendung abstrakt-mathematischer Methoden, neue Erkenntnisse. Die Formalisierung in den Einzelwissenschaften wird selbst zum Mittel der Erkenntnisgewinnung. Die objektive Berechtigung der Mathematik leitet sich daraus ab, dass sie real existierende abstrakte Zahlen, Größen, Dimensionen, Formen, Zusammenhänge, Problemstellungen usw. erschließt, um – nach Herstellung von Zusammenhängen und der Erarbeitung von abstrakt-mathematischen Methoden – zu neuen Erkenntnissen gelangen zu können. Hinter sehr vielen inhaltlich-mathematischen Problemstellungen verbergen sich nur relativ wenige abstrakt-mathematische Problemstellungen. Die ökonomische Berechtigung der Mathematik leitet sich vor allem daraus ab, dass sie den Einzelwissenschaften die Erarbeitung inhaltlich-mathematischer Verfahren und Methoden erspart, indem sie abstrakt-mathematische Methoden und entsprechende Algorithmen für viele Einzelwissenschaften zur Verfügung stellt! Es geht folglich um eine Formalisierung innerhalb der Einzelwissenschaften, die es erlaubt, die Sprache und Methoden der Mathematik zu nutzen. Hingegen ist eine „Mathematisierung der Wissenschaften“ abzulehnen.

 

  1. Nach der Aussage von JHWH Ptaah von den Plejaren ist „die Mathematik im gesamten Universum einheitlich, … denn die gesamten universellen Gesetze … sind einheitlich“. Jedoch haben „die verschiedensten Rassen, Zivilisationen und Menschheiten der verschiedensten Welten in den Weiten des Universums andere Mathematikformen und andere Begriffe. … Im mathematischen Grund- und Endwert jedoch entstehen dieselben Resultate.“ „Wie die Mathematikformeln selbst, sind auch die Physikformeln verschieden.“ Eduard Meier fasste dies wie folgt zusammen: „Das Fazit ist also, dass die Mathematik zwar eine einheitliche universelle Gültigkeit hat und eine feststehende Einheit mit gleichlautendem Wert bildet, dass jedoch die von Menschen geschaffenen Mathematikformen grundverschieden voneinander sind im gesamtuniversellen Raume.“ (Vgl. Semjase-Kontakt-Berichte [SKB], S. 2746/47).

 

  1. Nach den Erkenntnissen des Chemikers und Mathematikers Dr. Peter Plichta, insbesondere nach seiner Entdeckung des Primzahlkreuzes, wonach „die Natur zyklisch primzahlig angelegt ist“ (http://www.plichta.de ), wurde offenbar, dass eine universelle Intelligenz mathematisches Wissen im Rahmen des Schöpfungsprozesses genutzt hat. Die Co-Autorin Walburga Posch zum Buch "Gottes geheime Formel" schreibt, dass „alle materiellen und geistigen Gesetzmäßigkeiten auf der Grundlage einer faszinierenden, ewigen und einfachen Zahlen-Codierung [existieren]“. „Es heißt: Wir Menschen haben die Zahlen – quasi als Werkzeug – erfunden. Seit den sensationellen Entdeckungen von Dr. Peter Plichta steht aber fest: Zahlen sind vom Menschen nicht erfunden, sondern gefunden worden! Sie sind einfach da. Ewig existent sind sie dafür zuständig, dass unser ganzes Leben – wir selbst eingeschlossen – so unglaublich genial und präzise funktionieren kann. Dass wir die Zahlen für fast alles im Leben so gut gebrauchen können, ist nur eine Begleiterscheinung ihrer faszinierenden Existenz. Die Sprache der Zahlen ist die Basis für alle anderen Sprachen: die Sprache der Naturkonstanten und Gesetzmäßigkeiten; die Sprache von Physik, Chemie, Biologie; …“(vgl. http://www.zahlengefluester.de ).

 

Nach diesen Darlegungen kann unter Beachtung wesentlicher Aussagen der von Eduard Meier verbreiteten Geisteslehre davon ausgegangen werden, dass die Mathematik im universellen Sinne die grundlegende Wissenschaft für die Schöpfung war und geblieben ist.

