Anhang an die E-Mail am 13.02.2003, 01:44 Uhr, an hans.lanzendorfer@figu.org 

Veröffentlichung am 22.09.2007

 

 

Von

Werner Grundmann                                                          Berlin, den 12.02.2003

...

                                                                      

Herrn

Hans Georg Lanzendorfer

FIGU

 

Über Logik und Dialektik

 

Sehr geehrter Herr Lanzendorfer,

 

herzlichen Dank für Ihre E-Mail vom 26. Januar 2003. Nach Ihrem Schreiben ist mir ein wenig Hoffnung geblieben, dass mein Vorschlag im Brief vom 22. Januar an Billy Meier zu einer Zeitreise zu Henoch aufgegriffen wurde. Es könnte ja sein, dass Billy an seinem 66. Geburtstag von unseren außerirdischen Freunden Besuch erhielt.

 

Ausgehend von Ihren wenigen Zeilen erlaube ich mir, auf eine Aussage, die Sie wohl grundsätzlich vertreten, besonders einzugehen. Sie behaupten, dass „einzig durch logisches Nachdenken und demgemässes Handeln in der Gegenwart“ „die Menschheit ihren Planeten ... verändern wird“. Eine solche das logische Denken derart verabsolutierende Auffassung halte ich für sehr fragwürdig. Ich bezweifle ernsthaft, dass Sie mit einer derartigen Einstellung die Erfüllung der Mission von Billy Meier bestmöglich unterstützen können. Was Sie als selbstverständlich betrachten, könnte sich bei genauerem Hinsehen insofern als problematisch erweisen, weil Sie mit Ihrer Aussage unterstellen, dass allein Logik zur Wahrheit und zum richtigen Handeln führt. Nachfolgend möchte ich versuchen, meine Zweifel zu begründen. Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass allein durch logisches Denken die Realität nicht ausreichend erklärt werden kann. Dazu betrachte ich zunächst als einfaches Beispiel die Erziehung eines Sohnes durch seinen Vater. Ich bitte Sie, meiner Begründung zu folgen, über sie nachzudenken und mir ggf. Ihre Gegenargumente mitzuteilen.

 

Es ist sicherlich nach Ihrer Auffassung „logisch“, dass der Vater ausgehend von seiner Verantwortung und auf Basis seiner geistigen Überlegenheit über jene Voraussetzungen verfügt, um (zusammen mit der Mutter) den Sohn zu erziehen. Und der Vater wird dies i. allg. auch so empfinden und wollen. Aber reicht diese Betrachtung aus? Erzieht nicht auch der Sohn seinen Vater, indem er ihn mit seinen kindlich-logischen Fragen herausfordert und auf ihn einwirkt, richtige Antworten zu geben, nach der Wahrheit zu suchen bzw. sich unter Umständen auch zum Nichtwissen zu bekennen? Bedeutet eine wissentlich falsche Antwort oder ein Verheimlichen eigener Unwissenheit nicht irgendwann Vertrauensverlust und Störung der Vater-Sohn-Beziehung? Es gibt folglich eine Wechselwirkung zwischen beiden, die man nur bedingt logisch, wohl aber dialektisch erklären kann. Derartige Wechselwirkungen gibt es auch in der unbelebten Natur: Nicht nur die Erde zieht den Mond an, auch der Mond die Erde, wobei die Gezeiten entstehen. Beide kreisen um ein gemeinsames Zentrum.

