E-Mail am 09.04.2007, 01:46 Uhr, an info@figu.org              Veröffentlichung am 09.04.2007

 

Von Werner Grundmann         

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

           

Apostel der „effectiven Wahrheit“

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

                                          wer es noch nicht weiß und die vielen Bulletins und Sonder-Bulletins bisher verschmähte, der lese das am 7. April 2007 ins Netz gestellte FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 34, wo man endlich erfährt, dass es nicht nur die Wahrheit an sich gibt, sondern die „effective Wahrheit“ (vgl. S. 7 u. 9), die „wirkliche Wahrheit“ (S. 8). Die Vertreter der „effectiven Wahrheit“ sind der Plejare JHWH Ptaah und der Prophet der Neuzeit <Billy> Eduard Meier! Sie sind sozusagen die Wahrheitsapostel und daran erkennbar, dass sie „effective Wahrheiten“ ständig wiederholen, ohne sich um die Wahrheitsfindung durch andere zu kümmern.

 

Das Letztere ist ein wenig übertrieben. Nach „umfangreichen Analysen [in den Jahren 2003 bis 2006] … in bezug auf die Lügenfähigkeit der Erdenmenschen“ (vgl. S. 8) mussten die Plejaren eingestehen, dass sie „durch Lügen, Schwindel und Betrug“ von Erdenmenschen „unverschuldet falsche Aussagen“ trafen, die von ihnen „umgehend revidiert und richtiggestellt“ wurden, „nachdem sie durch die Lockerung ihrer Direktiven die effective Wahrheit zu ergründen vermochten.“ Also könne „ihnen nicht vorgeworfen werden, dass sie falsche Informationen verbreiten.“ (Vgl. S. 9) Billy präzisiert, dass „alle Aussagen und Erklärungen der Plejaren immer auf Wahrheit aufgebaut [waren], ausser den Angaben der angeblichen Kontakte und Begegnungen von Erdlingen mit Ausserirdischen“ (vgl. ebd.).

 

Aus dem Bekenntnis folgere ich, dass die Plejaren und Eduard Meier nach zwei Arten „effectiver Wahrheit“ unterscheiden: nach jener, die sie dank später Einsicht revidieren müssen, und jener, die sich nach dem Revidieren als neue „effective Wahrheit“ herausstellt. Doch ist damit schon ein Ende des Revidierens abzusehen? Was ist, wenn die Erdenmenschen ihre „Lügenfähigkeit“ von jenen erlernt haben, die sie vor 13'000 Jahren zeugten, wenn sich also bestimmte Abkömmlinge der Vorfahren der Plejaren auch heute noch hinter den „lügenhaften“ Erdenmenschen verbergen? Was für eine „effective Wahrheit“ wird sich dann herausstellen, wenn das „riesige Spinnennetz über dieser Erde“ (vgl. Ashtar Sheran: „Harmagedon“, S. 14) aufgerissen wird und die Wahrheit endlich zum Vorschein kommt? „Der BÖSE tritt nie direkt in Erscheinung. Er wird sich hüten, seine ‚Nichtexistenz’ in Gefahr zu bringen. Er legt keinen Wert auf ein Erkanntwerden.“ (Ebd., S. 19/20). Oder anders gesagt: Wenn die geistig außerordentlich hoch entwickelten Plejaren zeitweilig den Lügen der „dummen“ Erdenmenschen erlegen sind – wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie erst recht den Lügen gleichartig geistig entwickelter, negativ dominanter Außerirdischer erliegen? Vielleicht haben diese „Lügner“ insgeheim sogar entscheidend mitgewirkt, strenge Direktiven zur Verschleierung der „effectiven Wahrheit“ bei ihren Völkern durchzusetzen?

 

Ich stimme Ptaah zu, wenn er Billy mit den Worten zitiert: „Die Wahrheit ist eben einfach und irgendwie banal“ (vgl. S. 8). Doch dann sollten beide auch von sich selbst fordern, „bewusst ihre Vernunft und ihren Verstand zu gebrauchen“ (vgl. S. 8), was sie ja von den Erdenmenschen erwarten! Warum in die Ferne schweifen? Sieh’ die Wahrheit liegt so nah! Vielleicht findet sich die Wahrheit durch Ergründen der Fehlhandlungen der eigenen Vorfahren bzw. geistigen Vorgänger? Doch bisher verfuhren beide nach dem Prinzip: Je unglaubwürdiger die „Ursachen“ für das „Böse“ mittels „Verschwörungstheorien“ durch Erdenmenschen dargestellt wurden, umso mehr konnten beide deren geistige Ergüsse diffamieren und die veröffentlichten Ergebnisse etwa als „blanke Idiotien und schizophrene Wahngebilde bezeichnen“ (vgl. S. 7)!

