Beigefügt als Meier57.doc zur E-Mail "Dialektische Schöpfung?" am 26.05.2004, 03:27 Uhr Veröffentlichung: 01.12.2006                                              

 

Herrn

Eduard Meier

Semjase-Silver-Star-Center

CH- 8495 Hinterschmidrüti/ZH

  

Dialektische Schöpfung?

 

 Sehr geehrter Herr Meier,

                                         in der Nacht vom 23. zum 24. Mai 2004 übernahm ich jenen im FIGU-Diskussionsforum unter >>Geisteslehre<< von der „Cosmopolitin“ veröffentlichten Beitrag, in dem Aussagen aus „Arahat Athersata“ wiedergegeben werden. U. a. geht es um die „Gedankenrückschleuderung“, wonach „Gutes ausgesandt“, aber „Böses dafür geerntet“ wird, um es „durch Gedankenarbeit wieder in Gutes“ umzuwandeln (vgl. A. A., Kap. VII „Formen des Denkens“, Vers 323). Die wenigen Hinweise der „Cosmopolitin“ waren für mich ein Antrieb, den Abschnitt „Formen des Denkens“ am 24. Mai 2004 genauer zu studieren, auch weil es Bezüge zu meinem letzten Brief gab, in dem ich an die Plejaren die Bitte um „Gleichstellung“ formuliert hatte.

 

Bei der Durchsicht der „Formen des Denkens“ kam ich zur Auffassung, dass der Kreation unserer universellen Schöpfung insbesondere dialektisches Denken zugrunde liegt, dass aber die hinter der Eigenentwicklung der universellen Schöpfung verborgene primäre Denkweise von der Ebene A. A. nicht als dialektisch wahrgenommen wird. Weil das Ergebnis der universellen Entwicklung und ihre Weiterentwicklung logisch einsichtig sind, wird geschlossen, dass die „Kraft der Schöpfung“ aus der „Logik“ entspringt (vgl. Abschnitt IX). Aus dem logisch einsichtigen Ergebnis, wie wir es in der Natur studieren können, wird gefolgert, dass wir „bewusste Naturdenker werden“ sollen (vgl. Vers 259), „weil die Natur selbst diesen Weg lehrt“ (vgl. Vers 260). Aber die Natur lehrt nicht, und erst recht nicht vermag sie zu denken! Das Denken ist geistigen Intelligenzen und den Menschen vorbehalten. Wohl aber können wir als Menschen durch die Beobachtung und Erforschung der Natur erkennen, welche Gesetze dem Naturgeschehen und der natürlichen Entwicklung zugrunde liegen, welche Wechselwirkungen bestehen und warum sich unbewusstes Leben in einer bestimmten Weise verhält. Daraus können wir dann Rückschlüsse auf die Absichten der Urschöpfung ziehen, etwa zur vorgesehenen Struktur, zur Funktionsweise und Entwicklung der Gesamtschöpfung, vielleicht auch zu möglichen Eingriffen in den Prozess ihrer Eigenentwicklung.

 

An diese generellen Betrachtungen schließt sich die Frage nach dem Charakter der Entwicklungsgesetze an, d. h., ob sie primär dialektischer oder primär logischer Natur sind. Die „Gedankenrückschleuderung“ spricht für ein dialektisches Vorgehen zur geistigen Entwicklung, denn ist es etwa „logisch“, wenn ein Wissenschaftler ein (aus seiner Sicht) wichtiges Forschungsergebnis verkündet, dafür aber eine böse Reaktion erntet? Dass ihn die Gegenreaktion anstachelt, sein Ergebnis noch besser zu begründen, ist zwar aus der Sicht des Wissenschaftlers verständlich, aber nach Auffassung seiner Gegner Unfug, weil ja der Wissenschaftler mit seiner verrückten Idee nach logischem Verständnis gar nicht recht haben kann! Genauso wenig ist für einen Menschen mit gesunder Einstellung und logischen Verstand einsichtig, dass sich geistig höher stehende Menschen in einer Gesellschafts- oder Lebenskrise umbringen können – wie dies in vielen Fällen nach der Wende 1989/90 in der DDR passiert ist. Derartige Vorkommnisse als „logisch“ zu bezeichnen, ist meines Erachtens schon deshalb fragwürdig, weil sie logisch nur bedingt nachvollziehbar und die Schwellen menschlicher Negativ- bzw. Positiventscheidungen nicht berechenbar sind. Im Folgenden möchte ich deshalb bezüglich bestimmter Aussagen aus „Arahat Athersata“ einige Fragen aufwerfen, über deren Beantwortung nachgedacht werden könnte:

 