 

Gehen wir noch ein Stück weiter: Ein fünfjähriger Sohn fragt – wie ich es selbst erlebt habe – seinen Vater: „Ein Baby kann doch nicht gleich so groß sein?!“ Die logische Antwort wäre: „Nein!“ Aber damit kann sich doch der Sohn nicht zufrieden geben! Er fragt zwar weiter, ist aber letztlich unfähig, die Fragen überhaupt so zu stellen, dass für ihn eine einsichtige, eine  „logische“ Antwort des Vaters herauskommt. Um den wissbegierigen Sohn zufrieden zu stellen, ist es zwingend erforderlich, dass der Vater den entscheidenden Zusammenhang der Entstehung eines Babys in einfachen Worten selbst erläutert! Das Logische reicht nicht mehr aus! Dass sich aus der befruchteten Eizelle etwas qualitativ Neues, ein neuer Mensch, entwickelt, hat mit Logik überhaupt nichts zu tun! Analoges gilt für die Begeistung am 21. Tag nach der Befruchtung. Die verschiedenen (gegensätzlichen) Qualitäten, zuerst das Weibliche und das Männliche, dann das Körperliche und das Geistige, verbinden sich zu etwas Neuem, aus dem ein Individuum entsteht. Auch dies kann nur teilweise „logisch“ erklärt werden. Die Dialektik bezeichnet das neu Entstandene als „Einheit der Gegensätze“. In der Kybernetik spricht man von einer neuen Ganzheit, von einem (lebenden) „System“, das sich bis zu seinem Tod, also seiner Auflösung, fortlaufend weiter entwickelt. Ich frage Sie: Kann man die Vereinigung von gegensätzlichen Qualitäten als „logisch“ bezeichnen?

 

Es ist bemerkenswert, dass auch jene Fachleute, die zu den besten logischen Denkern gehören, die Mathematiker, bewusst oder unbewusst nicht nur logisch vorgehen. Der logischen Beweisführung wird eine Behauptung, ein „Satz“, vorangestellt, der nichts anderes darstellt als ein angenommener formaler oder inhaltlicher Zusammenhang. Ihn zu entdecken, setzt einen Erkenntnisprozess voraus, der i. allg. sowohl dialektisches als auch logisches Denken erfordert. Das eigentlich Schwierige ist es zumeist, einen bisher nicht erkannten Zusammenhang überhaupt aufzuspüren, abzugrenzen sowie in seinen grundlegenden Strukturen und Qualitäten zu beschreiben. Das aber setzt unter Umständen sowohl naturwissenschaftliche Grundlagenforschung und Systemanalyse als auch dialektisches und logisches Denken voraus. Dabei existieren die dialektischen Wechselwirkungen zum einen innerhalb des Systems als auch – zur Existenzerhaltung und Kommunikation – nach außen. Wie schwierig es für die Wissenschaftler einer Zivilisation sein kann, das eigene Lebenssystem in seiner Ganzheit zu erkennen, zeigt unsere Menschheit, die noch weit davon entfernt ist, Feinstofflichkeit und das irdische Jenseits als real existent nachzuweisen sowie Jenseits und Diesseits als einander bedingende Einheit zu begreifen. Es könnte sich allerdings als „logisch“ erweisen, dass der Charakter der Erdenmenschheit als derzeit kriegerischste in unserem Universum vom Charakter ihres Jenseits bestimmt wird!

 

Da dialektische Wechselwirkungen i. allg. an Systeme gebunden sind und sich Systeme entwickeln, ist dialektisches Denken auch zum Verstehen historischer Prozesse erforderlich. Erst aus dem Begreifen des Historischen und der entsprechenden Entwicklungsgesetze sowie aus dem Erkennen der grundlegenden Ursachen einer Entwicklung können in bestimmten Fällen mittels dialektischer und logischer Denkweise Schritte eingeleitet werden, die eine weitere Fehlentwicklung verhindern. So z. B. ist es für die heutige Menschheit außerordentlich bedeutsam, die grundlegenden Ursachen des Klimawandels zu erkennen und entsprechende Schritte einzuleiten, um einer Klimakatastrophe überhaupt noch zu entgehen. Der Klimawandel ist meines Erachtens nicht primär in der Übervölkerung der Erde zu suchen, sondern in den gesellschaftlichen Verhältnissen, die Bereicherung auf Kosten der „Umwelt“ faktisch unbeschränkt zulassen. Die kapitalistische Bereicherungsgesellschaft in ihrer Gesamtheit und die von ihr insbesondere in den Ländern der so genannten Dritten Welt ausgelösten sozialen Probleme sind es vor allem, die eine Übervölkerung der Erde provozieren. Mir ist bekannt, dass die FIGU zu dieser Problematik eine andere Auffassung vertritt. Aber was für andere Welten zutrifft, muss nicht auf die Erde übertragbar sein, denn sie ist ja ein Ausnahmeplanet! Diese Ausnahmestellung primär auf die Genmanipulation zurückzuführen, erklärt z. B. nicht, warum sich hoch entwickelte Kulturen von eingewanderten nicht genmanipulierten Außerirdischen in den vergangenen 65'000 Jahren mehrfach gegenseitig vernichteten.

