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KirpalTeil3WBG.doc               abrufbare Veröffentlichung am 17.07.2009

 

Von Werner Grundmann                            Berlin, den 7. bis 15.07.2009

 

an Frau …

 

Zum Allmächtigen

– Zu Kirpal Singh, Teil 3 –

 

Sehr geehrte Frau …,

       am 4. Juli 2009 übersandten Sie mir um 10:21 Uhr ein weiteres Schreiben zu Kirpal Singh. Obgleich mir bewusst ist, dass meine Antwort nicht nur für Sie wichtig sein könnte, musste ich mein Schreiben wegen anderer wichtiger Arbeiten um einige Tage zurückstellen. Zudem fiel es mir schwer, meine Gedanken zu einigen Ihrer Informationen zu ordnen und zu präzisieren. Mein Ergebnis sind drei Thesen, die ich etwas näher erläutere:

 

 

1. These zum Allmächtigen

Eine Lehre, die eine geistige Intelligenz zum „Allmächtigen“ erhebt, charakterisiert den Schöpfer dieser Lehre in der Widersprüchlichkeit zwischen Anspruch und Realität, zwischen Wollen und Können. Da entsprechend der vorgeblichen Eigenschaft der „Allmacht“ letztlich der Schöpfer der Lehre der Allmächtige selbst sein muss, wendet sich jeder Nachweis unmöglicher Allmacht gegen jene geistige Intelligenz, die sich als „Allmächtiger“ und „Allerhöchster“ bezeichnen und verehren lässt. Alle Aussagen zur Überhöhung und Verabsolutierung des „Allmächtigen“ sprechen gegen ihn, sprechen aber dafür, dass uns der „Allmächtige“ in geistige Abhängigkeit halten will.

 

Erläuterungen:

Sie schreiben, dass „keine Ameise die Welt verlassen“ darf, „ohne Erlaubnis des Allerhöchsten“. Ich halte eine solche Behauptung für ein überzogenes, verabsolutierendes Glaubensbekenntnis, das in mehrfacher Hinsicht einer sachlichen Prüfung nicht standhält.

 

Erstens negiert ein solches Glaubensbekenntnis die Rolle des Zufalls: Wenn ich als Spaziergänger durch einen Wald streife, kann es sein, dass ich ungewollt viele Ameisen und andere Insekten zertrete. Ich kann aber auch bei einem aufkommenden Gewitter durch einen Blitzschlag zufällig selbst getötet werden oder – so selten dies auch sein mag – durch einen Meteoriten. Zufälle sind nicht zu leugnen. Ihre Existenz ist sogar die Grundlage bestimmter Naturgesetze. Zufälle können von keiner Intelligenz sicher beherrscht werden. Für hoch entwickelte Intelligenzen, die zu einer bestimmten Vorausschau der Ereignisse fähig sind, ist es zwar inspirativ möglich zu sichern, dass der Inspirierte einem bestimmten Zufall bewusst oder unbewusst ausweichen kann; doch im Ausweichprozess passieren  andere Zufälle, so dass von einer generellen Nichtüberschaubarkeit und Nichtbeherrschbarkeit des Zufalls allgemein ausgegangen werden muss. Selbst Inkarnationen sind im Allgemeinen zufällig!

 

Zweitens können hoch entwickelte positiv dominante geistige Intelligenzen das Verhalten hoch entwickelter negativ dominanter Kräfte offenbar nicht voll kontrollieren und beeinflussen, und zwar insbesondere auf negativ dominanten Welten. Dies könnte die Ursache dafür gewesen sein, dass es zu jener von der Erde ausgehenden Zerstörung der Nesar-Galaxie kam, die nicht verhindert werden konnte (vgl. Semjase-Kontakt-Berichte, S. 452).

