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FIGUBevExplosion.doc                  abrufbare Veröffentlichung: 15.07.2010

 

        

Von Werner Grundmann                                       Berlin, den 11.07.2010

 

an alle FIGU-Mitglieder,

speziell

an das Passivmitglied Ondřej Štěpánovský 

 

 

Anmerkungen zu den historischen Wurzeln der Bevölkerungsexplosion

(vgl. FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 54)

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

am 7. Juli 2010 übernahm ich das neue FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 54 vom Juli 2010 aus dem Internet. Es enthält mehrere bedeutsame Beiträge. Als besonders wertvoll betrachte ich erstens den Brief von Bernadette Brand, der Aktuarin der FIGU, an Dr. Guido Westerwelle zum historischen Verlauf des Zurückdrängens der deutschen Sprache in den USA, zweitens den Beitrag von Bernd Senf zu den „Historischen Wurzeln der Bevölkerungsexplosion“. Der Beitrag wurde seinem Buch „Die Wiederentdeckung des Lebendigen“, Omega Verlag, entnommen. Bernd Senf war von 1973 bis 2009 Professor für Volkswirtschaftlehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. Die Übernahme des Beitrags organisierte Ondřej Štěpánovský, ein Mitglied der tschechischen Studiengruppe der FIGU.

 

Die beiden Beiträge halte ich nicht nur wegen ihres informativen Gehalts für wichtig, sondern weil sich die FIGU mit ihrer Veröffentlichung zur großen Bedeutung historischer Ursachenforschung bekannt hat. Historische Ursachenforschung wurde noch vor wenigen Jahren im 374. Kontakt vom Plejaren Quetzal als „dumm“, „schwachsinnig“ und „unlogisch“ diffamiert (vgl. Sonder-Bulletin Nr. 17, S. 16 u. 17), weil sich am historischen Geschehen ja nichts ändern lasse. Dass das Nichterkennen der tiefer liegenden Ursachen vergangener Fehlentwicklungen dazu führen kann, alte Fehler immer wieder auf neue Weise zu begehen, dass folglich nicht nur streng logisch, sondern auch rekursiv gedacht werden muss, lag bisher außerhalb der Denkweise der Plejaren und leider auch von Eduard Meier.

 

Der Schritt der FIGU zur Veröffentlichung historisch geprägter Ergebnisse und Erkenntnisse ist für mich auch deshalb äußerst wichtig, weil er sich auf die Problematik der Überbevölkerung bezieht, die die Plejaren wiederholt als „größtes Übel“ der Erdenmenschheit bezeichneten und deren Überwindung die FIGU seit Jahrzehnten als eines ihrer Hauptanliegen betrachtet. Doch Bernd Senf belegt historisch, dass das Entstehen der Überbevölkerung aus den gesellschaftlichen Verhältnissen der vergangenen Jahrhunderte entsprang, aus den Besitz-, Eigentums- und Ausbeutungsverhältnissen, aus dem Missbrauch weltlicher und religiöser Macht. Auf das möglichst starke Vermehren der Erdenmenschen wurde nicht nur in religiösen Lehren orientiert; es wurde auch in kritischen Zeiten mit allen Machtmitteln religiöser Führer durchgesetzt, und es ist bis heute gewollt, zumindest von der katholischen Kirche! Daraus folgt, dass die Überbevölkerung der Erde ohne den Bezug zu den heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen und zu den Herrschaftsstrukturen, ja ohne deren schrittweise Veränderung sowie ohne die Veränderung der Besitz- und Eigentumsverhältnisse nicht überwunden werden kann. Es sind die Wechselwirkungen innerhalb der Gesellschaften, die den Einzelnen zum Gefangenen des irdischen Gesellschaftssystems machen und die die ganze Menschheit tendenziell in die Selbstvernichtung treiben. Aus diesem Grunde ist das reine Individualisieren von Straftaten, einschließlich von Kriegsverbrechen, wie dies die Plejaren vertreten, verbunden mit dem von ihnen empfohlenen individuellen „Maßnahmevollzug“ (vgl. FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 16, S. 8), der generell falsche Weg zur Überwindung der irdischen Misere.