 

Dass eine Klimakatastrophe bei Nichtbeseitigung der grundlegenden Entstehungsursachen und ohne prinzipiell neuen wissenschaftlich-technischen Fortschritt zwangsläufig zustande kommt, ist auch ohne spezifisches fachliches Wissen vorhersehbar, weil entsprechend einem dialektischen Entwicklungsgesetz ein „Qualitätssprung“ – in diesem Falle zum Negativen hin – dann eintritt, wenn ausreichend viele Quantitäten, d. h. Anteile Klima verändernder Gase, in der Atmosphäre angehäuft wurden. Die Natur hilft sich dann selbst. Es kommt zu einer „Negation der Negation“, wie die Dialektiker sagen: Jene Spezies, die die negative Entwicklung verursacht hat, negiert sich selbst.

 

So wie es ein Anhäufen des Negativen und dadurch ausgelöste Katastrophen in der Natur geben kann, so auch im Zusammenleben von Menschen. Durch das Zusammenballen des „Bösen“ in Gefängnissen, forciert sich in gegenseitiger Auseinandersetzung zumindest für einen Teil der Gefangenen das Aggressive und Herrschsüchtige. Ein erheblicher Teil der Entlassenen wird wieder straffällig, teils in erhöhtem Maße, wenn es die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht ermöglichen, zum Positiven zu finden. Eine analoge Entwicklung kann sich meines Erachtens auch auf einem bisher unbewohnten Planeten vollziehen, wenn über längere Zeit Straftäter ausgesetzt werden, die unter unwirtlichen Bedingungen einen harten Überlebenskampf führen müssen. Da in diesem Falle ein positiver Einfluss einer intakten Gesellschaft bzw. Gemeinschaft fehlt, sind immer stärkere Entartungen möglich, wobei sich die brutalsten und rücksichtslosesten Individuen durchsetzen können. Deren Geistformen gehen dann ohne „Läuterung“ in das entstehende Jenseits ein! Ermöglichen zudem die Umstände auf dem Planeten eine Vermehrung der Bevölkerung, werden auch die „böse“ gebliebenen Geistformen in eine Welt inkarniert, in der sie zur „Läuterung“ kaum Chancen haben. Unter diesen Bedingungen kann eine Selbstentwicklung zum Negativen in Gang gesetzt werden, durch die sich im Verlaufe von Millionen Jahren negativ dominante Intelligenzen auch im jeweiligen Jenseits als führende Kräfte herausbilden, die den zur „Läuterung“ bestimmten Planeten als den ihren betrachten. Diese Intelligenzen sind zwangsläufig an „ihren Planeten“ gebunden, und sie werden ihn deshalb auch gegen positiv dominante „Eindringlinge“ von außerhalb mit all ihren spezifischen Mitteln unter Nutzung ihrer inkarnierten Helfer verteidigen. Ihre Mittel entsprechen ihrer relativen Schwäche. Insbesondere verfügen sie über relativ wenige eigene inkarnierte Kräfte, die zur Unterwanderung eingesetzt werden können, etwa um Kriege zur gegenseitigen Vernichtung der „Eindringlinge“ zu provozieren (wie im Falle der Völker von Atlantis und Mu), oder um „Naturkatastrophen“ durch die Steuerung von Weltraumkörpern auszulösen oder um „unbekannte“ Krankheiten zu verbreiten. Die moderne Form der Unterwanderung nutzt die Anwendung des auf das Geistige übertragenen Prinzips des Teile und Herrsche, indem verschiedene „wahre“ Religionen verbreitet werden, die die sich entwickelnden Kulturen in Kriege gegeneinander stürzen. Auch wenn die meisten Menschen der jeweiligen Zivilisation einen Weg entsprechend schöpferischen Zielstellungen gehen, haben sie letztlich keine Chance gegenüber der negativen Dominanz des „Bösen“ aus dem eigenen Jenseits, weil das „Böse“ so lang geistig überlegen bleibt, wie seine Existenz und die grundlegende Ursache der Fehlentwicklung der jeweiligen Schöpfung nicht erkannt werden. Diese Ursache zu erkennen, erfordert aber auch, nach äußeren Gründe zu suchen, die die Fehlentwicklung über Millionen von Jahren ausgelöst haben könnte. Eine schöpferisch sinnvolle Lösung des Problems kann dann wohl nur in einer einvernehmlichen Auflösung der Strukturen des „Bösen“ bestehen. Andernfalls könnten kosmische Katastrophen provoziert werden, wie z. B. das nur 5600 Lichtjahre entfernte „Gottesauge“ (vgl. SKB, S. 239 und 273/274)!

