E-Mail vom 23.06.2008, 22:00 Uhr, an info@figu.org und (über Cc:) an de@figu.org

Veröffentlichung am 23.06.2008

 

 

 

Von Werner Grundmann                                     Berlin, den 23. Juni 2008

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

 

Israel probte Angriff auf Iran - Nukleare Stimmungsmache!

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

          auch die neuesten Informationen vom vergangenen Wochenende ordnen sich in das vorgezeichnete Bild ein, auf das ich in zwei E-Mails am 14. Juni 2007 um 01:32 Uhr zu

Vortäuschen von Normalität oder Nichterkennen des Anormalen?

und am 15. Juni 2008 um 18:44 Uhr über das

Zeiten-Ende 2012?

verwiesen hatte. Beide Schreiben befassten sich mit der Vorbereitung jener angekündigten „Erdkatastrophe“, die in einem provozierten weltweiten Atomkrieg bestehen dürfte.

 

 

1. Israel probte Angriff auf Iran!

Das ist die erste Meldung, die Eduard Meier und die FIGU alarmieren müssten. Sie wurde von dpa mit dreiwöchiger Verspätung verbreitet und sowohl von der Berliner Zeitung als auch vom Neuen Deutschland am 21./22. Juni 2008 veröffentlicht.

 

Die Berliner Zeitung wählte am 21./22. Juni 2008 auf der Seite 7 die Überschrift

Israels Luftwaffe übt angeblich Angriff auf Iran.

Pentagon-Beamte sehen Atomanlage Natans als Ziel/

Griechenland bestätigt Manöver im Mittelmeer

 

Der Titel des Artikels vom 21./22. Juni 2008 des Neuen Deutschland auf der Seite 7 lautet:

Israel probte Angriff auf Iran.

Mehr als 100 Kampfflugzeuge bei Manöver über dem Mittelmeer.

 

 

In der Information der Berliner Zeitung vom 21./22. Juni 2008 heißt es auf der Seite 7:

>> Israel hat nach einem Bericht der «New York Times» während eines Großmanövers Bombenangriffe auf iranische Atomanlagen geprobt. Mehr als 100 Kampfflugzeuge vom Typ F-16 und F-15 sowie Rettungshubschrauber und Tankflugzeuge hätten an der Übung in der ersten Juniwoche über dem östlichen Mittelmeer und Griechenland teilgenommen, berichtete die «New York Times» am Freitag unter Berufung auf mehrere US-Regierungsbeamte. Die Regierung in Athen bestätigte, dass ein griechisch-israelisches Luftwaffenmanöver zwischen dem 25. Mai und dem 12. Juni im Gebiet der Mittelmeerinsel Kreta stattgefunden habe. Dabei seien auch Angriffe auf Bodenziele simuliert worden. …

Wie die «New York Times» weiter berichtete, sollen israelische Rettungshubschrauber und Tankflugzeuge während des Manövers rund 1500 Kilometer weit geflogen sein. Das sei die Entfernung zwischen Israel und den iranischen Atomanlagen in Natans. Das Blatt zitiert einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, wonach die Übung zwei Ziele hatte. Zum einen sollten die taktischen Details eines Luftangriffes wie beispielsweise das Betanken in der Luft geübt werden. Zum anderen habe Israel eine klare Botschaft an die USA, die Europäische Union, den Iran und andere Länder senden wollen, dass es auch auf eigene Faust reagieren werde, falls die diplomatischen Bemühungen zum Stopp des iranischen Atomprogramms ins Wanken geraten sollten. Verteidigungsminister Ehud Barak hatte jüngst in Zeitungsinterviews darauf hingewiesen, dass „alle Optionen auf dem Tisch“ seien. <<

 