-         Wenn Arahat Athersata die Negativentwicklung einzelner psychisch kranker Menschen bis hin zur Selbsttötung und damit deren negative selbstzerstörerische Logik als real gegeben akzeptiert – warum lehnt diese Ebene die Möglichkeit einer analogen gesetzmäßigen selbstzerstörerischen Negativentwicklung für eine ganze Menschheit ab, obgleich die Tendenz zur Selbstzerstörung bei der Erdenmenschheit sichtbar ist und die (selbstzerstörerische) Negativlogik bzw. Negativdialektik der Erdenmenschen für Menschen aus gesunden Welten ähnlich unverständlich ist wie die eines psychisch Kranken für einen Gesunden? Doch woher kommt die negative Dominanz, die die tendenzielle Selbstzerstörung des irdischen Lebenssystems bestimmt? Woher kommt diese mächtige „Geistesversklavung“ (vgl. Kapitel II, Vers 2)? Kommt sie von den Erdenmenschen selbst oder gibt es gewaltige negativ dominante geistige Kräfte, die sich wohl zu verstecken wissen, so als würden sie nicht existieren? Haben sie nicht genau ihr Ziel erreicht, für nicht existent gehalten zu werden, wie Ashtar Sheran schreibt? Und wie vehement wird ihre Nichtexistenz von A. A. verteidigt, da doch das „Gottwesen“ imaginär ist und „nach allen schöpferischen Gesetzen und Geboten [Himmel und Hölle] keine Existenz finden könnten“ (vgl. Kapitel IV, Verse 246/247)! Doch welche Erkenntnislücke bzw. welches Fehlverhalten gab/gibt es für die Ebene A. A., dass eine ihrer Geistformen vor 12 Milliarden Jahren noch einmal den langwierigen Weg einer menschlichen Geistform gehen sollte?

 

-         Wie soll die Aussage aufgefasst werden, dass wenn „es einen Gott [gäbe], … dann gäbe es auf der ganzen Erde nur eine einzige einheitliche Religion, nämlich die Gottreligion“ (vgl. Kapitel VII, Vers 168)? Wenn von einem wahrhaft „lieben Gott“ ausgegangen werden könnte, mag dies wohl zutreffen! Doch wenn jene Geistform, die von den Erdenmenschen heute als Gott verehrt wird, das Gegenteil eines „lieben Gottes“ ist, wenn sie nicht identifiziert werden, aber dennoch über die irdische Menschheit mit den relativ wenigen verfügbaren Kräften geistig herrschen möchte? Welche Strategie würde eine solche Geistform wohl anwenden? Vielleicht jenes „Teile“ und „Herrsche“, damit sich die Kulturen der verschiedenen beherrschten Religion gegenseitig selbst bekämpfen? Und warum wird heute – nach der Dezimierung der Menschheit – von verschiedenen Interessengruppen nun doch auf eine einheitliche Weltreligion orientiert? Vielleicht weil der Religionswirrwarr selbst für mächtige negative Kräfte nicht mehr beherrschbar ist?

 

-         Dass sich das „Böse“ organisiert, zeigen offensichtlich die entstandenen Geheimbünde und Geheimwissenschaften (vgl. Kap. VII, Vers 435). Doch wer führt diese sehr alten Bünde geistig an, und woher wissen sie, welches Wissen bedeutsam ist und geheim gehalten werden muss? Warum wird heute so viel über sie geschrieben? Gehören diese Geheimbünde zu jenem mächtigen Spinnennetz, das laut Ashtar Sheran über die Erde gespannt ist? 

 

-         Wenn es zutrifft, dass negative Ausartung alles Böse anzieht (vgl. Kap. VII, Vers 528), dann könnte dies doch der Grund dafür gewesen sein, dass auch die Genmanipulierten den Weg zur Erde fanden?

 

-         Wie war es möglich, dass Verräter in Ihre unmittelbare Umgebung gelangten, obgleich sie doch von den Plejaren sehr stark kontrolliert wurden? Wussten sie sich gegen eine Gedankenkontrolle zu schützen, und wer hat sie dazu befähigt? Waren diese Personen bewusste Feinde oder nur Werkzeuge von anderen? Von wem waren sie Werkzeuge? Könnte es sein, dass es die Plejaren – nach der Deportation vieler Straftäter auf fremde Welten – im gesellschaftlichen Sinne verlernt haben, in der Einheit von Gut und Böse zu denken? Sie sind zwar für Fremde hoch entwickelte Intelligenzen offen und lassen ihre Gedanken lesen, doch ihre geheimen Gegner wissen sich zu schützen! Wäre es für die Plejaren überhaupt einzugestehen, dass sie mit dem „Bösen“ im irdischen Jenseits geistigen Kontakt hatten und häufig Vereinbarungen trafen, ohne zu erahnen, wer die Partner waren? Gibt es vielleicht bei den Plejaren eine positive Ausartung, worüber in Kap. VII, Vers 543, geschrieben wird?

 

Letztlich bleibt mir die Frage: Könnte es sein, sehr geehrter Herr Meier, dass Sie Ihrer irdischen Mission (und jener gegenüber den Plejaren) verfallen sind (vgl. Kap. VII, Vers 1), so dass Sie es verdrängt haben, danach zu fragen, warum Ihre Geistform noch einmal den Weg menschlicher Inkarnationen über mehr als 60 Milliarden Jahre gehen soll? Ist Ihnen bewusst, dass Sie durch die Verbreitung der Geisteslehre zugleich die Voraussetzungen geschaffen haben, um über das Lernen von anderen selbst zu neuer Qualität gelangen? Ist Ihnen bewusst,  dass Sie es sein könnten, der jenen „gewaltigen kosmischen Umbruch“ einleiten soll, von dem im Vers 1 des Abschnitts II gesprochen wird, dass Sie folglich vor einer universellen Mission  stehen? So schwierig Ihre Mission bisher war – Ihr entscheidender Schritt dürfte noch offen sein! Sie wissen, was noch zu tun bleibt!

  

Werner Grundmann                                                              Berlin, den 25. Mai 2004, 3 Uhr 01