 

Es stellt sich die Frage nach den tiefer liegenden Ursachen der irdischen Fehlentwicklung, insbesondere warum die Überbevölkerung der Erde nach den Lehren irdischer Religionen offenbar angestrebt werden sollte, warum diese Zielstellung über Jahrhunderte mit teils unmenschlichen Gesetzen und Geboten durchgesetzt wurde und warum gesellschaftliche Verhältnisse entstanden oder geschaffen wurden, die dieser Zielstellung entsprachen?

 

Wir erfuhren aus „OM“ vom „Propheten“, dass die „Götter der Erde Menschen [waren]. Sie kamen aus den Weiten des Universums … erhoben sich auf der Erde widerrechtlich über die Menschen, sich Gott nennend, den Schöpfer. Sie schufen Sekten und Religionen, auf dass der Erdenmensch davon abhängig sei und gläubig. … Und jeder Gott schuf sich eine eigene Religion … Und viele Götter waren ausgeartet und bösartig, besessen von Machtgier und allem Übel. … Durch Gottes menschliche Gesetze wird Zwietracht gesät unter den Menschen, Tod und Verderben.“ (Ebd., S. 410/411) Doch warum ist die Erde der universell einzig bekannte Planet, auf dem es „Kultreligionen“ gibt (vgl. SKB, S. 338)? Wenn es nicht gelingt, diese und andere extrem wichtige Fragen durch historische Ursachenforschung zu beantworten, die bis in die Anfänge menschlichen Lebens auf der Erde zurückreicht, werden wir die heutigen existenziellen Menschheitsprobleme wohl nicht lösen können! Um uns in Verbindung mit der Überbevölkerungsproblematik schrittweise der Lösung zu nähern, sollten wir uns folgende Fragen beantworten:

 

- Wie entstand die schwierig verständliche kirchliche Lehre der Trinität? Ist diese Lehre ein Kompromiss zwischen konkurrierenden Göttern im Machtkampf über die Erdenmenschen?

 

- Wie wurde die katholische Kirche zu einem der größten Grundbesitzer und damit zum Machtorgan über viele Leibeigene? Welche Rolle spielte die Konstantinische Schenkung?

 

- Wie sicherte sich die Kirche – relativ unabhängig von weltlicher Macht – dauerhaft Einnahmen und Bereicherungsmöglichkeiten?

 

- Warum ging es der (katholischen) Kirche stets um die geistige und weltliche Macht über die Erdenmenschen – selbst mit menschenfeindlichsten Methoden?

 

- Warum wendet sich die katholische Kirche im Wissen um die Überbevölkerungsproblematik bis heute gegen die Empfängnisverhütung?

 

- Wem nützt und wem schadet diese Strategie?

 

- War und ist es den „Schöpfern“ von Religionen möglich, über die inspirative Beeinflussung von nur wenigen einflussreichen Personen, d. h. von weltlichen Herrschern, Päpsten, politischen Führern oder von Wissenschaftlern, ihre Strategie durchzusetzen?

 

- Verfügten die „Schöpfer“ der Religionen über so viel Wissen zur Geisteslehre, um jenes positive Wissen der „Hexen“ zur Volksmedizin zielgerichtet neutralisieren zu können, das den gewollten negativen Trend „behinderte“?, um mittels

 

- Kann den führenden Kräften des Vatikans am Ende des 15. Jahrhunderts Böswilligkeit unterstellt werden, als sie die Hexenverfolgung und Hexenvernichtung unter Missbrauch der Denunziation einleiteten? Welcher irdische Mensch konnte zu jener Zeit wissen, dass eine negative Entwicklung hin zur Überbevölkerung gewollt war und dass sie unbewusst von den „Hexen“ unterlaufen wurde?

 

- Wie kann es erklärt werden, dass sich selbst die Kräfte der kirchlichen Reformation nicht gegen die Hexenverfolgung stellten?