 

Drittens endet die Macht jeder geistigen Intelligenz an den Grenzen des eigenen Universums. Doch dies gilt nicht für hoch entwickelte inkarnierte Intelligenzen, wenn sie es gelernt haben, das eigene Universum zu verlassen. Solche Menschen könnten mittels einer Teloninbombe (Neutrinobombe) das eigene Universum mit Lichtgeschwindigkeit unaufhaltbar zerstören, ohne selbst Schaden zu nehmen (vgl. FIGU-Bulletin Nr. 41, S. 2-4, und Nr. 45, S. 18). Unser physisches Universum würde sich in Strahlung auflösen! Der „Allmächtige“ könnte die Vernichtung des Universums nicht verhindern! Es darf deshalb auf keinen Fall ausgeschlossen werden, dass irgendwo auf der Erde eine Teloninbombe von einer hoch entwickelten negativ dominierten außerirdischen oder irdischen Macht für den „Bedarfsfall“ zur Zündung bereitgehalten wird! Jeder Wissende und Beteiligte sollte die eigenen Möglichkeiten und Verpflichtungen prüfen, um in Zeiten der universellen Wende alles zu tun, um die größtmögliche Katastrophe unseres Universums zu verhindern.

 

 

2. These zu Gegensätzen in der Lehre des Allmächtigen zur Geisteslehre

Die Gegensätze in der Lehre des „Allmächtigen“ zur Geisteslehre sprechen für sein Wissen um die universell verbreitete Geisteslehre und für ihre Verfälschung. Die Gegensätze kennzeichnen damit die universelle Ausnahmestellung der Erde und die Bindung des „Allmächtigen“ an die irdische Schöpfung.

 

Erläuterungen:

Das Wissen des „Allmächtigen“ zur Geisteslehre, personifiziert in der Inkarnation des Kirpal Singh bis zum Jahre 1974, äußert sich u. a. in der Kenntnis der sieben hierarchischen Ebenen der Schöpfung, in der Existenz von Reingeistebenen und in der eingeschränkten geistigen Entwicklung in den jenseitigen Welten. Doch ich sehe mehrere Verfälschungen der Geisteslehre, die sich auch in diametral gegensätzlichen Positionen äußern.

 

Erstens stelle ich der Behauptung zur Allmacht des „Allerhöchsten“ und zur vorgeblichen Beherrschung der einzelnen Individuen bis zum Tode die von der Schöpfung gewollte Eigenentwicklung gegenüber! Nach der Initiierung einer Entwicklung auf einer bestimmten Welt durch Kreation unterschiedlicher Lebensformen ist Entwicklung vor allem Eigenentwicklung. Das kann selbst die Reinkarnation betreffen, wenn sie nicht gezielt durch eine höhere geistige Intelligenz erfolgt.

 

Zweitens kann der „Pfad Kirpals“ nicht „der ENDPFAD“ sein, nicht nur weil Kirpals Geist an die Erde gebunden ist, sondern weil laut Geisteslehre Zeiträume von 60 bis 80 Milliarden Erdenjahren und somit viele Inkarnationen in mehreren Galaxien erforderlich sind, um als individuelles Geistwesen wenigstens in die Reingeistebene Arahat Athersata niedrigster Stufe einzugehen. Um „zum Ursprung zurückzukehren“, bedarf es noch weitaus länger. Es ist deshalb eine Verdrehung der wirklichen Zusammenhänge, wenn den Menschen die Möglichkeit versprochen wird, nach wenigen Inkarnationen zurück zum „Allerhöchsten“ zu finden. Sollte sich der „Allerhöchste“ jedoch als „Herr der Geister“ des irdischen Jenseits erweisen, könnte eine irdische Inkarnation „ausreichen“! Dies dürfte für den Einzelnen zwar erstrebenswert erscheinen, ist aber in Wirklichkeit die Aufnahme in ein überfülltes geistiges Gefängnis mit extrem geringen Möglichkeiten zur geistigen Weiterentwicklung und zur Reinkarnation. Doch ohne die notwendige geistige Entwicklung kann auf keinen Fall jener Entwicklungsstand erreicht werden, der eine geistige Weiterentwicklung ohne Reinkarnationen ermöglicht. Dass der Geist eines Menschen existent bleibt, aber im irdischen Jenseits in sich gefangen ist, kann kein gewollter „Endpfad“ sein!