 

Nach diesen ersten Darlegungen frage ich Sie, ob Sie meine Auffassungen weiterhin als „esotherisch“, „fanatisch“, „mystisch“  oder dergleichen bezeichnen. Ich finde, sie haben – ausgehend von dem, was uns Billy und die Plejaren beigebracht haben – ihre eigene Logik, auch wenn sie ohne dialektisches Denken nur schwierig nachvollzogen werden kann.

 

Die Dialektik ist nach marxistischer Definition die „Wissenschaft von den allgemeinsten Bewegungs- und Entwicklungsgesetzen der Natur, der Gesellschaft und des Denkens“. Dialektisches Denken ist sehr alt und geht schon auf Platon und Heraklit zurück, die es vermutlich  von jenen Nachfahren aus Klein-Atlantis übernommen hatten, die die Explosion des Santorin überlebten und nach Griechenland geflüchtet waren (vgl. SKB, S. 801). Friedrich Engels bezeichnete die alten Griechen als die „geborenen Dialektiker“. Dennoch wird dialektisches Denken von recht wenigen Wissenschaftlern in ihrer Arbeit und wohl nur von sehr wenigen unserer Menschen im täglichen Leben aktiv beherrscht.

 

Es hat mich immer wieder verwundert, dass in den Semjase-Kontakt-Berichten von Seiten der geistig so hoch entwickelten Plejaren der Begriff der Dialektik keine Rolle spielt, ebenso wenig die Person unseres wohl größten dialektischen Denkers, Karl Marx. Stattdessen wird an mehreren Stellen deutlich, dass die Plejaren das logische Denken und ein daraus abgeleitetes Vorgehen als das einzig Richtige betrachten. Die Gespräche zwischen Semjase und Billy Meier zeigen immer wieder, dass sich Semjase „streng logisch“ verhält, indem sie auf die Fragen von Billy genau das und nur das antwortet, was nach ihrer Auffassung der Logik entspricht. Sie reagiert zuweilen gar ein wenig beleidigend, wenn Billy nachfragt und versucht, sie anzuregen, auf den betreffenden Zusammenhang einzugehen. Fragen, die ihrer strengen Logik nicht entsprechen, bezeichnet sie als „unlogisch“ (vgl. SKB, S. 897) oder gar als „unlogisch und dumm“ (vgl. SKB, S. 725), wobei sie ungehalten werden kann oder gar die Kontrolle über sich verliert, wie sie eingesteht (vgl. ebd., S. 727). Welches Hin und Her sich zuweilen in den Gesprächen zwischen Semjase und Billy Meier ergab, zeigt der Beginn des einundsechzigsten Kontaktes vom 29.7.1976 (SKB, S. 896 bis 898), wo es Billy darum ging, die Abfolge der „wichtigsten, natürlichen und auch durch Menschen ausgelösten Katastrophen ... vom Zeitpunkt weg, da Mu und Atlantis zerstört wurden“, aufzuhellen (vgl. ebd., S. 897/898). Das Ergebnis des Gesprächs war unbefriedigend, aber auch spätere Ausführungen, diesmal von Quetzal, enthielten noch einen schlimmen formalen Fehler (vgl. SKB, S. 2138-2140). Wie wichtig es aber sein könnte, den wahren historischen Zusammenhang der damaligen apokalyptischen Ereignisse aufzuklären, habe ich versucht, im Anhang 1 zur Erzväter-Tabelle anzudeuten. Danach fand die (biblische) Groß-Sintflut schon 23 Jahre vor der Vernichtung von Atlantis statt. Sie war vermutlich kein natürliches Ereignis und wurde mittels des „Zerstörers“ auf indirekte Weise provoziert.

