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MeierpolSelbstbWBG.doc                 abrufbare Veröffentlichung am 12.06.09

 

Von Werner Grundmann                                       Berlin, den 11. Juni 2009

 

an Eduard Meier, FIGU, Schweiz

 

 

Politische Selbstbeschränkung?

 – Offener Brief –

 

Sehr geehrter Herr Meier,

         zunächst danke ich Ihnen, dass Sie es mir ermöglicht haben, die FIGU in der Schweiz über das Internet wieder zu erreichen. Doch ich bitte Sie, mir dies auch hinsichtlich des Kontaktes zur Süddeutschen Studiengruppe zu sichern, über die ich bisher die Veröffentlichungen der FIGU bezog. Leider war es mir bisher nicht möglich, den „Kelch der Wahrheit“ als Buch bei der SdSG zu bestellen. Unabhängig davon war es überaus wertvoll für mich, den Inhalt Ihres neuen Buches am 14.11.2008 im Download zu übernehmen.

 

Im FIGU-Bulletin Nr. 67 vom Juni 2009 äußerten Sie sich auf der Seite 22 zusammen mit Jschwisch Ptaah von den Plejaren zu Ihrer auf Nokodemion zurückgehenden politischen Neutralität. Nach der Prüfung Ihrer Aussagen begann ich in Anbetracht der heutigen zugespitzten Situation an diesem Grundsatz zu zweifeln. Ich kam zur Frage, ob das generelle Heraushalten aus der Politik seit Nokodemions Zeiten eine grundlegende Ursache dafür war, warum die Entwicklung von Völkern Nokodemion zu „universellen Monstern“ nicht aufgehalten werden konnte, warum es zu jener universellen Fehlentwicklung kam, von der letztlich auch unsere Erde betroffen ist. Die Problematik sehe ich darin, dass Menschen, die sich bewusst politisch nicht engagieren, auch nicht zielgerichtet nach einer realistischen politischen Lösung suchen. Sie finden deshalb auch nicht die Ursachen, warum es zu Ausartungen in der Entwicklung von Völkern und Menschheiten kommt. Die Unverständlichkeit politischer Neutralität fiel mir besonders bei jenen geistigen Nachfolgern von Nokodemion auf, die zusammen mit Eroberern zur Erde kamen, wie bei jenem Jmmanuel, der vor etwa 389'000 Jahren unter Jschwisch Larus als erster Prophet die Geisteslehre zur Erde brachte (vgl. SKB, S. 2551 u. 2686), und bei Henok, der vor 13'000 Jahren zu den Begleitern des Eroberers Jschwisch Arus gehörte (vgl. OM, S. 137/138).

 

Es stellt sich die Frage, ob ein Kompromiss in dem Sinne möglich ist, den Grundsatz der politischen Neutralität zu wahren, zugleich aber neue Strukturen aufzubauen, die es schrittweise unter Wahrung voller Demokratie ermöglichen, die entartete Gesellschaftsordnung zu überwinden. Ich sehe einen Weg darin, dass auf freiwilliger, demokratischer Basis im Rahmen der bestehenden Ordnung gezielt Gemeinschaften geschaffen werden, die die Arbeitslosen, also die für die Wirtschaft „Überflüssigen“, auffangen und ihrem Leben dadurch einen neuen Sinn geben, dass sie das Nichtwirtschaftliche, wie den Überhang an Bausubstanz, an still gelegten Flächen und an Wegwerfprodukten, auf neue ökonomische Weise im Sinne der rationellen Befriedigung vor allem ihrer Grundbedürfnisse gemeinschaftlich nutzen, einschließlich des Bedürfnisses nach einer gesunden Umwelt. Wenn sich diese Menschen primär bedürfnis- und nicht wertorientiert verhalten, wenn sie intern streng demokratisch, autark und zudem schöpfungskonform agieren, wenn die Gemeinschaften kooperieren, können sie zu Vorbildern für die anderen Menschen werden, die der Herrschaft des Kapitals unterliegen.