Heute, am 23. Juni 2008, schreibt die Berliner Zeitung auf der Seite 7 unter

El Baradei warnt vor Angriff auf den Iran

IAEO-Chef droht mit Rücktritt

>> Der Chef der UN-Atomenergieorganisation (IAEO), Mohammed El Baradei, hat eindringlich vor Angriffen auf den Iran gewarnt. „Ein militärischer Angriff wäre schlimmer als alles andere“, sagte El Baradei in einem am Samstag ausgestrahlten Interview des TV-Senders El Arabija mit Blick auf die Drohungen aus den USA und Israel. „Er würde den Nahen Osten in einen Feuerball verwandeln.“ … El Baradeis Warnung bezog sich auf einen Bericht der New York Times, wonach die israelische Luftwaffe einen Großangriff auf den Iran in einem Manöver Ende Mai, Anfang Juni auf der Insel Kreta geübt habe. <<

 

 

2. US-Nuklearwaffen in Europa sind nicht sicher!

Neues Deutschland titelt heute, am 23.06.2008, auf der Seite 1:

Atombomben-Alarm zu Friedenszeiten

Studie belegt: US-Nuklearwaffen in Europa sind nicht sicher / LINKE fordert Verschrottung

 

René Heilig schreibt in diesem Beitrag:

>> Nicht erst seit den Anschlägen von 11. September 2001 gelten die US-Atomwaffendepots als ein besonders lukratives Angriffsziel für Terroristen. Weshalb sie angeblich unter besonderem Schutz stehen. Doch das scheint nicht zu stimmen.

Die Atomwaffendepots der USA in Europa entsprechen nach einer internen Studie der US-Air-Force nicht einmal minimalen Sicherheitsstandards. Das berichtet die weltweit angesehene Organisation Federation of American Scientists (FAS). Sie stützt sich dabei auf interne Analysen der Militärs.

Außerhalb der USA verfügen Washingtons Streitkräfte über Atomwaffenlager (zumindest) in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und der Türkei. …

Als erste Konsequenz aus der verheerenden Sicherheitsstudie plant das US-Militär angeblich, die Atomwaffen auf wenige europäische Stützpunkte zu konzentrieren. Die FAS-Experten schätzen, dass derzeit in europäischen NATO-Militärbasen insgesamt etwa 200 bis 350 US-Atombomben gelagert sind, darunter 10 bis 20 im Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel. Der Bundeswehrstützpunkt liegt in der Eifel. Seit Juli 2007 ist er der angeblich einzige Standort in Deutschland, an dem sich Atomwaffen befinden.

Die Atomwaffen unterstehen der US Air Force und der 139 Mann starken 702. Munition Support Squadron der 38. Munitions Maintenance Group. Im Kriegsfall erhält diese Einheit vom Präsidenten der Vereinigten Staaten die Freigabe für die nuklearen Waffen, die dann auch an Tornados des in Büchel stationierten Jagdbombergeschwaders 33 der Bundesluftwaffe angehängt werden können. Die Piloten dieses Geschwaders erhalten unter dem Stichwort nukleare Teilhabe eine spezielle Ausbildung zum Abwurf von atomaren Waffen der USA. …

Die nun aufgetauchte Studie war in Auftrag gegeben worden, nachdem im August 2007 sechs Atomsprengköpfe ohne Wissen der Luftwaffenführung quer durch die USA geflogen worden waren. Der B 52-Bomber transportierte die Massenvernichtungsmittel von einem Luftwaffenstützpunkt in North Dakota an der Grenze zu Kanada bis hinunter an die Golfküste nach Louisiana – ohne dass irgendwer in Militär- und Regierungshierarchie von der potenziell tödlichen Fracht wusste. … <<

 

In seiner Kolumne zu „Abschaffen“ führt René Heilig am 23.06.2008, auf der Seite 1 des Neuen Deutschland aus:

>> Es gab mal eine noch nicht so lange vergangene Zeit, da rechneten Spezialisten aus, wie viele Menschen – Kinder, Enkel, Freunde – sterben könnten. Nur weil einer den Finger krumm macht. Sie setzten die Anzahl der Menschen einfach ins Verhältnis zu den vorhandenen Massenvernichtungswaffen und rechneten so die Fläche der notwendigen Friedhöfe aus, auf denen niemand niemanden mehr bestatten kann.