 

Den Begriff Dialektik habe ich bei den Plejaren bisher nicht gefunden, wohl aber bei Billy Meier. In einem Gespräch lobte er in einem Falle die Darlegungen von Ptaah als „dialektisch“, weil dieser nicht nur spezifische Antworten gab (vgl. SKB, S. 2639)!

 

Es erhebt sich die Frage, warum eine geistig unterentwickelte Zivilisation wie die irdische in höherer Qualität zum dialektischen Denken fand als die Zivilisation der Plejaren, die uns in anderer Hinsicht geistig um Millionen Jahre voraus ist. Dies rational aus der Eigenentwicklung der Erdenmenschheit erklären zu wollen, ist offenbar unmöglich. Aber vielleicht muss die Frage aus einem anderen Blickwinkel und insbesondere aus übergeordneter Sicht gestellt werden?

 

Wenn wir zunächst die irdische Seite beleuchten, sollten wir vielleicht danach fragen, warum die Schöpfung die Geisteslehre und das dialektische Denken so früh zur Erde gebracht hat? Welche Erkenntnisse fördert und erwartet die Schöpfung von den Erdenmenschen? Welche Erkenntnisse könnten in ihrer Bedeutung weit über die Sicherung unserer eigenen Existenz hinaus reichen? Geht vielleicht von der Erde eine große, eine universelle Gefahr aus, deren grundlegende Ursache erkannt werden soll? Wenn ja – worin besteht diese Gefahr und woraus resultiert sie? Zu fragen ist aber auch, welche geistigen Mittel gebraucht werden, um die Gefahr und ihre Entstehung ursächlich zu erkennen sowie sie in schöpfungskonformer Weise aufzulösen.

 

Wenn wir von der Denk- und Verhaltensweise sowie von den Erfahrungen unserer außerirdischen Helfer von den Plejaren ausgehen, könnte gefragt werden, was aus der Sicht der universellen Schöpfung getan werden müsste, falls eine Zivilisation über Millionen von Jahren das Deportieren von Straftätern praktiziert, dabei das universelle Gesetz der Einheit von Gut und Böse verletzt und trotz äußerst schwerwiegender eigener Erfahrungen nicht gewillt oder in der Lage ist, die eigenen Fehlhandlungen als solche zu erkennen, aus deren Fehlwirkungen zu lernen und die entstandenen Krisenherde auflösen zu helfen?

 

Die Gefahren, die von der Erde ausgehen, wurden von Asket, von den Plejaren und von Billy Meier hinreichend beschrieben. Dass unsere Menschheit in selbstzerstörerischer Weise auf eine apokalyptische Katastrophe zustrebt, spüren viele unserer Menschen auch ohne spezifisches Wissen. Könnte es nicht sein, dass die Schöpfung jene Menschheit, die heute unter den Fehlwirkungen weit zurückliegender Fehlhandlungen am meisten leidet, dazu auserwählt hat, sie bei der Suche nach den grundlegenden Ursachen ihrer planetaren Fehlentwicklung zu unterstützen? Und wenn dies so wäre – über welche Kenntnisse und Fähigkeiten müsste diese irdische Menschheit verfügen?

