E-Mail am 04.06.2007, 23:58 Uhr, an info@figu.org      Veröffentlichung am 05.06.2007

 

 

Von Werner Grundmann  

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

 

Klage gegen Eduard Meier

 

Am 3. Juni 2007 übernahm ich das FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 36 vom Juni 2007 aus dem Internet. Es enthält insbesondere Ausführungen von Eduard Meier zu den Gefahren der Überbevölkerung der Erde. Sie führe zur Klimaerwärmung, zur Umwelt- und Weltzerstörung  und gefährde die Existenz der Menschheit:

 

„Das grundlegende Übel aller Übel und Katastrophen beruht im Faktor Überbevölkerung“. Die Überbevölkerung sei „der Hauptgrund aller Übel und Katastrophen auf unserer Welt“ (vgl. ebd., S. 2). „Obwohl die sich anbahnende Katastrophe bereits in starken Formen … erkennbar ist, gibt es noch immer krankhaft dumme sowie verantwortungslose Besserwisser, Regierende und Wissenschaftler usw., die noch immer antagonistisch Gegenteiliges behaupten.“ Die „Dummheit in bezug auf das Nichterkennen und Nichtverstehen der effectiven Faktoren der Wahrheit und Realität“ sei „ebenso gross“, „wie auch die Ablehnung gegen die einzig wirksame und greifende Maßnahme, die in einer drastischen Begrenzung resp. in der Reduzierung der Überbevölkerung durch eine Regelung eines weltweiten Geburtenstopps resp. einer rigorosen Geburtenregelung fundiert.“ (Vgl. ebd., S. 1)

 

Eduard Meier verweist auf einen Artikel, den er bereits „am 16. September 1964 in Kabul/Afghanistan geschrieben und an diverse Regierungen und Zeitungen in Europa gesandt“ hat. Darin heißt es:

 

„Der Mensch der Erde muss handeln, ehe es endgültig zu spät ist und überhaupt nichts mehr getan werden kann, um den verantwortungslos ausgelösten Prozess … der Menschheitsausrottung zu stoppen.“ (Vgl. ebd., S. 7) Es sei „klar und deutlich zu erkennen, dass einzig und allein der Mensch der Erde am Ganzen Schuld trägt“ (vgl. ebd., S. 6).

 

Aus beiden Beiträgen geht hervor, dass sich an seiner Position zu den grundsätzlichen Ursachen der irdischen Fehlentwicklung im Verlaufe von Jahrzehnten nichts geändert hat. Wie die Veröffentlichung des ersten „offenen Briefes“ der FIGU am 3. Juni 2007 zeigt, hat sich seine Auffassung sogar verfestigt. In seiner Überzeugung, die Ursachen schon vor langer Zeit erkannt zu haben, ließ Eduard Meier die Beiträge aus dem FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 36 ins Englische übersetzen bzw. in kurzer Zeit zum zweiten Male in deutscher Sprache veröffentlichen.

 

 

Zur unbewiesenen Behauptung Eduard Meiers, dass die Überbevölkerung das „grundlegende Übel aller Übel“ sei, habe ich mich mehrfach kritisch geäußert, auch zu seinen groben Beleidigungen von Erdenmenschen. Sie nehmen an Schärfe zu, je mehr er spürt, dass er keinen ausreichenden Widerhall bei den Erdenmenschen ohne „Verstand, Vernunft und Logik“ findet (vgl. ebd., S. 3). Doch selbstverständlich sucht der rein Lehrende die Ursache seines unbefriedigenden Verstandenwerdens in keiner Weise bei sich selbst. Wie sollte es einem der geistig am höchsten entwickelten Menschen in unserem Universum auch möglich sein, von den „dummen Erdenmenschen“ überhaupt etwas Neues zu lernen? Das widerspräche völlig seiner absoluten Logik!

 

Dass seine generalisierte Aussage zum „grundlegenden Übel aller Übel“ nicht zutreffen kann, zeigt sich bei einer differenzierten Betrachtung: Eduard Meier erklärt nicht, warum ausgerechnet in einigen der „reichen“ Länder, in denen ein Überfluss an Nahrungsmitteln vorhanden ist, die Geburten- und die Bevölkerungsanzahl zurückgeht, während sie in armen Ländern trotz des Verhungerns vieler Menschen steigt. Allein dieser eklatante Widerspruch müsste doch Eduard Meier veranlassen, nach den grundlegenden, den wahren, den sozialen, den gesellschaftlichen Ursachen der irdischen Überbevölkerung zu suchen.

