Brief Meier61 an info@figu.org,                                      Veröffentlichung: 13.11.2006

angehängt an die E-Mail "OM" vom 15.06.2004, 02:03 Uhr                                                                              

 

Von

Werner Grundmann  

 

Herrn

Eduard Meier

Semjase-Silver-Star-Center

CH- 8495 Hinterschmidrüti/ZH

 

OM

 

Sehr geehrter Herr Meier,

                                         seit dem 14. Mai 2004 bin ich im Besitz des 639. Exemplars von OM. Nach meinem Urlaub vom 1. bis zum 7. Juni 2004 in Waren/Müritz begann ich, OM vollständig durchzuarbeiten. Obgleich dieses große von Ihnen niedergeschriebene geistige Werk der Schöpfung im ganzheitlichen Sinne verstanden werden soll (vgl. Kanon 19, Vers 19), erlaube ich mir nach der Durchsicht der „Erklärungen“ und der ersten 40 Seiten, Ihnen nachfolgend meine ersten Gedanken zu vermitteln, wobei mir bewusst ist, dass meine erste Meinungsäußerung ohne die Kenntnis des gesamten Werkes als problematisch eingestuft werden muss. Andererseits verbietet sich bei diesem gewaltigen geistigen Werk von vornherein eine Gesamteinschätzung.

 

Um es vorwegzunehmen: Mir widerstrebt nach meinen eigenen Erfahrungen, jeden Satz von OM als wahr zu akzeptieren. So ist für mich die absolute Aussage fragwürdig, OM enthalte die „vollumfängliche Wahrheit, die nicht kann reformiert werden in auch nur einem Tüpfelchen“ (vgl. Kanon 20, Vers 101). Wäre diese Behauptung richtig, dann müsste die geistige Eigenentwicklung der (universellen) Schöpfung bereits weitgehend abgeschlossen sein, doch noch immer dehnt sich unser Universum aus und weiterhin gebiert die Schöpfung neue Geistformen zur Inkarnation in menschlichen Körpern, aus deren geistiger Entwicklung sie selbst geistigen Fortschritt gewinnen wird. Und noch immer sind die Gefahren einer universellen Apokalypse wegen unzureichend fundierten Wissens über die grundlegenden Ursachen ihrer Entstehung nicht gebannt. Und sie könnte „als Rache an der Schöpfung“ zwar nicht von den Erdenmenschen selbst ausgehen, wohl aber von der irdischen Schöpfung. Allein schon aus dem letztgenannten Grunde verbietet es sich für Erdenmenschen, die Augen vor möglichen unerkannten Gefahren für die Schöpfung zu verschließen.

 

Sie werden sich fragen, warum ich mich so spät zum Kauf von OM bemühte und mich zunächst auf Zitate anderer Autoren verließ. Meine Gründe waren vor allem subjektiver Natur. Ich bin heute noch empört über die Vertriebspraxis von OM! Sie schadet Ihrer Mission enorm, weil sie die Verbreitung dieses riesigen Werkes weitgehend verhindert. Sie wirkt – was natürlich nicht Ihre persönliche Absicht ist – so, als sei OM nur ein Buch für Insider, als verbreite es Wissen, das nach Möglichkeit geheim gehalten werden soll! Während die über tausendseitige „Bibel“ der Urchristen faktisch kostenlos aus dem Internet herunter geladen werden kann, erwartet die FIGU für jedes nummerierte Exemplar präzise Angaben zur Person des Käufers und verlangt einen Preis, der für viele Interessierte einfach unzumutbar ist. Es spricht – in Anbetracht der Bedeutsamkeit des Werkes – völlig gegen seine Vertriebspraxis, wenn von den 1500 Exemplaren der Erstauflage nach 17 Jahren  bisher weniger als 50 % verkauft wurden. Wer hat sich von Ihren Mitarbeitern ein solches Eigentor bewusst oder unbewusst ausgedacht? Das wichtigste geistige Werk, das der Menschheit der Erde bisher vorgelegt wurde, ist für sehr viele interessierte Menschen faktisch unzugänglich! Mein Unverständnis ist noch größer geworden, seit ich selbst erfahren durfte, in welch einfacher, klarer, verständlicher Sprache OM geschrieben ist.