 

Die Aversion von Lyndon LaRouche gegen das „Gebiet Mathematik“ erwächst wohl insbesondere aus überzogenen Vorstellungen verschiedener Autoren zur Stellung der Mathematik, die auch heute noch nicht überwunden sind. Insbesondere kritisiert er die „Empiriker“, die „sich anmaßten“, „die eigentliche Wissenschaft durch bloße Mathematik zu ersetzen“ (vgl. sechster Absatz im ersten Teil). Aus dieser Aversion entwickelte LaRouche einen Vorschlag, der faktisch das gegensätzliche Extrem zur Zielsetzung der „Empiriker“ bedeutet. Er schlug „vor einigen Jahrzehnten“ vor, dass „in der Naturwissenschaft die Poesie an die Stelle der Mathematik treten [soll]“ und wunderte sich, dass selbst unter seinen „engsten wissenschaftlichen Mitarbeitern“ einige „schockiert [waren]“ (vgl. ebd., zweiter Absatz)! Dass LaRouche bei seinem Vorschlag geblieben ist, belegen seine weiteren Ausführungen. Doch wie die Poesie mit den einzelnen Wissenschaften in Übereinstimmung gebracht werden kann, bleibt wohl sein Geheimnis!

 

Es stellt sich deshalb die Frage, ob Lyndon LaRouche die entsprechenden Informationen zur objektiven Einordnung der Mathematik in die Gesamtheit der Wissenschaften nicht kannte oder ob er einer äußeren geistigen Beeinflussung unterliegt. Das Letztere dürfte zutreffen, denn aus seinen drei Beiträgen geht indirekt hervor, dass es konkurrierende Kräfte geben muss, die die irdische Wissenschaftsentwicklung und damit auch die Nutzung der Mathematik durch die Einzelwissenschaften im Verlaufe der Jahrtausende entsprechend ihren Interessen zielgerichtet beeinflusst haben. Wenn die Erkenntnisse von Peter Plichta bestätigt werden können, liegen die Gründe der Abwertung der Wissenschaft Mathematik zu einem „Gebiet“ auf der Hand: Ein im Schöpfungsprozess an das Universalbewusstsein oder – in der Sprache von Plichta – an Gott gebundenes mathematisches Wissen soll den Erdenmenschen gar nicht erst in den Sinn kommen!

 

Mit den nachfolgenden Ausführungen möchte ich auf jene geistige Beeinflussung der irdischen Wissenschaftsentwicklung aufmerksam machen, die aus den Ausführungen von Lyndon LaRouche indirekt abgeleitet werden kann. Dabei unterstelle ich keineswegs, dass sich LaRouche der geistigen Beeinflussung seiner eigenen Person bewusst zu sein braucht. Auffällig war für mich jedoch von Anfang an die ungewöhnliche Schärfe seiner Wertung bestimmter historisch bedeutsamer Wissenschaftler.

 

Es kann nicht die Aufgabe meines Beitrages sein, auf die Berechtigung der Angriffe auf bestimmte Persönlichkeiten und deren Erkenntnisse im inhaltlichen Sinne einzugehen. Vielmehr gilt es herauszufinden, warum sich LaRouche gegenüber ausgewählten historisch bedeutsamen Persönlichkeiten und deren geistige Erben besonders kritisch äußert, so dass sich die Frage stellt, ob konträre Kräfte aus dem Hintergrund jeweils ihre Repräsentanten der irdischen Wissenschaftsentwicklung ausgewählt und entsprechend ihrer Strategie geistig geführt haben. Wenn dies zutreffen sollte, wenn es eine historische Abfolge von repräsentierenden irdischen Wissenschaftlern zumindest zweier geheimer Kräftegruppierungen gibt, dann darf angenommen werden, dass in beiden Denkrichtungen den Erdenmenschen bestimmte wissenschaftliche Wahrheiten bewusst vorenthalten, dass Wahrheiten verbogen oder Wissenschaftler auf falsche Fährten geführt wurden.

 

Am stärksten wird die von mir vermutete inspirativ infiltrierte Aversion von LaRouche in seinen scharfen kritischen Äußerungen gegenüber Aristoteles deutlich. LaRouche spricht im zweiten Teil seines Aufsatzes

-          am Ende des Abschnitts „Wissenschaft und Religionskrieg“ von „modernen Aristotelikern“, von „der Sterilität einer aristotelischen Tradition“ und vom „Aristotelismus“ sowie

-          zu Beginn des Abschnitts „Die große Lüge des Liberalismus“ vom „lähmenden Einfluß des aristotelischen Denkens“, von der „aristotelischen Beweisführung“ als dem „entscheidenden Hindernis für wissenschaftlich-technischen Fortschritt“ und vom „selbstverschuldeten Problem der Stagnation, [das der aristotelischen Lehre innewohne]“.