 

Doch auch unabhängig davon stellen sich Fragen, deren Beantwortung Voraussetzung sein müsste, bevor Empfehlungen für die Verhaltensweise der Erdenmenschen gegeben werden:

 

-    Erstens wäre zu beantworten, ob es unter den auf der Erde zurzeit vorherrschenden gesellschaftlichen Bedingungen überhaupt möglich ist, weltweit die Überbevölkerung durch „rigorose Geburtenregelung“ zu stoppen.

 

-    Zweitens ist offen, ob im Falle der möglichen Reduzierung der Erdbevölkerung durchgesetzt werden kann, die privaten und nationalen marktwirtschaftlichen Interessen zur weltweiten Bereicherung durch den Raubau an den natürlichen „Ressourcen“ und durch die Ausplünderung der Bodenschätze zu zügeln.

 

-    Drittens fragt es sich, ob die Erdenmenschheit nach einer möglichen drastischen Reduzierung ihrer Bevölkerung ihre generelle individualistische Lebensweise ändert, die sich u. a. im Automobilismus, in der Zersiedelung der Landschaften, im profitablen Verbrauch der natürlichen „Ressourcen“ sowie im globalisierten Welthandel äußert und kontinuierlich zu einer weiteren Anreicherung der Erdatmosphäre mit Kohlendioxid führt.

 

-    Viertens muss beantwortet werden, ob trotz der extrem hinderlichen nationalen und privaten wirtschaftlichen und existenziellen Interessen eine gemeinsam finanzierte Vorgehensweise gefunden werden kann, um die in der Erdatmosphäre angereicherten klimawirksamen Gase gezielt zu reduzieren und das ökologische Gleichgewicht auf der Erde wiederherzustellen, ohne dass für die Beteiligten finanzielle Vorteile entstehen. Kann die Haltung „Privat geht vor Katastrophe!“ unter privatwirtschaftlichen Bedingungen durchbrochen werden? Können wir erwarten, dass erhebliche Anteile der Völker der Dritten Welt, die durch die Globalisierung verdrängt wurden, die umgebende Natur nicht weiter verbrauchen, um zu überleben?

 

-    Sind wir fünftens nicht alle in einem privatökonomischen System gefangen, das uns zwingt, auf Kosten der Mitwelt und Nachwelt sowie zu Lasten der Natur zu leben: die Reichen infolge der wirtschaftlichen Konkurrenz, die Armen als Ausgeschlossene aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben?

 

 

Eduard Meier negiert die Erkenntnisse irdischer Wissenschaftler, die hinreichend erklären, woraus Überbevölkerung erwächst, insbesondere die Erkenntnisse von Karl Marx, der mit der Entdeckung des Bevölkerungsgesetzes hinreichend das Entstehen der  Überbevölkerung und die „verschiedenen Formen dieser Übervölkerung“ für die gesellschaftlichen Bedingungen seiner Zeit erklärte (vgl. „Ökonomisches Lexikon“, Bd. A-K, Verlag Die Wirtschaft, 2. neu bearbeitete Auflage, Berlin 1969, S. 349/350). Doch weil Eduard Meier in keiner Weise gewillt ist, sich mit den Argumenten irdischer Wissenschaftler auseinanderzusetzen, weil er mit seinen Betrachtungen und Aussagen an der Oberfläche bleibt, weil er nicht in das gesellschaftliche Geschehen eindringt, weil er sich über die Erdenmenschen stellt und sie beleidigt, sind seine Appelle weitgehend wirkungslos. Mehr noch: Eduard Meier gibt unter Missachtung der gesellschaftlichen Bedingungen und ohne die kapitalistischen Verhältnisse antasten zu wollen, eine einseitige und damit zumindest teilweise falsche Grundorientierung. Seine Vorschläge zur (einseitigen) Bevölkerungsreduzierung können letztlich nicht zum Ziel führen!

 

 

Deshalb klage ich Eduard Meier an, dass er unter Missachtung der irdischen gesellschaftlichen Bedingungen und unter Negierung der Erkenntnisse irdischer Wissenschaftler den Menschen der Erde mit seinem Vorschlag der Bevölkerungsreduzierung eine wissenschaftlich unzureichend begründete und einseitige Orientierung gibt, deren Realisierung die „Selbstausrottung“ der Erdenmenschheit nicht verhindert! Es besteht die Gefahr, dass er als Prophet der Neuzeit Millionen Menschen auf den falschen Weg führt!