 

Es hat mir einige Überwindungen gekostet, OM trotz der unsinnigen Vertriebspraxis zu kaufen, doch es geht ja nicht um meine persönlichen Befindlichkeiten. Im Nachhinein hat es sich jedoch aus meiner Warte als richtig erwiesen, OM so spät erworben zu haben, weil ich damit die Möglichkeit hatte, mir ohne die „Vorgabe“ von höchster geistiger Ebene frei eine eigenständige Auffassung zu erarbeiten. Sie mögen dies als unzureichende Ehrfurcht vor der Schöpfung bezeichnen, doch ich sehe es – unter Befolgung der Gesetze und Gebote der Schöpfung – als Fortschreiten „nach eigenem Ermessen“ sowie im Sinne der in OM beschriebenen notwendigen „inneren Freiheit“ (vgl. Kanon 16, Vers 11, und Kanon 17, Verse 7). Zur Bewältigung akuter Gefahren könnte diese Freiheit für uns heute dringender sein als je zuvor!

 

Nach der Durchsicht der ersten Kanons ist mir bewusst geworden, dass ich mit meiner Auffassung zu bestimmten Aussagen von OM in Widerspruch stehe. Meine Bedenken betreffen insbesondere den Absolutheitsanspruch der Schöpfung, auch die bereits von Ptaah zitierte Aussage, wonach die Schöpfung die absolute Kontrolle über das gesamte universelle Geschehen habe. Doch wenn dies so wäre – warum dauert die Fehlentwicklung der Völker Nokodemions und Henoks über Milliarden von Jahren bis heute an? Warum erwachsen gerade heute von der Erde ausgehende universelle Gefahren, obgleich OM bereits vor 389'000 Jahren zum ersten Male zur Erde gebracht wurde? Warum scheiterte jeder Versuch der Besiedlung der bewohnbaren Planeten des SOL-Systems, als es die immer wieder kritisierte heutige Menschheit noch gar nicht gab? War es Zufall oder Methode? Würde die Antwort auf diese Frage noch ausstehen, wenn es eine absolute Kontrolle der Erde gegeben hätte?

 

Eine weitere Frage, die mich beschäftigt ist die nach den Folgerungen aus der Ganzheit der Schöpfung (vgl. Kanon 19, Vers 2 bis 5). Ich fand die Aussage, dass „Ganzheit auch die Gleichform, die Eintracht, der Einklang und die Verschmolzenheit“ sei (vgl. ebd., Vers 6), dass sie nur „eine Sinnesrichtung“ habe und „niemals geteilet oder unterteilet werden“ könne  (vgl. ebd., Vers 35). Aber kann eine Ganzheit nicht auch aus dem Innern heraus zerstört werden, etwa wenn sich innerhalb eines (ganzheitlichen) menschlichen Körpers ein Krankheitsherd von Viren entwickelt, der eine vom jeweiligen Menschen nicht kontrollierbare Eigenentwicklung mit ganz anderer „Sinnesrichtung“ vollzieht? Ich stelle mir deshalb die Frage, ob die universelle Schöpfung wirklich in der Lage ist, die innere Negativentwicklung etwa der irdischen Dämonie zu kontrollieren, wenn es diese – bis hinein in den jenseitigen Bereich – wirklich geben sollte. Könnte es nicht sein, dass die irdische Dämonie mit einem bisher unbekannten („gut abgeschirmten“) Wellenbereich arbeitet, so dass es auch den Plejaren bisher nicht gelang, die Quellen für bestimmte (aus dem irdischen Jenseits?) auf die Erdenmenschheit gerichtete Strahlungen zu finden? Doch wie schützte sich das über Milliarden von Jahren sich eigenständig entwickelnde „Böse“? Durch das Nichterkennbarmachen seiner Existenz, und zwar gegenüber jeder anderen, auch der am höchsten entwickelten Geistform! Wäre dies nicht so, hätte sich das „Böse“ nicht so lange Zeit entwickeln können. Es kann jedoch an jenen Handlungen erahnt werden, die der Sicherung seiner Existenz dienen!