 

Sollte sich die Existenz einer durch Deportationen außerirdischer Straftäter entstandenen Dämonie im irdischen Jenseits bestätigen, dann dürften es die folgenden vier grundlegenden Voraussetzungen sein, die den Erdenmenschen diese Erkenntnis ermöglichte:

 

-    Erstens musste die Geisteslehre bekannt sein, denn ohne ein gesichertes Wissen zur objektiven Existenz von (schöpferisch agierenden) hoch entwickelten Geistformen wäre es unmöglich gewesen zu folgern, dass auch schöpfungsfeindliche (hoch entwickelte) Geistformen existieren könnten. Die Geisteslehre wurde bereits vor 389‘000 Jahren erstmalig zur Erde gebracht, vermutlich bei einem Besiedlungsversuch unter der Jschrisch Pleja (vgl. SKB, S. 1057)! Aber erst 200'000 Jahre später kamen die ersten „Genmanipulierten und deren Wohlgesinnte ins SOL-System“ (vgl. FIGU-Bulletin Nr. 37, S. 13). Der Besiedlungsversuch der drei Planeten Erde, Malona und Mars unter Pleja scheiterte nach wenigen Jahren, weil die Planeten „noch äußerst unwirtlich und lebensfeindlich“ waren (vgl. SKB, S. 1057). An anderer Stelle spricht Semjase  von „unwirtlich und oft feindlich“ (vgl. SKB, S. 39).

 

-   Zweitens musste die Vorgeschichte der irdischen Menschheit und unserer außerirdischen Vorfahren mit all ihren apokalyptischen Ereignissen und schwerwiegenden Einschnitten bekannt sein – so wie sie von den Plejaren und Billy Meier dargestellt wurde. Diese Informationen waren vor allem deshalb wesentlich, weil sich aus ihrer zusammenhängenden historischen Betrachtung eine eigenständige, tendenziell sich zuspitzende Entwicklung der irdischen Dämonie erkennen lässt.

 

-   Drittens war es notwendig, das dialektische Denken so weit zu beherrschen, um die Möglichkeit von Ausnahmen zum vorgeblich unumschränkt gültigen „schöpferischen Evolutionsgesetz“ überhaupt in Erwägung zu ziehen. Die Aussage von Quetzal, dass das „schöpferische Evolutionsgesetz für alle Zeiten Gültigkeit besitzt und keinerlei Aenderungen jemals unterworfen ist“ (vgl. Semjase-Kontakt-Berichte, S. 558), ist in seiner verabsolutierten Formulierung als undialektisch abzuweisen, weil damit mögliche schöpfungsfeindliche Fehlentwicklungen aus dem Verletzen anderer universell gültiger Gesetze, wie dem Gesetz der Einheit von „Gut“ und „Böse“, ausgeschlossen werden. Es reicht nicht aus, das Entstehen eines Anti-Logos allein subjektiv erklären zu wollen.

 