 

Am 9. November 2006 veröffentlichte ich über

http://www.wbgrundmann.de/ebene3.htm

eine fünfseitige E-Mail an alle Mitglieder der FIGU zum Titel

Aristoteles – eine Arus-Inkarnation?

In ihr versuchte ich zu begründen, dass Aristoteles (384-322 v. Chr.) eine gezielte Inkarnation des „Gottesgeistes“ von Arus war. Im Wissen um die Geisteslehre sah Aristoteles seine Aufgabe offenbar darin, die von Sokrates (um 470-399 v. Chr.) begonnene und von Platon (427-347 v. Chr.) fortgesetzte allmähliche Verbreitung von Grundlagen der Geisteslehre zu verhindern. Ich verwies in meiner E-Mail auch auf die möglichen Quellen von Sokrates und Platon zur Geisteslehre. Eine von mir vermutete Quelle der Erkenntnisfortschritte von Sokrates dürfte die irdische Reingeistebene gewesen sein. Diese Ebene könnte im Rahmen ihrer Strategie zur „Ausschüttung des Heiligen Geistes“ Sokrates inspirativ zur dialektischen Methode geführt haben. Sokrates erwähnte eine „’dämonische Stimme’, von der er behauptete, daß nur er sie aus seiner Tiefe höre und daß sie ihn berate, wenn er eine Entscheidung zu treffen habe“ (vgl. Philosophenlexikon, Dietz Verlag, 1982, S. 856).

 

Ohne Kenntnis der von Sokrates verwandten dialektischen Methode und ohne Inspirationen durch die irdische Reingeistebene hätte Platon nach meiner Überzeugung niemals zur fundamentalen Bedeutung der „Dialektik als die Wissenschaft vom Wesentlichen, als Methode seiner Erkenntnis und als die höchste Wissenschaft“ finden können. Für ihn bildeten „Dialektik, Logik und Erkenntnistheorie“ eine „Einheit“. Sie sei die „Methode … zur Erreichung von maximaler Wahrhaftigkeit und des höchsten Gutes“ (vgl. ebd., S. 753).

 

Hingegen gilt Aristoteles als „der eigentliche Begründer der Wissenschaft der Logik“. Seine Erörterungen über die Logik und den Gang des Erkennens sind von dem materialistischen Gedanken durchdrungen, daß die Denkformen den Daseinsformen entsprechen.“ (Vgl. ebd., S. 46) Es stellt sich die Frage, ob Aristoteles auf hintergründige Weise mit seiner Lehre und im Wissen um die wahre Bedeutung der Dialektik die wissenschaftliche Gesamtentwicklung bewusst auf eine andere Spur führen wollte, als dies die Geisteslehre auf der Basis der Dialektik ermöglicht hätte. In der Tat wurde aus der „Logik des Aristoteles … eine tote Scholastik, obgleich er „überall … die Frage gerade der Dialektik stellt“ (vgl. ebd., S. 46/47)!

 

Nach einer Aussage des Plejaren Quetzal hatten die Lyraner, die Weganer und die Plejaren keinen Kontakt zu Aristoteles (vgl. SKB, S. 3429). Doch über welche geistigen Quellen verfügte Aristoteles? Dass er als Schüler von Platon sich zu dessen größtem Feind entwickelte, spricht für eine Unterstützung durch die höchste geistige Ebene der irdischen Dämonie. In ihrem Sinne galt es zur Zeit der Antike, die tendenzielle Negativentwicklung der Erdenmenschheit bei eingeschränkter Wissenschaftsentwicklung weiter voranzubringen, die Verbreitung wesentlicher Elemente der Geisteslehre grundsätzlich zu verhindern, zugleich aber die Entwicklung des dialektischen Denkens zu fördern. Der Erdenmenschheit sollte es zu gegebener Zeit ermöglicht werden, die grundlegenden Ursachen der irdischen Fehlentwicklung zu erkennen. Dem entsprach Aristoteles. Seine Lehre prägte die wissenschaftliche Entwicklung der Erdenmenschheit bis zum Mittelalter.