 

- Welcher Gott verbirgt sich hinter der katholischen Kirche?

 

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, bedarf es der Nutzung außerirdischer und irdischer Informationen, insbesondere aber der über das streng logische Denken hinausgehenden dialektischen Denkweise, die u. a. gesetzmäßige Negativentwicklungen, Denken in wechselseitigen Zusammenhängen und rekursives Denken zulässt. Meine Ergebnisse zur Beantwortung einiger dieser und anderer Fragen habe ich erstens fixiert in der „kurzen Geschichte zur langwierigen Fehlentwicklung der irdischen Schöpfung“ (www.wbgrundmann.de/apokalyptische.htm), 35 S., vom 24.04.2006 und zweitens in den Religionsthesen „Zur Entstehung und Entwicklung der monotheistischen Religionen“, 48 S., vom 29.10.2007 (www.wbgrundmann.de/Religionsthesen_final.htm). Beide Ausarbeitungen sind zum Herunterladen verfügbar, ebenso die 13 Seiten „Ergebnisse aus den Religionsthesen“ (www.wbgrundmann.de/RTErg291007_1.htm).

 

Zur Überwindung der derzeit auf der Erde vorherrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse bedarf es erweiterter wissenschaftlicher Grundlagen. Meine Ergebnisse, die auf den Erkenntnissen von Karl Marx und Friedrich Engels aufbauen, habe ich auf 83 Seiten in den „Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ zusammengefasst. Sie sind als wissenschaftliche Konzeption aufzufassen und können abgerufen werden unter www.wbgrundmann.de/BT2010.htm. Die Berliner Thesen „leben“ von einer „neuen“ Ökonomie im Sinne rationeller Bedürfnisbefriedigung. Ich fand dazu Hinweise bei Marx und Engels. Sie sprechen für die Berechtigung künftiger Gemeinschaftsökonomie in Gegenüberstellung zur weltweit vorherrschenden Privatökonomie. In den „Erkenntnissen aus den Berliner Thesen für eine nachkapitalistische Gemeinschaftsordnung“ sind auf 11 Seiten die entscheidenden Aussagen aus den Berliner Thesen zu finden. Diese „Erkenntnisse“ sind zum Download komprimiert abrufbar unter www.wbgrundmann.de/BT2010Erk.htm.

 

Die „Lösung“ des Überbevölkerungsproblems der Erde wird von jenen „bösen“ Intelligenzen entschieden, die mittels der Religionen und des vorherrschenden Gesellschaftssystems auf indirekte Weise die Erdenmenschheit geistig dominieren. Entweder es kommt zur (gewollten) Selbstvernichtung der Erdenmenschheit, oder die „Guten“ lernen, die Existenz der Hintergrundmächte zu akzeptieren und anerkennen die grundlegenden Ursachen der eigenständigen Entstehung und Entwicklung des „Bösen“. Erst dann kann eine einvernehmliche Lösung zur Beendigung der irdischen Negativentwicklung vereinbart und das Überleben der Erdenmenschheit gesichert werden.

 

Die organisatorischen Bemühungen von Ondřej Štěpánovský zur Veröffentlichung des Beitrags zu den „Historischen Wurzeln der Bevölkerungsexplosion“ in einem FIGU-Bulletin waren ein wichtiger Schritt, um der Akzeptanz der historischen Ursachenforschung in der FIGU den Weg zu ebnen und damit auch tiefer liegende historische Ursachen für die irdische Fehlentwicklung zu ergründen. Die FIGU-Mitglieder aus der Schweiz und aus Deutschland sollten sich fragen, warum nicht einer von ihnen, sondern ein FIGU-Mitglied aus einem anderen Sprachbereich diesen wichtigen Schritt vollzogen hat. Bedanken Sie sich bei Ondřej Štěpánovský!

 

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen

 

 

Werner Grundmann                               Berlin, den 11.07.2010, 23:52 Uhr

 

 

 

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