 

JHWH Ptaah und Eduard Meier unterstellen den „unrealistischen“ Verschwörungstheoretikern in dem Sinne unlautere Motive, dass diese aus dem Schüren von Angst gegenüber Außerirdischen persönlichen Profit ziehen. Mehr noch: Regierungen und Rüstungsindustrie bedürfen nach ihrer Darstellung der „Bedrohung“ durch Außerirdische, um profitable Rüstungsprogramme durchzupeitschen (vgl. S. 3). Sicher spielt diese Problematik im Gesamtgeschehen eine wesentliche Rolle. Doch könnte es nicht sein, dass genau diese vordergründigen Ziele von den Hintergründigen, von den grauen Eminenzen, inspirativ genutzt werden, um – stellvertretend durch Erdenmenschen – ihre eigenen Ziele zu verfolgen, ohne selbst in Erscheinung zu treten? Aber es war noch nie eine Stärke von Ptaah und Eduard Meier, Zusammenhänge erforschen zu lassen und aufzuzeigen, die ihre Funktion als Apostel der Wahrheit in Frage stellen könnten!

 

Beide, Ptaah und Eduard Meier, sind auf einem Auge blind! Sie dichten den Menschen der Neuzeit Fähigkeiten an, die sie ohne fremde Unterstützung – gleich welcher Art – niemals in so kurzer Zeit erlangen könnten. JHWH Ptaah ordnet die neuen Fähigkeiten  ab den 1920er Jahren ein! Er spricht von „zu Robotern umfunktionierten Erdenmenschen“, von „Bewusstseinsprogammierung und Bewusstseinsveränderung“, von „nachgebauten Strahlschiffen“ und von der Anwendung der „Antigravitation“ (vgl. S. 2-3)! Die 1920er Jahren waren im Übrigen jene Zeit, als von Hintergrundkräften – entgegen den Zielstellungen der Plejaren – Adolf Hitler umgepolt wurde (vgl. SKB, S. 2973/2974)! Meint Ptaah wirklich, dass die damals agierenden geheimen Kräfte sich lediglich auf die Person Hitler konzentrierten? Er sollte darüber nachdenken, ob für ihn nicht auch eine gewisse Art von Gläubigkeit zutreffen könnte: „Doch Gläubige … lassen sich in der Regel nicht von der Wahrheit beeindrucken, sondern sie bleiben gläubig in dem gefangen, was sie sich … einbilden, weil das einfacher ist, als sich mit der wirklichen Wahrheit auseinandersetzen zu müssen.“ (Vgl. S. 7-8). Ptaahs „Gläubigkeit“ besteht in der Überzeugung: „Es kann nicht wahr sein, was nicht sein darf!“ Es kann insbesondere nicht sein, dass das „Böse“ letztlich ein Produkt des „Guten“ ist (vgl. S. 11)!

 

Am meisten hat mich verwundert, dass unter jenen „weltweiten Gruppierungen“, die sich die Angst der Erdenmenschen vor Außerirdischen finanziell zunutze machen, „ein gewisser Teil“ existiert, die dem „christlichen Sektierismus … verfallen“ ist, deren „Wahn … mit einem biblischen Weltuntergang verbunden“ ist. „Sie [tun] alles, um den Weg“ für das „göttliche Strafgericht sowie die Wiederkunft Christi zu beschleunigen“ (vgl. S. 5). Was für ein selbstmörderisches Verhalten und was für eine Dummheit! Von Kapitalverwertung im irdischen Jenseits habe ich bisher noch nichts gehört! Wenn ich allerdings von der Ähnlichkeit des Ashtar Sheran mit dem Christusbild ausgehe, von seiner extrem hohen Lebenserwartung, von seinem Bekenntnis, einer der Söhne Gottes zu sein, dann kann ich mir leicht vorstellen, dass er anstelle des Gekreuzigten „wiederkehren“ könnte. Dann wäre es nicht verwunderlich, wenn sich „ein gewisser Teil“ der „weltweiten Gruppierungen“, wenn sich nämlich die aktiven Kräfte des Ashtar Sheran um die Beschleunigung des apokalyptischen Geschehens bemühen. Schließlich braucht Ashtar Sheran alias Aruseak auch nach der Apokalypse hinreichend irdische und außerirdische Helfer! 

 

Dass die „effective Wahrheit“ nicht dadurch wahr wird, indem sie den Erdenmenschen immer wieder vorgehalten wird, bezeugt im neuen Sonder-Bulletin Nr. 34 an anderer Stelle auch Eduard Meier, indem er – zusammen mit Enjana – die Überbevölkerung der Erde erneut zum „Grundproblem“ für den Klimawandel erhebt, ohne zu erfragen, wodurch die Überbevölkerung bewirkt wird. Ich war auf diese Problematik bereits in zwei meiner Briefe eingegangen (Meier30.doc vom 22.02.2004 und in Meier80.doc vom 11.09.2004) und hatte wohl vergeblich versucht, auf die gesellschaftlichen Ursachen der Überbevölkerung aufmerksam zu machen. Es bleibt mir deshalb nur die Möglichkeit, beide Briefe auf meinen Web-Seiten zu veröffentlichen – wie ich es auch mit dem vorliegenden Brief halten werde.

 

Steter Tropfen höhlt den Stein – auch den Stein von Wahrheitsaposteln!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann                             Berlin, den 9. April 2008, 01:46 Uhr