 

Drittens betrachte ich es als grobe Verfälschung der Geisteslehre, wenn die Schaffung des physischen Universums Luzifer zugeordnet wird, wenn gelehrt wird, dass „die Seele … von Gott“ sei, während wir „den Körper von der Negativen Kraft“ erhalten. Ich betrachte dies als Diskriminierung der Grundidee der Schöpfung, weil das Materialisieren des Feinststofflichen (Reingeistigen) über das Feinstoffliche zum Grobstofflichen und das Inkarnieren menschlicher Geistformen im Grobstofflichen der entscheidende Weg für eine relativ schnelle geistige Höherentwicklung ist! Die vorgebliche Bindung des Grobstofflichen an die „Negative Kraft“ verteufelt die Inkarnationen als entscheidende Möglichkeit der geistigen Höherentwicklung! Die beschriebene Verfälschung der Geisteslehre resultiert offenbar aus den extrem eingeschränkten Reinkarnationsmöglichkeiten der gegenwärtig 128 Milliarden Geistformen von Menschen im irdischen Jenseits (vgl. FIGU-Bulletin Nr. 50 vom Dezember 2004, S. 5). Das zwanghafte Verbleiben in der geistigen Welt ohne geistige Entwicklung wird durch die Diffamierung der grobstofflichen Welt positiv umgedeutet! Doch dies bedeutet zugleich eine disharmonische, verzögerte universelle Entwicklung, indem Milliarden menschlicher Geistformen von einzelnen negativ dominierten Welten aus der universellen Gesamtentwicklung ausgeschlossen bleiben.

 

 

3. These zum Machtkampf über die Erde

Wenn in der Lehre des „Allmächtigen“ von „Jehova“ als „einer niederen, untergeordneten Gottheit“ gesprochen und zudem von der großen Anzahl irdischer Religionen und Sekten ausgegangen wird, so verweist dies auf einen jahrtausendelangen Konkurrenzkampf von zwei „Göttern“ um die geistige und weltliche Macht über die Erde! Unter Berücksichtigung des Hinweises der Plejaren zur universellen Ausnahmestellung der Erde im Hinblick auf die Verbreitung von „Kultreligionen“ lässt sich aus all dem ableiten, dass der „Allmächtige“ präziser als der dominante „Erdmächtige“ bezeichnet werden sollte, dessen Macht zumindest durch einen Konkurrenten eingeschränkt ist.

 

Erläuterungen:

Der Konkurrenzkampf zwischen dem „erdmächtigen“ Gottesgeist und der „niederen, untergeordneten Gottheit“ begann mit der Schaffung der jüdischen Religion, setzte sich fort mit der Schaffung der christlichen Religion und fand einen Kompromiss mit der Einigung zur Trinitätslehre im vierten Jahrhundert nach Christus. Doch der Kampf dauert bis heute an. Wenn es in der Lehre des „Allmächtigen“ heißt, dass „Jehova … eine niedere, untergeordnete Gottheit“ sei, dann soll dies wohl besagen, dass Jehova zur Zeit der Entstehung der jüdischen Religion ein geistig hoch entwickelter Mensch war. Wenn das „Lesen der Heiligen Schriften als Pseudo-Berauschung“ bezeichnet wird und Jesus irgendwo fest hängen soll, dann richtet sich dies gleichfalls gegen den Schöpfer der christlichen Religion. Der „Erdmächtige“ sieht sich offenbar als Gott aller Erdenmenschen – über alle Religionen hinweg! Der Machtkampf über die Erdenmenschheit prägt ihre Geschichte seit 3500 Jahren, seit der Zeit des Moses!