 

 

Nach meiner Einsicht in die gesamtgesellschaftliche Entwicklung werden wir als Erdenmenschheit ohne die weltweite Ablösung des kapitalistischen Gesellschaftssystems nicht überleben. Die Menschheit wird rechtzeitig einen Weg zur Ablösung dieses Systems finden müssen oder mit ihm untergehen. Dieses System provoziert sowohl das Entstehen der Überbevölkerung und verhindert zugleich ihre Reduzierung. In der Erstfassung der „Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ vom Mai 2007, die unter www.wbgrundmann.de und www.bwgrundmann.de veröffentlicht wurden, habe ich versucht, die zwingend notwendige Ablösung des Kapitalismus zu begründen und einen Weg aufzuzeigen, wie mittels einer ökologisch und sozial orientierten Ökonomie die Ablösung im Verlaufe von Jahrzehnten realisiert werden kann.

 

 

Meiner Klage gegen Eduard Meier möchte ich das Folgende hinzufügen:

 

-    Wir wissen aus den Semjase-Kontakt-Berichten, dass ein geistiger Vorgänger von Eduard Meier vor fast 400'000 Jahren von der Schöpfung zur Erde geführt wurde, um die Geisteslehre zu verbreiten. Der Besiedlungsversuch endete in einem ersten irdischen Atomkrieg. Was vom geistigen Vorgänger Eduard Meiers schöpfungskonform gewollt war, endete im Gegensätzlichen. Seitdem war es eine zweite Aufgabe der auf der Erde inkarnierten geistigen Vorgänger von Eduard Meier, die grundlegenden Ursachen der irdischen Fehlentwicklungen herauszufinden. Es gab in den vergangenen Jahrzehntausenden mehrere Besiedlungsversuche, die in weltweiten Kriegen vernichtend endeten. Das war zu einer Zeit, als unsere Menschheit noch gar nicht existierte. Dennoch behauptet Eduard Meier immer wieder, dass an den „Ausartungen“ und der derzeitigen selbstzerstörerischen irdischen Entwicklung die Erdenmenschen selbst Schuld seien. Es lag ihm fern, die möglichen letztendlichen Ursachen für die Entwicklung der Erde zum universellen Ausnahmeplaneten, zum „Kriegsplaneten Erde“, bei seinen geistigen Vorgängern zu suchen! Es lag ihm auch fern, trotz der möglichen Existenz einer irdischen Dämonie eine irdische Gesamtnegativentwicklung in Betracht zu ziehen, die eine inspirierte und gesteuerte Negativentwicklung der Erdenmenschheit nach sich ziehen musste!

 

-    Eduard Meier hat sich niemals in die Gesellschaft der Erdenmenschen eingefügt und sich nach dem Erkennen seiner Mission stets als universeller Lehrmeister über die Erdenmenschen erhoben, sich stets als Lehrender, jedoch niemals als einer jener verhalten, die – wie die Plejaren – auch zum Lernen zur Erde kommen sollten. Dies ist insofern problematisch, weil von der Erde eine universelle Wende ausgehen soll, deren Inhalt vorab nicht bekannt ist.

 

-    Obgleich Eduard Meier vor allem auf der Erde wirken sollte, hat er während seiner Erdmission extrem viel für die Plejaren geleistet und damit deren Entwicklungsvorsprung vor anderen Menschheiten erhöht. Er wurde zum „Obersten Berater der Geistführerschaft der Plejaren“ ernannt (vgl. SKB, S. 3453/54), ohne sich um das hinreichende Verstehen der Verhaltensweise der Erdenmenschen zu bemühen sowie um sich zu befähigen, ein möglicher irdischer „Weltführer“ werden zu können (vgl. SKB, S. 3743/3744). Seine Schreiben an führende Persönlichkeiten der Erdenmenschheit zeugen von einem groben Unverständnis der irdischen Situation.

 

-    Völlig unverständlich für irdische Wissenschaftler muss es sein, dass Eduard Meier die für den Erkenntnisfortschritt der Erdenmenschheit seit fast 2500 Jahren bedeutsame Lehre der Dialektik nicht nutzt, ja den Begriff Dialektik meines Wissens nicht ein einziges Mal erwähnt. Stattdessen spricht er – analog den Plejaren und der Geistesebene Arahat Athersata – vom „absolut logischen Denken“ als höchste Denkform, von der „logischen Denkweise als naturgesetzmäßig“ und unterstellt dem Universalbewusstsein entsprechend „völlige Logik“ (vgl. SKB, S. 3567). Die Frage nach einer dem logischen Denken übergeordneten Denkweise wird von ihm gar nicht erst gestellt.