 

Während Aristoteles bei LaRouche noch moderat wegkommt, steigert er sich in der Einschätzung von Isaac Newton bis zur Diffamierung, indem er ihn als „Experten für Schwarze Magie“ und als „zweifelhafte englische Kreatur“ bezeichnet, um den „herum eine Art schäbiges Kultritual geschaffen“ wurde (vgl. Teil 1, Abschnitt „Eine gewisse Krise der Wissenschaften“, zweiter Absatz). Die „Behauptung, Isaac Newton habe die Gravitation entdeckt“, sei „typisch für die großen wissenschaftsfeindlichen Schwindel der Neuzeit“ (vgl. Teil 1, S. 8).

 

Im Abschnitt „Eine gewisse Krise der Wissenschaften“ des ersten Teiles seines Aufsatzes  erfahren wir von Lyndon LaRouche, wer der „eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft im 15. Jahrhundert“ war. Er benennt „Kardinal Nikolaus von Kues“ mit seiner De Docta Ignorantia. Kues habe „alle methodischen Bedingungen für eine moderne Naturwissenschaft“ eingeführt (vgl. Teil 1, S. 8). In seinen weiteren Ausführungen erläutert LaRouche, wer den Spuren des Nikolaus von Kues folgte, wer ihn bekämpfte oder einen anderen Weg einschlug. 

 

Zu jenen, die der Spur von Nikolaus von Kues folgten, zählt LaRouche insbesondere

-          Johannes Kepler, den er wegen der „ureigensten Entdeckung des Naturgesetzes der universellen Gravitation“ hervorhebt, was für ihn ein „Konzept“ darstelle, um „die Existenz des Universums“ verstehen zu lernen (vgl. Teil 1, Seite 7);

-          den Mathematiker und Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz, der „die klassische Dynamik … Ende des 17. Jahrhunderts in die neuzeitliche Wissenschaft einführte“ und „Riemann, Max Planck und Einstein“ vorwegnahm (vgl. Teil 2, Seite 8, Anmerkung 11);

-          den Mathematiker Bernhard Riemann, der „bereits erkannte, wie es gefährlich es für die Gesellschaft war, wenn man versuchte, die eigentliche Wissenschaft durch bloße Mathematik zu ersetzen, wie die Empiriker es sich anmaßten“ (vgl. Teil 1, Seite 7, Bildunterschrift);

-          „das Genie bei Albert Einstein und Max Planck“ (vgl. Teil 2, Seite 7), wobei es „im 20. Jahrhundert Albert Einstein“ gewesen sei, „der die wichtigsten Argumente für Keplers Einzigartigkeit bei der bahnbrechenden Entdeckung der solaren Gravitation lieferte“ (vgl. Teil 2, Seite 8).

 

Grundsätzliche Kritik übt LaRouche in emotionaler Form

-          am „Betrug mit der Grundmethode von Euklids Elementen“ als „wesentliches Hindernis für die Entwicklung der europäischen Wissenschaftsmethode“ (vgl. Teil 2, S. 7);

-          am „mittelalterlichen Irrationalisten William of Ockham“ und seinen Anhängern „im Kreis um Paolo Sarpi, dem Begründer des modernen Empirismus“ (vgl. Teil 1, Seite 8, Anmerkung 4), wobei er Paolo Sarpi als „abscheuliche Kreatur“ und „wahren Vater des britischen Imperialismus und der Übel“ bezeichnet, „die dieser bis zum heutigen Tag in der ganzen Welt verbreitet“ (vgl. Teil 2, Seite 7);

-          an den „Empiristen des 18. Jahrhunderts wie D’Alembert, Euler und Lagrange“ mit ihrer „[Argumentation] gegen Leibniz’ Kalkulus“ (vgl. Teil 1, Seite 8, Anmerkung 3);

-          am „Niedergang der wissenschaftlichen Lehre“, deren „wichtigste Marksteine“ die „‚Mechanik’ des Positivisten Ernst Mach und seiner unmittelbaren Nachfolger sowie später der numerologische Irrsinn der Sekte von Bertrand Russell und Anhängern von Russells erbärmlicher Principia Mathematica wie Norbert Wiener und John von Neumann“ gewesen seien (vgl. erster Teil, Abschnitt „Eine gewisse Krise der Wissenschaften“, zweiter Absatz).

