E-Mail vom 29.08.2007, 12:36 Uhr, an info@figu.org       Veröffentlichung am 29.08.2007

 

 

Von Werner Grundmann                                                                 Berlin, den 29.08.2007

 

an alle Mitglieder der FIGU

 

FIGU-Erkenntnisschranke

 

Liebe Mitglieder der FIGU,

                                      gestern habe ich begonnen, Ihre DVD „Die Mitglieder der Kerngruppe der 49 stellen sich vor“ anzuschauen. Nachdem ich die ersten 15 Kerngruppenmitglieder auf diese Weise kennen gelernt hatte, war ich außerordentlich beeindruckt.

 

Zum Ersten fiel mir die hohe Wertschätzung des Individuellen auf. Sie gibt die Möglichkeit, dass sich jeder trotz unterschiedlicher Voraussetzungen und ausgehend von seiner Position entwickeln kann. Die Darlegungen der einzelnen Gruppenmitglieder sind deshalb für mich nachvollziehbar.

 

Zum Zweiten stellte ich jene für Sie selbstverständliche Denk- und Handlungsweise fest. Sie besteht – zur Unterstützung der Mission von Eduard Meier – im hohen Betonen des Logischen, wobei Sie davon ausgehen, dass allein das streng logische Denken zur „wahrheitlichen Wahrheit“ führt. Doch darin besteht meines Erachtens eine Erkenntnisschranke nicht nur für Sie als Gruppenmitglieder, sondern auch für Eduard Meier und die Plejaren. Diese Erkenntnisschranke in der Denkweise ist meines Erachtens auch die grundlegende Ursache dafür, warum die geistigen Vorgänger von Eduard Meier (die Inkarnationen seiner Geistform) die Ursachen der universellen Fehlentwicklung über Milliarden von Jahren nicht herausfanden. Das logische Denken ist zwar unverzichtbar und in sich stimmig; aber es reicht nicht aus, bestimmte Zusammenhänge und Entwicklungen zu begreifen. Dies habe ich bereits als Student der Mathematik am Anfang der sechziger Jahre bei Auseinandersetzungen mit jenen Kommilitonen festgestellt, die einseitig von ihrer logisch-mathematischen Denkweise ausgingen und jenes über die marxistische Ausbildung gelehrte dialektische Denken nicht anwandten. Sie hatten außerordentliche Schwierigkeiten, gesellschaftliche Zusammenhänge und bestimmte Entwicklungen zu begreifen. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen – auch zwischen Partnern (die aber letztlich doch zusammenblieben!).

 

Ich hebe die Begriffe Zusammenhänge und Entwicklungen deshalb hervor, weil es sich bei Suche nach Wahrheit zur Erforschung komplexer Geschehen um zwei unterschiedliche Aspekte handelt, die jedoch miteinander verbunden sind.

 

Der erstgenannte Begriff geht in Richtung des Erkennens der unterschiedlichen Einflüsse sowie der Wechselwirkungen zwischen ihnen. Er führt letztlich zu den Begriffen System, Element und Struktur, d. h. zur Fragestellung, welche realen Gegebenheiten ganzheitlichen Charakter besitzen, aus welchen Elementen die Ganzheiten bestehen und welche Strukturen sie zur Ganzheit verbinden. Selbstverständlich ist jedes Lebewesen ein System. Doch es gibt auch Lebenssysteme (Ökosysteme) und Gesellschaftssysteme, die in sich funktionieren und aus denen man prinzipiell nicht ausbrechen kann. Es ist meines Erachtens unmöglich, derartige Systeme in logischer Abfolge  zu erfassen.