 

Die beschriebenen Gemeinschaften, die als Zellen der Gemeinschaftsökonomie bezeichnet werden könnten, werden von der kapitalistischen Gesellschaft deshalb toleriert werden, weil sie die Gesellschaft in bestimmter Hinsicht von Leistungen gegenüber den Ausgegliederten entlasten, weil sie zumindest einen Teil des „Unnützen“ erhalten und pflegen und weil sich deren Tätigkeit nicht unmittelbar gegen bestehende Herrschaftsstrukturen und Eigentumsverhältnisse richtet. Von diesen Gemeinschaften gehen auch keine Attacken gegenüber den Herrschenden und Vermögenden aus. Sie wirken auf die Gesellschaft lediglich aus sich selbst heraus. Doch sie können sich verbünden und höher organisierte Strukturen bilden. Sie können ausstrahlen und so auf indirekte Weise die Entscheidungen in den bürgerlichen Volksvertretungen beeinflussen.

 

Es spricht nichts dagegen, dass sich linke Parteien für die gezielte Schaffung derartiger Gemeinschaften einsetzen und in den Volksvertretungen eine entsprechende Politik vertreten, ohne dass die Autarkie dieser Gemeinschaften berührt wird. Es spricht auch nichts dagegen, diese linken Parteien über die Wahlen zu den Volksvertretungen zu stärken, um ihnen die Möglichkeit zu geben, die Schaffung einer hierarchischen Gemeinschaftsordnung schrittweise anzustreben. Zudem könnte die Bildung und Entwicklung der neuen Strukturen durch progressive Parteien sowie durch unabhängige Wissenschaftler theoretisch unterstützt werden, wobei entscheidend sein dürfte, die Gleichsetzung von Wirtschaftlichkeit und Ökonomie abzuweisen und Ökonomie im Sinne von rationeller Bedürfnisbefriedigung unter gemeinschaftlichen Bedingungen als wahre Ökonomie zu propagieren.

 

Meines Erachtens ist folglich das Prinzip der Nichteinmischung der FIGU in die Politik zwar richtig; es schließt aber nicht aus, etwas Neues zu kreieren, das der bestehenden vom Kapital, vom Privateigentum und Privatbesitz dominierten Gesellschaftsordnung sukzessive die Basis entzieht. Geschieht dies nicht, kommt es zu all den Auswüchsen, die eine Bereicherungs- und Verarmungsgesellschaft in sich birgt – bis zur Entwicklung universeller Monster und bis zur möglichen Selbstvernichtung durch eine globale Katastrophe! Dabei ist es meines Erachtens illusorisch, auf die Einsicht und das Verhalten des Einzelnen zu hoffen; denn alle Menschen sind in einem solchen System gefangen. Das war offenbar bereits zu Nokodemions Zeiten so. Eine kollektive Bestrafung entarteter Völker konnte schon deshalb nicht der richtige Weg sein, weil der Systemzwang und dessen (privat-)ökonomische Verursachung nicht erkannt wurden.

 

Einer Ihrer geistigen Vorgänger hat den Plejaren durch die Vermittlung von Kenntnissen zur Schaffung und Anwendung von Multiplikatoren einen Weg gewiesen, um eine bestehende gesellschaftliche Krise zu überwinden. Dies führte zwar zum Ziel, war aber meines Erachtens lediglich eine Hilfslösung, eine Notlösung, weil sie von einer einzigen wissenden Person abhing. Wir sollten stattdessen nach einer Lösung suchen, die dem jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungsstand entspricht.

 

Aus den dargelegten Gründen bitte ich Sie, sehr geehrter Herr Meier, Ihre Position zur strikten politischen Neutralität zu überprüfen.

 

Hochachtungsvoll

 

Werner Grundmann                                      Berlin, den 11.06.2009, 22:17 Uhr

 

 

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