 

Erstens ist es wichtig zu wissen, dass die jüdische Religion eine Kreation von „Gottes Sohn“ Aruseak ist, einem extrem langlebigen leiblichen Sohn von Gott Arus. Aruseak lebt noch heute und bezeichnet sich als Ashtar Sheran. Moses übernahm die Religion als er in einem „großen Mutterschiff … 40 Tage Gast und Schüler“ war (vgl. Ashtar Sheran: „Nicht von dieser Erde“, S. 41). In „Harmagedon“ verrät uns Ashtar Sheran auf der Seite 11, Moses habe „die Besatzung für JEHOVA und seine Hierarchie“ gehalten. Mit der Übergabe der Zehn Gebote an Moses unterlief Aruseak das von Gott (Arus) mit Abraham vereinbarte Bündnis, als dessen Prophet tätig zu sein.

 

Zweitens ist die christliche Religion im Rahmen des Neuen Testaments eine grobe Verfälschung der Person und Lehre des Jmmanuel, eines geistigen Vorgängers des Propheten der Neuzeit, „Billy“ Eduard Albert Meier. Jmmanuel überlebte die Kreuzigung und wurde 115 Jahre alt (vgl. FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 12, S. 7; vgl. SKB, S. 385)! Jene Außerirdischen, die ihn im Raumschiff nach Srinagar in den Kaschmir brachten, standen unter der Führung des Ashtar Sheran (Ashtar Sheran: „Boten der Zukunft“, S. 20). Für die Fälschung der Lehre und der Persönlichkeit des Jmmanuel kommt Aruseak deshalb in Frage, weil er der leibliche Sohn des einstigen irdischen Gewaltherrschers Arus, jenes „Gottes der Götter“, sein dürfte und wohl der einzige auf der Erde geborene Mensch ist, der vor 2000 Jahren lebte, der heute noch lebt und geistig in der Lage ist, als Jesus Christus in die Fußtapfen des Jmmanuel zu treten, um „am Ende der Zeit“ als „Gottes Sohn“, als „Erlöser“ und als Mensch „wiederzukehren“!

 

Drittens erinnert der Verweis auf Jehova als „einer niederen, untergeordneten Gottheit“ an das Entstehen der Trinitätslehre als Kompromiss vor allem zwischen Gott Arus und Gottes Sohn Aruseak. Er kam im vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung zustande, als die Lehre des Presbyters Arius eine schwere Richtungskrise der christlichen Kirche auslöste. Arius behauptete, dass „Jesus nicht wesenseins, sondern nur wesensähnlich … mit dem Vater [sei]“ (vgl. M. Hattstein: „Weltreligionen“, Verlag Könemann 1997, S. 74). Nach hartem Ringen setzte sich das Dogma der Wesensgleichheit von Gottvater und Gottes Sohn durch. Mehr noch: „Christus sei wahrer Mensch und wahrer Gott“! Das christliche Trinitätsdogma gilt seit dem „Konzil von Konstantinopel“ im Jahre 381. Der über Jahrzehnte ausgeführte Richtungskampf lässt vermuten, dass Arius die Position von Gott Arus vertrat oder dass Arius gar eine Inkarnation des „Gottesgeistes“ war! Aus dem irdischen Jenseits heraus die notwendige Auseinandersetzung mit dem aus dem Hintergrund agierenden Aruseak erfolgreich zu führen, dürfte nicht möglich gewesen sein. Der von Arus abgeleitete Name Arius verweist auf die Inkarnation des „Gottesgeistes“! Eine derartige Namenswahl war möglich, weil zu jener Zeit der Name Arus aus der irdischen Geschichte getilgt war. Die Bestätigung der Dreifaltigkeitslehre war ein gezielter Erfolg des Aruseak, eine Stärkung seiner Position und eine Schwächung der Position von Gott Arus. Doch die Trinitätslehre verweist auch auf eine irdische Reingeistebene des „Heiligen Geistes“, die wohl die wahre geistige Führung über die negativ dominierte irdische Schöpfung hat.

 

Bitte prüfen Sie kritisch meine Ausführungen!

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann                     Berlin, den 15.07.2009, 00:24 Uhr

 

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