-   Viertens bedurfte es der (verschlüsselten) Veröffentlichung von Selbstzeugnissen der irdischen Dämonie, ferner ihrer Zuspitzung der apokalyptischen Drohung, letztlich aber eines glaubwürdigen Bekenntnisses, ihre eigenen Strukturen aufzulösen. Am stärksten ausgeprägt dürfte das Selbstzeugnis in den Schriften („Botschaften“) des Ashtar Sheran enthalten sein, die den Plejaren wohlbekannt sind, deren Sinn sie jedoch laut Semjase wegen der Mischung von „enorm viel Wissen“ und „sehr fremden und unwahren Dingen“ nicht zu erfassen vermochten (vgl. SKB, S. 434). Die bisher krasseste apokalyptische Zuspitzung findet sich in einem Beitrag von Joachim W. Pastor im Heft 157 des „Magazin 2000plus“, wo er auf Seite 56 eine „Katastrophe“ androht, die „dazu führen [wird], daß durch die dann waltenden Kräfte auch die unter normalen Verhältnissen unsterblichen feinstofflichen Seelenkörper in ihre Ausgangspartikel zerlegt werden.“ Das Bekenntnis zur Auflösung der eigenen Strukturen findet sich in einem Zitat aus einer Botschaft der „Zetis“, die im Beitrag von Siegfried Lindwurm „Polsprung im Jahre 2003 ...“  in Nr. 165 des „Magazin 2000plus“ auszugsweise auf den Seiten 61/62 wiedergegeben ist. Dort heißt es nach weit reichenden Aussagen zur Einheit von „Gut“ und „Böse“, dass diese „lediglich zwei Seiten ein- und desselben sind ... Die Freiheit liegt nicht im Sieg der einen und in der Niederlage der anderen Seite. Die Freiheit liegt in der Erkenntnis, dass alles eins ist und wieder eins sein muss.“ Um jedoch zu dieser Einheit zu gelangen, ist zum einen die Akzeptanz des „Bösen“ erforderlich, d. h. der führenden Geistformen der irdischen Schöpfung, zum anderen das Bekennen der verantwortlichen Zivilisationen und Geistformen zu den grundlegenden Ursachen der Entstehung des dominanten „Bösen“ im Bereich der irdischen Schöpfung. Nur auf diese Weise kann wohl zu einer einvernehmlichen Auflösung der herrschenden Strukturen der irdischen Schöpfung gefunden werden.

 

Zum Ende meiner Ausführungen komme ich zu einem Fazit meiner Überlegungen:

 

Nach meinen Vermutungen wurden die Plejaren und ihre Vorgänger durch ihr unzureichendes dialektisches Denken entscheidend daran gehindert, die grundlegenden Ursachen eigener fehlerhafter Entwicklungsphasen, aber auch der irdischen Fehlentwicklung zu erkennen. Ich verweise darauf, dass im Verlaufe des Befreiungskrieges, über den Semjase informierte, mittels einer „Totaleliminierungswaffe“ (Over-Kill), der „grausamsten aller Waffen“ „drei Welten der Lyrasysteme ... einfach eliminiert und in Energie aufgelöst“ wurden (vgl. SKB, S. 1056). Es sei auch daran erinnert, dass sich das „Gottesauge“ an jener Stelle im Sternbild Lyra befindet, wo „die Urheimat der menschlichen Rasse [war]“ (vgl. SKB, S. 239 und 273/274)! Das Entstehen des Gottesauges wird aber lediglich der „bösen Machtgier und Herrschsucht“ eines JHWH zugeschrieben (vgl. ebd., S. 274), was impliziert, dass von ihnen die mögliche gesetzmäßige Entstehung jenes Anti-Logos ausgeschlossen wird. Aber Petale warnt seit 1976 vor dem achten Anti-Logos! 

 

Durch ihr (bis auf subjektive Ausnahmen) ausschließlich positiv orientiertes Denken blieb es den Plejaren versagt, logisch negatives Verhalten zu begreifen. Dadurch konnten sie auch das „unlogische“ Denken der Erdenmenschen nicht verstehen, das ja lediglich in eine vorgelagerte Eigenentwicklung zum Negativen und Selbstzerstörerischen eingebettet ist und dieser dominierenden Entwicklung mit eigener negativer Logik tendenziell folgt.

 