 

Der zweitgenannte Aspekt betrifft die Richtung der Entwicklung eines Systems. Er schließt die Möglichkeit der Negativentwicklung ein, und zwar sowohl im individuellen als auch im gesellschaftlichen Sinne. Das kann, wenn die Ursachen der Negativentwicklung nicht erkannt werden, sowohl individuell als auch gesellschaftlich zur Selbstzerstörung bzw. Selbstvernichtung führen. Das schöpferische Evolutionsgesetz, wie es die Plejaren sehen, schließt eine solche (gesetzmäßige!) Entwicklung auch für den Ausnahmefall aus. Damit müssen Fehlentwicklungen individuell erklärt werden. Die Ursache wird dann nicht aus den Ausgangsvoraussetzungen und den Wechselwirkungen der inneren (nicht lösbaren) Widersprüche des Individuums oder der Gesellschaft erklärt, sondern aus einem spezifischen Versagen des einzelnen Menschen oder einer Gruppe von Menschen.

 

Wenn Sie, liebe Mitglieder der FIGU, ihre gemeinsame Entwicklung über die Jahrzehnte verfolgen, dann werden sie feststellen, dass sowohl die Ausgangsvoraussetzungen zur Schaffung der FIGU mit Antagonismen geprägt waren, die aus der Existenz einzelner Personen resultierten, die Eduard Meier und die FIGU schaden wollten, als auch aus dem mühevollen Zusammenwachsen von Gleichgesinnten. Wenn Sie versuchen würden, den Prozess des Wachsens der Gemeinschaft der FIGU logisch zu erklären, würden Sie sicherlich scheitern, eben weil die Vielzahl der Einflüsse, Aspekte, der individuellen und individualistischen Unterschiede nicht in einem logisch folgerichtigen Zusammenhang erfasst werden kann!

 

Analog geht es in unserer vom Gewinndenken dominierten Gesellschaft zu. Wenn die FIGU das Problem der Überbevölkerung der Erde als das grundlegende Übel betrachtet, dann zeigen die Waldbrände in Griechenland, in den anderen Ländern Südeuropas sowie auf den Kanaren zwar als eine der Ursachen die wachsende Bevölkerungsanzahl und damit die Suche nach Bauland; doch es gibt Faktoren, die aus dem kapitalistischen Gesellschaftssystem resultieren und die Bevölkerungsfrage bei weitem dominieren! Die in Berlin erscheinende linke Tageszeitung, das Neue Deutschland, schrieb am 28.08.2007 auf der Seite 16 zu den „Ursachen“:  

 

>> In Griechenland (wie in anderen mediterranen Ländern) werden solche Brände seit Jahrzehnten vorsätzlich zu Bodenspekulationen gelegt. Oft gießen Firmen schon Wochen nach dem Brand in Stadt- oder Dorfnähe die ersten Fundamente für Wohngebäude, deren Bau dann später (trotz teilweise gesetzlichen Bauverbots nach Bränden) auf kommunaler Ebene gegen Bestechung legalisiert wird. Man geht auch davon aus, dass mit Brandstiftungen staatliche Mittel zur Wiederaufforstung erpresst werden. Weiterhin existieren in Griechenland rund 400 offene illegale Müllhalden, die im Sommer zu Brandherden werden. << (Hervorhebungen vom Neuen Deutschland)

 

Bitte stellen Sie selbst die Wirkungen des Bevölkerungszuwachses in Griechenland in den vergangenen Jahrzehnten und die Fehlwirkungen der aus Gewinnsucht, der Erpressungsmöglichkeit durch Verarmung und Arbeitslosigkeit sowie aus möglichen Handlungen von Menschen in einer egoistisch und egozentrisch geprägten Gesellschaft gegenüber, die teils nach der „Losung“ handeln: „Privat geht vor Katastrophe!“ Mit „normaler“ Logik hat dies alles nichts mehr zu tun, vielleicht aber mit einer Logik (und Dialektik) des Negativen! Es bleibt dann „nur noch“ zu beantworten, welche Ausgangsvoraussetzungen zu dieser selbstzerstörerischen Negativentwicklung führten. Es gibt diese anderen „unlogischen“ Wahrheiten! Sie sind in unser Weltbild einzuordnen, und zwar so, dass die Aussage Galileo Galileis zutrifft: „Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen!“ Akzeptieren wir endlich die anderen Wahrheiten!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Werner Grundmann                             Berlin, den 29.08.2007, 12:36 Uhr