 

-    In seiner Erhabenheit gegenüber den „dummen“ Erdenmenschen geht er davon aus, dass er aus eigenem Denken zu den entscheidenden Erkenntnissen kommen müsse. Doch Milliarden Jahre der Entwicklung seines Gesamtbewusstseins haben es nicht vermocht, die grundlegenden Ursachen der universellen Fehlentwicklung zu erkennen, die Anlass zur Inkarnation von Nokodemion aus der Ebene Arahat Athersata waren. Will Eduard Meier ernsthaft die von mir hinreichend nachgewiesene tendenzielle Negativentwicklung der irdischen Schöpfung bis zum Letzten riskieren, um sich der Einsicht der schwerwiegenden Fehler von bestimmten seiner geistigen Vorgänger zu entziehen? Will er weiterhin in seinem Starrsinn eine mögliche universelle Katastrophe verdrängen, vor der gewarnt wird und zu deren Verhinderung sich die Petale-Ebene um uns bemüht?

 

-    Es bleibt für Eduard Meier kein anderer Weg, als sich eingestehen zu müssen, dass seine streng logische Denkweise nicht ausreicht, seine von der Schöpfung übertragenen Aufgaben voll zu erfüllen. Er wird akzeptieren müssen, dass  Erdenmenschen dank geistiger Führung aus den Ebenen der irdischen Schöpfung und aus der Petale-Ebene zur dialektischen Denkweise geführt wurden, um ihnen das Erkennen des großen Geheimnisses der irdischen Negativentwicklung ausgehend von den Informationen der Plejaren und von Eduard Meier zu ermöglichen. Nicht der technische und geistige Entwicklungsfortschritt waren dabei das Entscheidende, sondern die Denkweise höherer Qualität: die Dialektik!

 

-    Eduard Meier hat „glänzend“ bestätigt, dass er jenes „Nadelöhr“ ist, von dem ich im März 2002 in meinen „Einheitsthesen“ zur „Wiederherstellung der Einheit der Schöpfung zur Beseitigung der apokalyptischen Bedrohung für die Erde“ in der Billy Meier-These sprach: „Das Nadelöhr zur Realisierung der Zusammenarbeit zwischen der universellen Schöpfung und der Dämonie der Erde ist der heutige irdische Prophet der Schöpfung, der Schweizer Eduard Albert Meier.“ Der Begriff „Nadelöhr“ war übrigens der einzige, auf den vor über fünf Jahren die FIGU mir gegenüber reagierte.  

 

Ich bleibe in guter Hoffnung, dass wir alle jenes von mir genannte Nadelöhr gemeinsam mit Eduard Meier durchdringen. Die Plejaren könnten uns dabei behilflich sein. Da sie über die technischen Möglichkeiten verfügen, von unserem Universum aus mittels eines Wurmlochs und dank der Unterstützung von Eduard Meier ein rein geistiges Universum zu durchdringen, um in das RADERN-Universum zu gelangen, müssten sie es doch auch schaffen, die beteiligten verantwortlichen Menschen und Intelligenzen durch das genannte Nadelöhr zu bugsieren!

 

Wenn wir die universelle Wende doch noch erleben wollen, wird es höchste Zeit, dass sich die betreffenden Intelligenzen und Menschheiten dazu bekennen, inwiefern sie das universelle Gesetz der Einheit von Positiv und Negativ, von Gut und Böse durch Deportationen der „Bösen“ massenhaft verletzt und dadurch ungewollt Negativentwicklungen initiiert haben. Die Erde gehört offenbar zu jenen Welten im Universum, die es dabei am schlimmsten getroffen hat.

 

Von den Erdenmenschen zu lernen,

-    heißt erstens, im Guten wie im Bösen von jenen Intelligenzen zu lernen, die sich im Verlaufe von Millionen oder gar Milliarden Jahren durch die Deportationspraxis Nokodemions und seiner geistigen Nachfolger im Bereich der Erde entwickelt bzw.  unerkannt konzentriert haben, die die geistige Führung der irdischen Schöpfung übernahmen, die die Erde als Entwicklungsbasis nutzten und bis heute die Erdenmenschheit inspirativ beeinflussen;

-    heißt zweitens, aus jenen Inspirationen der Petale-Ebene zu lernen, die Eduard Meier und den Plejaren infolge ihrer Denkweise nicht vermittelt werden konnten.

 

 

Auch das Grundanliegen dieses Briefes wurde nach meiner Erfahrung aus der Petale-Ebene inspiriert. Ich sehe mich vor allem als Vermittler, und doch ist der vorliegende Brief mein Brief, für dessen Inhalt ich die volle Verantwortung übernehme. Er enthält meine Anklage – nachdem ich auf etwa 200 Briefe bzw. E-Mails an die FIGU keine inhaltliche Antwort erhielt!

 

Bitte sehen Sie mich weiterhin als Freund der FIGU mit kritischer Distanz!

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Werner Grundmann                            Berlin, den 4. Juni 2007, 23:58 Uhr