Das überzogene positiv orientierte Denken aus der verabsolutierten Auslegung des „schöpferischen Evolutionsgesetz“ führte bei den Plejaren zu einer Reihe schwerwiegender Fehlentscheidungen, die aus irdischer Sicht teils außerordentlich naiv erscheinen. Indem sie z. B. unterstellten, dass das „schöpferische Evolutionsgesetz ... auch Gültigkeit für Aruseak“ habe (vgl. SKB, S. 558), ermöglichten sie dem vermutlichen Anti-Logos seine schöpfungsfeindliche Strategie weiter zu verfolgen, und dies, obgleich es in den „Botschaften“ des Ashtar Sheran an „Widersprüchlichkeiten“ nicht mangelte und die Plejaren dafür keine ausreichenden Erklärungen fanden. Sie waren einfach nicht schlau genug, die von Ashtar Sheran in seinen „Botschaften“ beschriebene „hintergründiger Schläue“, auch auf ihn selbst zu beziehen! Quetzal kam gar zur Aussage, dass den Widersprüchlichkeiten „keine Beachtung geschenkt werden darf“ (vgl. SKB, S. 560)! Die Plejaren gingen gar von einem Sinneswandel bei ihm aus, um nach seinem vorgeblichen Versuch, im DAL-Universum „die Macht über Askets Volk zu ergreifen“, hinterher festzustellen, er sei „rückfällig geworden in sein früheres, falsches und altes Tun“ (vgl. SKB, S. 2407/2408). Ergänzt wird, dass „sein Fluggerät zerstört wurde und er sein Leben einbüsste.“ (Vgl. ebd.) Seitdem wird von den Plejaren alle Kritik abgewehrt und nicht im geringsten daran gedacht, dass es sich um einen Scheinangriff gehandelt haben könnte, der ihn als „Toten“ ab 1983 in die Lage versetzte, seine irdischen Ziele ungestört weiter voranzutreiben. Ab 1990 gab er dann seine „Botschaften“ in überarbeiteter Form heraus! Wer sollte dies für ihn in dieser hohen Qualität gemacht haben, wenn er wirklich seine Geistform im DAL-Universum gelassen hätte?

 

Was unsere Menschheit selbst betrifft, dürfte es kein Zufall gewesen sein, dass vor und zu Beginn des Wassermann-Zeitalters zwei große dialektische Denker in Erscheinung traten. Der erste, Georg Wilhelm Hegel (1770-1831), war fähig, das dialektische Denken der Antike zu erneuern, der zweite, Karl Marx (1818-1883), nutzte – wie das „Kapital“ zeigt – das dialektische Denken in bisher unerreichter Qualität zur Erforschung gesellschaftlicher und historischer Prozesse. Heute wird das dialektische Denken gebraucht, um zu begreifen, wie eine tendenziell selbstzerstörerische Entwicklung unserer Zivilisation von negativ dominanten Intelligenzen initiiert wurde, wie sich diese Entwicklung vollzieht und wie eine apokalyptischen Katastrophe größten Ausmaßes noch verhindert werden kann.

 

Nach der Auffassung unserer außerirdischen Freunde von den Plejaren ist der Erdenmenschheit bei der Bewältigung ihrer Probleme nicht viel zuzutrauen. Ausgehend vom „erdenmenschlichen materialistischen Größenwahn“, der eine ungeheure Gefahr für das Bestehen des Universums darstellt, äußerte sich Ptaah, „wäre es wirklich ein Paradoxum erster Größenordnung, wenn ausgerechnet eine solche in allen geistigen Bereichen unfähige Rasse zu einer Aufgabe auserkoren wurde, die universelle Bedeutung hat.“ (Vgl. SKB, S. 292/293) Aber was für Ptaah ein „Paradoxum erster Größenordnung“ darstellt, könnte aus dialektischer Sichtweise ganz anders verstanden werden: Gerade weil die Erdenmenschheit die Folgen des rein „materialistischen Größenwahns“ und des „Wahnsinns der Religionsverbreitung“ (vgl. SKB, S. 293) wie keine andere Menschheit kennen gelernt hat, kann sie unter geistiger Führung durch die Schöpfung zu Erkenntnissen universeller Bedeutung gelangen, die jenen versagt blieben, deren Vorfahren in letzter Konsequenz für das Entstehen von all diesem Größenwahn und Wahnsinn verantwortlich sein dürften.

 

Damit möchte ich für heute schließen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Verdauen der schwierigen Kost. Entscheiden Sie bitte selbst, wem sie ggf. diesen Brief vorlegen.

Freundlichst      

 

Werner Grundmann