 

In der Anmerkung 7 zum Teil 1 fasst LaRouche seine extrem kritische Auffassung noch einmal zusammen:

„Der Fortschritt der systemischen Entartung in der Entwicklung der europäischen Wissenschaftsmethode verlief vom ursprünglichen Empirismus von Paolo Sarpi und dem Schwindler Galileo über den Aufstieg des mechanistischen Betrugs, wie er mit dem Positivismus eines Ernst Mach verbunden ist, bis zum Tiefstpunkt des radikalen Reduktionismus, wie ihn die Numerologie solcher Anhänger des quasi satanischen Bertrand Russel wie Professor Norbert Wiener und John von Neumann verkörpert.“

 

Als „entscheidende strategische Frage“ betrachtet LaRouche „die wissenschaftlich-technische Überlegenheit einer wissenschaftlich verankerten Kultur sowohl gegenüber der Sterilität einer aristotelischen Tradition als auch gegenüber dem Surrogat für den Aristotelismus, dem mystischen Reduktionismus der empiristischen, positivistischen und existentialistischen Nachfolger Sarpis: dem modernen philosophischen Liberalismus“ (vgl. Teil 2, Seite 7). Ausführungen dazu bringt er im dritten und letzten Teil seines Aufsatzes, dem er die Zwischenüberschrift „Dichtung als Wissenschaft“ gibt. Worin er im Zusammenhang mit der Dichtung Wissenschaftlichkeit sieht, konnte ich nicht nachvollziehen.

 

Kennzeichnend für Lyndon LaRouche ist einerseits die nach außen wahrnehmbare und unmittelbar geäußerte Überzeugung der Bedeutung seiner eigenen Persönlichkeit. Wer hat schon zu Lebzeiten eine nach der eigenen Person benannte Jugendbewegung? Doch vielleicht tragen  meine Ausführungen bei, seine „Größe“ zu relativieren.

 

Wer sich intensiv mit der geistigen Beherrschung der Erdenmenschheit durch konkurrierende Hintergrundmächte befasst, dem wird schnell klar, dass sich hinter dem so selbstsicheren Lyndon LaRouche eine außerordentlich hoch stehende negativ dominante Intelligenz verbirgt, die ihn geistig geführt hat, ohne dass dies ihm bewusst sein dürfte. Es handelt sich um den Außerirdischen Ashtar Sheran alias Aruseak, einer der äußerst langlebigen leiblichen Söhne und größter Konkurrenten von JHWH Arus, dem „Gott“ der Erdenmenschheit. Ashtar Sheran wurde zum Kommandanten einer Weltraumflotte erhoben, konnte aber niemals in die Fußtapfen seines Vaters treten, der bis etwa 8400 Jahre v. Chr. der Gewaltherrscher über die Erde war. Wie wir von den Plejaren erfuhren, wurde Arus von seinem drittgeborenen Sohn Jehavon ermordet (vgl. SKB, S. 1061). Sein Geist wurde zum „Gottesgeist“ und „Herrn der Geister“ des irdischen Jenseits.

 

Dass sich hinter der scharfen kritischen, emotionalen Grundposition von LaRouche jener Ashtar Sheran alias Aruseak verbirgt, wird insbesondere an der derben Kritik von LaRouche an Aristoteles deutlich. Wie ich bereits ausführte, war Aristoteles nach meiner Einsicht eine Inkarnation des Gottesgeistes von Arus. Die große Selbstsicherheit von LaRouche könnte sich daraus erklären, dass er sich unbewusst nicht eingestehen will, geistig am Gängelband einer anderen weitaus größeren Intelligenz zu hängen.

 

Ob LaRouche analog anderen Geistesgrößen der Erdenmenschheit inspirativ geistig geführt und gar verführt wurde, wird uns die nahe Zukunft zeigen, etwa dann, wenn der Erdenmenschheit das wahre irdische Weltbild bekannt wird. Nach zwei Veröffentlichungen im Heft 252 des „Magazin 2000plus“ vom März 2008, die offenbar mit der Zustimmung von Ashtar Sheran erfolgten, ist die Erde eine Hohlkugel! Sie verfügt über eine innere Sonne! Die Innere Erde wird seit 10’000 Jahren von vielen Millionen hoch entwickelter Menschen außerirdischen Ursprungs bewohnt! Wenn diese fast unglaubliche Information zutreffen sollte – was soll der von LaRouche hervorgehobene Streit, ob Johannes Kepler oder Isaac Newton die Gravitation entdeckt hat (vgl. Teil 1, S. 8). Vielleicht gibt es gar keine Schwerkraft? Vielleicht müssen wir umdenken und akzeptieren, dass das dominante universelle Prinzip das Wirbelprinzip ist?

 

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