Klar, das war pervers, doch logisch und abschreckend zugleich. Und so waren wir in Europa höchst befriedigt darüber, dass der Albtraum mit dem Verschwinden eines politischen Systems beendet schien. Doch er ist wieder da. In Zeiten asymmetrischer Kriegsführung braucht man gar keinen adäquaten Feind mehr, um das elende Vernichtungswerk in Gang zu setzen. Die einst zur Abschreckung vielleicht notwendigen Depots reichen als Bedrohung. Man sollte den US-Militärs diesmal wirklich glauben und überlegen: Was nützen Raketenabwehrprogramme, wenn sich nun die Machtmittel der sogenannten westlichen Zivilisation gegen jene wenden lassen, die sie gebaut haben und nun nicht mehr sichern und unterhalten können?!

Es gibt nur eine Lösung für das Problem: Die Atomwaffen müssen zurück in die USA und dort unter internationaler Kontrolle vernichtet werden. Die Technologie dazu wäre universal. Auch für Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Israel, Indien, Pakistan und all jene, die sich derzeit dem Atombombenwahn nähern. <<

 

 

Holger Schmale schreibt dazu auf der Seite 4 in der heutigen Berliner Zeitung unter „Schafft die Atomwaffen weg“ als „Lösung“:

>> … Abzug und Vernichtung aller in Deutschland stationierten Atomwaffen. Das wäre ein lohnendes Ziel für die außenpolitisch so engagierte Bundeskanzlerin. Dazu gehörte der Verzicht Deutschlands auf die „nukleare Teilhabe“. Hinter dieser feinen Formulierung verbirgt sich nichts anderes als die Bereitschaft, im Zweifel an einem Atomkrieg der Nato teilzunehmen. Ein solcher Schritt würde die Glaubwürdigkeit bei den anstehenden Abrüstungskonferenzen ebenso stärken wie gegenüber dem Iran, den die Atomwaffenbesitzer im Verdacht haben, Atomwaffen besitzen zu wollen. <<

 

 

3. Schlussfolgerungen

Die Meldungen der Medien in den vergangenen Tagen zeigen, dass die Möglichkeit des Einsatzes von Atomwaffen sowie die Gefahren aus ihrer Existenz wieder in das Bewusstsein der Menschen gebracht werden soll. Sollte dies von bestimmten Hintergrundkräften gesteuert worden sein – wovon ich ausgehe –, dann sprechen die Informationen für eine Doppelstrategie. Das Großmanöver von Ende Mai/Anfang Juni 2008 verweist zum ersten auf die Ernsthaftigkeit bestimmter Politiker und Militärs, zur Sicherung strategischer und wirtschaftlicher Interessen das Wagnis eines Atomwaffeneinsatzes gegen den Iran einzugehen. Diese Zielstellung dürfte zurzeit dominieren. Zugleich wird die Situation durch wirtschaftliche Zwänge gegenüber dem Iran zugespitzt.

 

Zum zweiten wird den Menschen bewusst gemacht, dass sie gegen die Lagerung von Atomwaffen in Europa vorgehen und sich für die Vernichtung von Atomwaffen einsetzen sollen. Ihnen wird Hoffnung gemacht, dieses Kapitel Militärpolitik aus der Zeit des kalten Krieges abschließen zu können.

 

Doch die Gesamtproblematik wird offen gehalten! Sie können sich, liebe FIGU-Mitglieder, selbst beantworten, an wen von den Hintergrundmächten bei der Offenhaltung gedacht wird!

Es gibt allerdings auch noch einen dritten Weg, den der „ungeheuren Raffinesse und negativen Schläue“:

Letztlich könnten – um gewissen Politikern ihr Gesicht wahren zu lassen – nach „Sicherheitsmängeln“ „Terroristen“ oder andere Verantwortungslose Auslöser eines atomaren Weltkrieges werden! Alle „Optionen“ sollen offen bleiben – so lange sich Eduard Meier nicht bewegt!

 

Ich bin in guter Hoffnung, liebe FIGU-Mitglieder, dass Sie dieses Mal schneller als „Billy“ sind!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann                                 Berlin, den 23.06.2008, 22:00 Uhr