 

Hinter der dargelegten Problematik verbirgt sich die Frage nach dem Ausnahmecharakter der Erde, die meines Wissens von der Schöpfung bisher nicht ausreichend beantwortet wurde. Aber weil die irdische Schöpfung im universellen Sinne eine solch große Ausnahme und Gefahr darstellt, ist es bedeutsam, die grundlegende Ursache ihrer Entstehung zu erkennen – auch bei notwendiger Revision von Aussagen, die in OM fixiert sind und seit Milliarden Jahren als unanfechtbar gelten! Die Suche nach Wahrheit und den sich aus den neuen Erkenntnissen ergebenden Anforderungen muss für die Schöpfung allein aus existenziellen Gründen über allem anderen stehen! Das schließt ein, dass wir uns der ungeheuren Ausnahmesituation bewusst werden, in der wir uns als Erdenmenschen in Raum und Zeit befinden. Von der universell gemiedenen Erde könnte nach Milliarden Jahre langer Fehlentwicklung die universelle Wende hin zu einer durchgängig schöpfungskonformen Entwicklung ausgehen – wenn wir die Zeichen der Zeit erkennen! Deshalb sollte sich jeder selbst die Frage beantworten, inwiefern er durch die bisherige keine Ausnahme zulassende Lehre der Schöpfung in seiner Handlungsweise so weit befangen und behindert ist, dass es ihm schwer fällt, sich der Realität zu stellen. Es könnte sein, dass noch niemals in der Entwicklung unseres Universums einzelne Menschen eine derartig hohe Verantwortung für die Weiterexistenz der universellen Schöpfung zu tragen hatten, wie einzelne Menschen heute auf der Erde!

 

Nachdem ich erkannt hatte, dass sowohl Ihr Denken und Verhalten als auch das der Plejaren vor allem durch OM geprägt ist, suchte ich nach Erklärungen, um meinen eigenen Standpunkt zu präzisieren bzw. zu korrigieren und neu einzuordnen. Insbesondere irritierte mich, dass ich auch in OM kein ausgeprägtes dialektisches Denken fand. Vielmehr hatte ich den Eindruck, bestimmte verabsolutierte Aussagen könnten Ausdruck seines Fehlens sein! Auch diese Aussage eines Erdenmenschen müssen Sie wohl in Anbetracht meines eingeschränkten Wissens als ungeheuerlich empfinden. Dessen bin ich mir durchaus bewusst! Und dennoch musste es eine einsichtige Erklärung für den Widerspruch der langen irdischen Existenz des dialektischen Denkens und ihres vermutlichen Fehlens in OM geben! Heute nehme ich an, sie damit gefunden zu haben, dass die Entdeckung des dialektischen Denkens eine Leistung von hoch entwickelten Geistformen bzw. von Wissenschaftlern gewesen sein muss, die selbst negativ dominant waren bzw. unter negativer Dominanz innerhalb einer Dämonie lebten. Sie hatten  wissenschaftlich zu begründen, wie ihre tendenziell negative Eigenentwicklung, einschließlich der Herausbildung einer (aus dem eigenen Jenseits heraus herrschenden) Dämonie, historisch überhaupt möglich war. Doch die Beantwortung dieser Frage war ohne dialektisches Denken unmöglich! Als grundlegende Ursache ihrer Existenz erkannten sie die Deportation von straffällig gewordenen Vorfahren auf fremde Welten, wodurch – unter Verletzung des universellen Gesetzes der Einheit von Positiv und Negativ – aus dem Zusammenführen negativ dominanter Persönlichkeiten infolge der Konkurrenz eine Eigenentwicklung zum Bösen initiiert wurde. Zunächst setzten sich die körperlich, später die geistig Stärksten als Herrscher über andere durch. Andererseits entwickelten sich die Deportierten zu Meistern des Verbergens, um den Strafmaßnahmen durch ihre Heimatvölker zu entgehen. Im Verlaufe der Zeit entstanden eigene gesellschaftliche Strukturen, indem sich die Mächtigen Privatbesitz und Privateigentum aneigneten und indem sie ihre Herrschaft durch Kriege gegen ihre Konkurrenten sowie durch die Ausbeutung anderer ausdehnten. Ihr Unverständnis für die irdische gesellschaftliche Entwicklung könnte daraus resultieren, dass es eine solche selbstzerstörerische Entwicklung wie auf der Erde auf positiv dominierten Welten gar nicht gibt.

 

Weil die jenseitigen Bereiche der vordem von Menschen unbewohnten Deportationswelten noch geistig neutral waren, wurde die negative Dominanz aus dem Diesseits ins Jenseits der betreffenden Welten übertragen und damit auch in den geistigen Bereichen eine negativ dominierte Eigenentwicklung initiiert, wodurch offensichtlich eine von außen nicht kontrollierbare eigengesetzliche geistige Entwicklung ganz anderer „Sinnesrichtung“ entstand, als sie universell und auf allen anderen nicht zur Deportation missbrauchter Welten gegeben war. Damit sonderten sich innerhalb der riesigen geistigen Ganzheit der universellen Schöpfung wenige geistige Bereiche als Ausspaltungen ab, die im Prozess eigenständiger Inkarnationen ihre Welten zur negativ dominierten geistigen Weiterentwicklung nutzten, ohne dass ihre gegensätzliche Sinnesrichtung als solche erkannt wurde. Im Verlaufe von Milliarden Jahren erreichten ihre hoch entwickelten Geistformen offensichtlich auch die Fähigkeit zur gezielten Eigeninkarnation, um im Bedarfsfalle die eigene Galaxie unerkannt verlassen zu können. Und unter Nutzung der Genmanipulation erwarben sie mit ihren Wissenschaftlern auch die Fähigkeit, schöpfungswidrige Mischformen von Lebewesen bzw. neuartige Lebensformen zu kreieren sowie die eigene Lebensdauer extrem auszuweiten – wie unter Arus I. geschehen. Insofern konnten bestimmte Gewaltherrscher von Dämonien ihren unwissenden nachgeordneten Menschen als unsterblich erscheinen, sich zu „Schöpfern“ erklären und sich zu „Göttern“ erheben. Sollte aber deshalb den Unwissenden aus ihrem Gottesglauben ein Vorwurf gemacht werden, zumal sie ständig unerkannt unter negativer geistiger Dominanz stehen?

 

Wenn ich von „irdischer Schöpfung“ spreche, so als habe die Erde eine eigene kreativ tätige Schöpfung, dann gehe ich zwar davon aus, dass alles Leben der Erde sowie die Erde selbst letztlich durch die universelle Schöpfung gezeugt wurden; doch ich unterstelle, dass vor vielen Millionen Jahren – noch vor der Entstehung eigener irdischer Menschen – das damals noch neutrale Leben der Erde und das irdische Jenseits durch Fremdbeeinflussung negativ dominiert wurden, und zwar durch Zuwanderer und Verbannte. Durch diese Fremdbestimmung wurden eine von außen unzureichend kontrollierbare geistige Eigenentwicklung zum Bösen und die irdische Dämonie herausgebildet. Das geistige Leben der Erde spaltete sich von der übrigen Schöpfung ab. Um nicht positiv unterwandert zu werden, tat die geistige Führung der irdischen Dämonie alles, um jeden Besiedlungsversuch der Erde sowie der beiden anderen damals bewohnbaren Planeten des SOL-Systems (Mars und Malona) zu verhindern, aber auch, um sich an den deportierenden Heimatvölkern zu rächen. Dazu wurden spezifische Methoden entwickelt, die den eingeschränkten Möglichkeiten der irdischen Dämonie entsprachen, wozu vor allem die gezielte Steuerung von Weltraumkörpern gehörte. Ausgehend von der bewussten Selbstisolierung und der gegensätzlichen Sinnesrichtung der irdischen Dämonie halte ich es für gerechtfertigt, von einer (inneren) Spaltung der Schöpfung und von der notwendigen Wiederherstellung ihrer Einheit zu sprechen.

 

Die grundlegende Ursache der Fehlentwicklung der Völker Nokodemions und Henoks wurde im Verlaufe von Milliarden Jahren nicht erkannt. Auch die Plejaren halten an der Deportationspraxis bis heute fest. Dass wir hinsichtlich der Ursachenerkennung erst jetzt zur wahren Einsicht gelangen, ist in erster Linie den Selbstzeugnissen der irdischen Dämonie zu verdanken. Sie existieren in vielfältiger Form und lassen sich ohne Mühe erkennen, wenn endlich die Scheuklappen abgelegt werden. Dass sich die geistigen Führer der irdische Dämonie entschieden haben, sich der übrigen Schöpfung bedingt zu öffnen, resultiert aus ihrer widersprüchlichen inneren Eigenentwicklung, die sich in den vergangenen Jahrzehnten derartig zugespitzt hat, dass durch die Konkurrenz zwischen den Geistführern, insbesondere zwischen dem „Herrn der Geister“ und Ashtar Sheran, Gefahren für die eigene Existenz sowie für die Existenz der universellen Schöpfung entstanden sind. Zur Bewältigung der universellen Krise gibt es deshalb nur den Weg der Akzeptanz der irdischen Dämonie, der einvernehmlichen Auflösung ihrer Strukturen und der Wiederherstellung der Einheit der Schöpfung. Ich bin mir sicher, dass dieser Weg die Zustimmung der höchsten geistigen Ebene unserer Schöpfung findet.

 

Werner Grundmann                                                                                     15. Juni 2004, 1 Uhr 48